Zuschauerbericht
Wenn Grand, dann top: DSC Hanseat gewinnt 2:1 bei Billstedt/Horn
Fast hätte sich eine alte Fußball-Wahrheit mal wieder bestätigt: Wenn du vorne die Chancen nicht reinmachst, kriegst du hinten irgendwann einen rein. So hätte es auch beim Gastspield des DSC Hanseat bei Billstedt/Horn II ausgehen können. In der 1. Halbzeit liessen die Dulsberger Ball und Gegner fast nach Belieben laufen, spielten sich Torchance um Torchance heraus, die aber fast am 5-Minuten-Takt vergaben. Yusuf Tan Zeyrek zielte frei vor dem Tor rechts vorbei, Danny Ockenfuss von der Strafraumlinie links, Kevin Rodrigues verfehlte freistehend links wie rechts. So dauerte es bis zur 32. Minute, ehe Rodrigues mit einem feinen Steckpass Yakup Kurt freispielte, der mit einem satten Schuss ins lange Eck zum 1:0 vollendete. Mit diesem knappen Vorsprung trotz drückender Überlegenheit ging es in die Pause. Nach dem Seitenwechsel fanden die Hanseaten dann zunächst nur schwer wieder ins Spiel, zumal die Gastgeber ihre sture Defensivtaktik der ersten Durchgangs etwas lockerten. Trotzdem schien das Spiel nach dem 2. Treffer des DSC in der 60. Minute entschieden: Nach einer Flanke von rechts des eingewechselten Özgür Demir und einigem Durcheinander im Billstedter Strafraum erzielte Danny Ockenfuss das 2:0. In der Folge hatten die Dulsberger noch etliche Konterchancen, die klarste vergab Routinier Kerem Ocak, der den Ball aus kürzester Entfernung neben das leere Tor abtropfen ließ. Zekeriya Kurt verfehlte nach sehenwertem Solo, Demir scheiterte aus 12 Metern am Keeper der Gastgeber. All dies wohl auch Anzeichen für eine nachlassende Konzentration auf Dulsberger Seite, die dem läuferischen Aufwand der ersten Stunde Tribut zollen musste. In der Folge kam Billstedt/Horn zunehmend auf, erzielte in der 73. Minute das 1:2, hatte 4 Minuten später Pech mit einem Abseitstor und scheiterte in der 80. Minute mit einem Kopfball nach einer Ecke am grossartig reagierenden DSC-Ersatzkeeper Mesut Asikan. Aber damit hatten die Gastgeber ihr Pulver verschossen, und auch der DSC Hanseat konnte die letzten Minute trotz einiger guter Ansätze nicht mehr nutzen, um den endgültigen K.O.-Schlag zu setzen. So blieb es beim letztlich hochverdienten 1:2-Auswärtssieg der Dulsberger, den sie - wie hätte es auch anders sein können - wieder auf einem tradtionellen Grand-Platz erringen konnten. Der DSC Hanseat spielte mit: Asikan - Dinga, Roufin, Cabral - Ocak, Ockenfuss - Yakup Kurt, Uygar, Zeyrek - Zekeriya Kurt - Rodrigues (Demir)
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Schlammschlacht an der Stephanstrasse: DSC Hanseat I gegen Condor III = 1:4
10 unkonzentrierte Minuten nach der Pause kosteten den DSC Hanseat einen Überraschungserfolg gegen Condor III, den souveränen und noch ungeschlagenen Tabellenführer der Kreisklasse 3. Auf aufgrund der Regenfälle am Samstag seifigem, stellenweise schlammigem Platz an der Stephanstrasse entwickelte sich in der 1. Halbzeit ein Spiel, in dem die Dulsberger mit enormem kämpferischen Einsatz die Gäste nichts ins Spiel kommen ließen und durch Kevin Rodrigues und Demir Özgür die Möglichkeit hatten, in Führung zu gehen. Das gelang der Raubvögel-Dritten dann mit der ersten Torchance in der 27. Minute, doch schon 3 Minuten später schlugen die Hanseaten zurück: Nach einer erfolgreichen Defensivaktion ging es über Zekeriya Kurt in einem schnellen Konter nach vorn, dessen öffnenden Pass Özgür Demir in vollem Lauf mitnahm und mit einem Schuss ins lange Eck zum 1:1 versenkte. Mit diesem für die Gäste eher glücklichen Ergebnis ging es in die Pause. Diese Unterbrechung sorgte dann allerdings für einen Bruch im Spiel der Dulsberger, die sich in den ersten 10 Minuten nach Wiederanpfiff einige Unkonzentriertheiten leisteten. Zwei individuelle Fehler ermöglichten dem in 16 Spielen bei einem Remis 15 x siegreichen Tabellenführer dann die 1:3-Führung: Beim 1:2 ließ der angeschlagene DSC-Torwart Joey Müller einen eigentlich harmlosen Abschluß so nach vorne abprallen, dass der Angreifer dann doch per Kopf vollenden konnte, beim 1:3 waren sich Müller und DSC-Abwehrchef Flavio Cabral in einer scheinbar bereits bereinigten Situation uneinig, was es dem Condor-Angreifer erlaubte, dazwischen zu gehen und den Ball ins Tor zu schieben. Danach stabilisierte sich das DSC-Team, musste zwar nach 67 Minuten noch das 1:4 und zudem einen Lattentreffer hinnehmen, hatte aber selbst ebenfalls noch eigene Tormöglichkeiten, die aber ungenutzt blieben. Alles in allem aber eine trotz Niederlage überzeugende Leistung, mit der die Dulsberger nachhaltig ihre Stärke auf dem heimischen Grand und ihre Position als bester Aufsteiger der Kreisklasse unter Beweis stellten. Der DSC Hanseat spielte mit: Müller - Yakup Kurt, Cabral, Ockenfuss, Iskender - Rodrigues (Asikan), Mustapha, Uygar, Zeyrek - Zekeriya Kurt (Ekineken), Demir
