Oberliga

HUFC: Neun Neuzugänge, elf Mann gehen – Marschall und sein Trainerteam bleiben an Bord

22. Juni 2020, 14:21 Uhr

Sidnei Marschall hat seinen Vertrag als Trainer bei Hamm United verlängert und wird in der kommenden Saison einen auf vielen Positionen veränderten Kader zur Verfügung haben. Foto: Bode

Am heutigen Montagmorgen vermeldeten wir den Abgang des bisherigen Managers Jassi Hurrmovic zum ETSV Hamburg (hier geht's zum Text), doch bevor der 51-Jährige in Zukunft offiziell nur noch beratend für Oberligist Hamm United tätig sein wird, haben er und Trainer Sidnei Marschall die Bastelarbeiten am Kader für die kommende Saison abgeschlossen – und auch die Verlängerung von „Sid“ und seinem Trainerteam um Co-Trainer Robert Pietruschka und Athletik-Trainer Moritz Riekenberg unter Dach und Fach gebracht. Wir haben mit Marschall über seine Zusage für eine weitere Spielzeit im Hammer Park, die Personalien im Aufgebot der „Geächteten“ und den Abgang von Huremovic gesprochen. Auch HUFC-Präsident Jörn Heinemann hat sich uns gegenüber geäußert – sowohl über die Personalien als auch über die Corona-Krise. 

Beginnen wir mit den Fakten: Neben den bereits bekannten Abgängen Frederic Böse (FC Türkiye), Kevin Zschimmer (HT 16), Florian Klein (TuS Dassendorf), Jan Landau (ETSV Hamburg), Moritz Mandel (SC Poppenbüttel) und Alessandro Schirosi, dessen neuer Verein bislang noch nicht bekannt ist, werden auch Marcel Schwarck, Samuel Graudenz, Torsten Hartung, Raffael Kamalow und Dario Kovacic in der kommenden Serie nicht mehr für United auflaufen, wie uns Marschall und Huremovic mitteilen. Den elf Abgängen stehen auf der Gegenseite bislang neun Neuzugänge gegenüber: Sulieman Omar, Philip Pettersson (beide Concordia), Victor Medaiyese (Bramfelder SV), Demian-Coray Wicke (Eimsbütteler TV A-Junioren), Abraham Yeboah Boateng, Isaak Hoeling (beide FC Süderelbe), André Uebachs (ETSV Hamburg), David Jendrzej (FC St. Pauli II) und der Brasilianer Rodrigo Baroni.

Marschall: „Jeder, der in der kommenden Saison an Bord ist, ist bereit 120 oder 130 Prozent zu geben“

Philip Pettersson (li.) wechselt innerhalb der Oberliga von Cordi zum HUFC. Foto: Bode

Letzterer spielte zuletzt „in Bulgarien in der Zweiten Liga, er ist dort nach zwei oder drei Jahren mit seinem Verein in die Zweite Liga aufgestiegen. Er ist nach Hamburg gezogen. Ich habe ihm ein bisschen geholfen, Fuß zu fassen – unter anderem haben wir für ihn eine Wohnung organisiert“, sagt Marschall über seinen Landsmann, mit dem er in Zukunft nun auch auf dem Fußballplatz zusammenarbeiten wird. Denn: „Sid“ hat – ebenso wie seine beiden Mitstreiter Robert Pietruschka und Moritz Rieckenberg – seinen Kontrakt um eine weitere Spielzeit verlängert. „Für mich war das gar keine große Frage, dass er das machen wird, sondern eine Selbstverständlichkeit“, sagt HUFC-Präsident Jörn Heinemann, während Marschall selbst verrät: „So klar war das nicht. Es waren schon einige Gespräche mit Jörn und Jassi nötig. Fakt ist, dass ich schon gerne in der bisherigen Konstellation weitermachen wollte – das war meine Grundvoraussetzung. Jetzt ist die Sache mit Jassi und dem ETSV Fakt, aber er ist ja nicht ganz weg. So ist das jedenfalls kommuniziert. Da gibt’s ganz klare Absprachen“, konstatiert der Coach, der von sich sagt: „Die Situation ist insgesamt wegen Corona schwierig für uns – aber ich bin dann auch nicht derjenige, der so einfach geht, nachdem man ein Projekt begonnen hat. Jeder, der in der kommenden Saison an Bord ist, zählt zu denen, die bereit sind nicht nur 100 sondern 120 oder 130 Prozent für Hamm United zu geben.“

Marschall: „Ich glaube, der Kader ist auf keinen Fall schlechter als vorher“

Isaak Hoeling (re.) kommt vom FC Süderelbe zu United. Foto: Both

Das gelte für ihn, für seine beiden Assistenten („Für mich war klar, dass ich mit beiden weiterarbeiten will. Mit den Kompetenzen, die die beiden mitbringen, passt das im Team super“) – und auch für das kickende Personal. „Es sind nur noch die Spieler da, die Bock auf Hamm United haben. Es gibt nur noch ganz oder gar nicht“, gibt Marschall zu Potokoll und erklärt, „dass wir noch drei oder vier weitere Spieler holen wollen.“ Der Kader in der kommenden Saison sei „anders als der aus der letzten. Natürlich bin ich traurig über den einen oder anderen Abgang traurig, aber ich ich glaube, dass der Kader auf keinen Fall schlechter ist als vorher. Er ist auf jeden Fall jünger. Wir waren in der vergangenen Saison, so glaube ich, die älteste Mannschaft der Liga. Wir mussten also etwas machen, dieser Umbruch ist schwierig. Aber das ist nicht nur bei uns so, sondern überall, wo ein Umbruch vollzogen wird“, erläutert Marschall und verrät: „Ich freue mich darauf, wenn es endlich wieder losgehen kann.“ Und auch, wenn noch drei oder vier weitere Zugänge ausstehen und die Mannschaft noch gar kein Spiel absolviert hat, ist sich derweil Jörn Heinemann in gleich zwei Dingen sicher: „Sidnei hat einen guten Kader zusammen. Mit dem werden wir die Klasse erhalten.“

Auf der zweiten Seite spricht HUFC-Präsident Jörn Heinemann über Jassi Huremovic, die Verbindung zwischen Hamm United und dem ETSV Hamburg sowie die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Hamburger Amateurfußball. 

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