Zuschauerbericht verfasst von: Ulrich Bunsmann

20.10.2019

DSC Hanseat: Die Comeback-Kids von der Stephanstrasse

Zuschauerbericht

Seit die Erste des DSC Hanseat wegen des Platzumbaus an der heimischen Vogesenstrasse für ihre Heimspiele auf den Sportplatz Stephanstrasse umgezogen ist, hat sie zwar die letztjährige Heimstärke etwas eingebüßt, dafür aber völlig neue Comeback-Qualitäten entwickelt: dreimal traten die Dulsberger auf dem Stephanstrassen-Grand an, dreimal gerieten sie scheinbar aussichtslos in Rückstand, dreimal konnten sie sich aus dieser Lage befreien. Gegen Eilbek III gab es nach 0:3 ein 3:3, gegen Rahlstedt IV nach 0:2 ein 2:2, und gegen SCALA III konnte ein 1:4 zunächst in ein 4:4 verwandelt werden, auch wenn das Spiel dann letztlich mit 4:5 verloren ging.

Dabei waren die Vorzeichen gegen Alstertal/Langenhorn für die Hanseaten alles andere als günstig: Wegen des anhaltenden Regenwetters fielen in den letzten Wochen fast alle Traingseinheiten aus, die beiden Stammtorhüter Peemöller und Müller waren verhindert, Mannschaftskapitän Yakup Kurt fehlte aus gesundheitlichen Gründen genauso wie Roufin und Omerovic, Routinier Kerem Ocak urlaubsbedingt. So musste Trainer Ercan Kurt vor allem die Defensive umbauen und dort auf den nach 8 Wochen aus einer Verletzung zurückkehrenden Dinga setzen. Zudem war die Moral nach der 0:8-Schlappe vom vorherigen Wochenende bei Vorwärts/Wacker stark angegriffen.

Diese Belastungen waren denn auch in der ersten Viertelstunde deutlich zu spüren, Hayvali und vor allem der ohne Spielpraxis agierende Dinga, die Aussenspieler in der Dreier-Abwehr, taten sich schwer. Das nutzte SCALA zu einem Doppelschlag in der 15. und 16. Minute durch Dave Sternbeerg, den die DSC-Defensive in der 1. Halbzeit nicht unter Kontrolle zu bringen wusste. Aber an der Stephanstrasse läuft es anders als bei den Auswärtsauftritten der Dulsberger, hier scheinen sie den Rückstand zu brauchen, um aufzuwachen. Mit zunehmender Spieldauer gestaltete die Mannschaft das Chancenverhältnis ausgeglichen, zunächst traf Danny Ockenfuss aus 18 Metern die Latte, dann wurden Zekeriya Kurt und Özgür Demir im letzten Moment von der SCALA-Abwehr geblockt. In der 29. Minute fing Savas Hayvali kurz vor der Mittellinie einen gegnerischen Angriff ab und startete einen Slalomlauf bis in den Strafraum, wo sein Schussversuch abgeblockt wurde. Den abprallenden Ball angelte sich Özgür Demir und setzte sich im Strafraum ein paar Schritte nach links ab, um dann aus 12 Metern zum 1:2 zu treffen. Kurz danach fast das 2:2: Eine Demir-Flanke von der rechten Seite nahm Zekeriya Kurt aus 16 Metern volley, scheiterte am guten reagierenden El Safty im SCALA-Tor. Stattdessen auf der Gegenseite das 1:3, wieder durch Sternberg.

Zur Pause stellte DSC-Trainer Ercan Kurt um: Der erschöpfte Dinga wurde durch Uygar ersetzt, der auf die rechte Aussenbahn ging, Gül wechselte auf die linke Seite der Dreier-Kette, und Iskender nahm den überragenden Sternberg in Manndeckung. Zunächst schien diese Umstellung nicht aufzugehen, Sternberg erzielte in der 47. Minute nach einem Solo an 4 DSC-Spielern vorbei das scheinbar vorentscheidende 1:4. Aber dann kippte der Spielverlauf in schnellem Tempo auf die Dulsberger Seite: In der 53. Minute verwandelte Demir einen an ihm und Zeyrek verschuldeten Foul-Elfmeter zum 2:4, 5 Minuten später erzielte Zekeriya Kurt mit einem präzisen Linksschuß vom rechten Strafraumeck das 3:4, weitere 4 Minuten später war es erneut Demir, der einen Pass in den freien Raum von Kurt in vollem Lauf am SCALA-Torhüter vorbeibrachte. Weitere 3 Minuten später hatte der eingewechselte Kevin Rodrigues freistehend das 5:4 auf dem Fuß, schoss aber knapp vorbei.

Als so alles sich für die Dulsberger zu fügen schien, kam die kalte Dusche: Gül vertändelte als letzter Mann den Ball gegen den SCALA-Stürmer Sinn und konnte ihn dann nicht mehr am Torschuss zum 4:5 hindern (69. Minute). In den verbleibenden 20 Minuten drückte der DSC auf den erneuten Ausgleich, letztlich aber ohne Erfolg. In der besten Szene kam Demir um eine Zehntelsekunde zu spät, um einen weiteren öffnenden Pass von Kurt am SCALA-Keeper vorbeizuspitzeln. Die nächste Möglichkeit, den "Fluch der Stephanstrasse" zu besiegen und den ersten Heimsieg auf dem Ausweichplatz einzufahren, gibt es für den DSC am 3. November gegen Vahdet I, vorher geht es am kommenden Sonntag an der Snitgerreihe gegen den Mitaufsteiger Hamm United III.

Der DSC Hanseat spielte mit: Asikan - Hayvali, Mustapha, Dinga (Uygar) - Armut, Gül, Ockenfuss - Iskender, Z. Kurt, Zeyrek - Özgür


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