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Erfolgreiche Grand-Spezialisten: 5:0-Auswärtsieg des DSC Hanseat bei Preußen Hamburg
So langsam stellt sich mancher beim DSC Hanseat die Frage, ob der Umbau des heimischen Sportplatzes an der Vogesenstrasse in einen Kunstrasenplatz wirklich so eine gute Idee ist: Denn 18 seiner bisher 21 Punkte konnte das Team vom Dulsberg auf dem traditionellen roten Grand-Geläuf einfahren, während es auf Kunstrasen neben einem einzigen Auswärtssieg 5 zum Teil sehr hohe Niederlagen setzte. Insofern kam das Auswärtsspiel auf dem Grandplatz am von-Elm-Weg gegen Preußen Hamburg dem DSC-Team gerade recht. Aber auch wenn die Dulsberger tatsächlich gleicht gut ins Spiel fanden und den Gastgeber in die eigene Hälfte zurückdrängten, ließ der Erfolg in der ersten Hälfte auf sich warten. Im Gegenteil hielten sich trotz der spielerischen Überlegenheit die Torchancen weitgehend die Waage. Yusuf Tan Zeyrek scheiterte für den DSC ebenso freistehend am Preußen-Keeper wie der ehemalige DSC'ler Rene Hanuschke am Hanseaten-Torwart Joey Müller, der zudem einen 18-Meter-Freistoß gerade noch so eben an die Latte lenken konnte. Unglücklich für die Gastgeber zudem, dass sie schon in der 1. Halbzeit zweimal verletzungsbedingt auswechseln mussten, jeweils nach Zusammenstössen zwischen dem Torwart als letzten Mann und einem Stürmer. Unrühmlicher Höhepunkt der ersten Halbzeit dann eine rassistische Beleidigung des Preußen-Abwehrchefs gegen einen DSC-Spieler - die sich daraus ergebende gelbe Karte sollte noch Folgen haben. Die zweite Halbzeit ging das Team vom Dulsberg dann ergänzend zur spielerischen Überlegenheit dann auch insgesamt deutlich entschlossener an, schon bald auch mit zählbarem Erfolg. In der 53. Minute bediente Zekeriya Kurt mit einem perfekten Pass in den freien Raum Kevin Rodrigues, der zum 1:0 vollstreckte. Wenig später dann die Konsequenz aus der gelben Karte der 1. Halbzeit: Auf Höhe der Mittellinie grätschte der der Preußen-Anwehrspieler in einer völlig unsinnigen Aktion Zekeriya Kurt in vollem Lauf um, die folgende gelb-rote Karte war eigentlich eine noch zu milde Bestrafung. In der 60. Minute spielte sich der auch diesmal wieder läuferisch überragende Danny Ockenfuss auf links bis zur Grundlinie durch und legte zurück auf den 5-Meter-Raum, wo der eingewechselte Erdi Ekineken per Direktabnahme zum 2:0 vollendete. Und in diesem Rhythmus ging es weiter: Yusuf Tan Zeyrek mit links auf 10 Metern ins untere rechte Toreck zum 3:0, Zekeriya Kurt nach feiner technischer Einzelleistung zum 4:0 und schließlich Danny Ockenfuss von der Strafraumgrenze zum 5:0 stellten den 5. Saisonsieg auf einem Grandplatz sicher. Zum guten Schluss konnte Hami Kurt in den letzten 3 Minuten nach seiner schweren Verletzung vom Frühjahr sein Comeback feiern. Alles in allem ein gelungener Ausflug vom Dulsberg nach Horn vor dem kommenden Gastspiel des ungeschlagenen Tabellenführers Condor III am kommenden Sonntag. Ob der DSC Hanseat ihn auf der ungewohnten Asche ins Stolpern bringen kann? Der DSC Hanseat spielte mit: Müller - Y.Kurt, Roufin, Dinga - Iskender, Mustapha (Memis) - Uygar, Ockenfuss, Zeyrek - Z. Kurt (H. Kurt) - Rodrigues (Ekineken)
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7:0-Befreiungsschlag nach Krisensitzung - Demir erneut dreifacher Torschütze
Die blamable 6:2-Niederlage bei Hamm United III am vergangenen Wochenende war der Tropfen, der das Fass beim DSC Hanseat zum Überlaufen brachte. Immer wieder brach das Team von Ercan Kurt, das in der vergangenen Saison vor allem aufgrund seiner stabilen Defensive erfolgreich gewesen war, nach Rückständen ein und musste deftige Klatschen gegen Gegner hinnehmen, mit denen die Dulsberger sich eigentlich spielerisch auf Augenhöhe befanden. Wollte man in der in Kürze beginnenden Rückrunde bestehen, musste sich - da war sich Kurt sicher - etwas ändern. Schritt 1 war in der vergangenen Woche eine Verkleinerung des zu großen Kaders, um konzentrierter arbeiten zu können, Schritt 2 am Vorabend des Spiels gegen den SV Vahdet eine mehrstündige Krisensitzung im Vereinsheim "Café Südpol", in der schonungslos und selbstkritisch alles auf den Tisch kam, was sich im Laufe der Saison an Ärger aufgestaut hatte - von der schlechten Saisonvorbereitung über den Leistungsabfall bei ehemaligen Leistungsträgern bis hin zu fehlenden Einstellung und Moral bei Rückständen. Und geht man vom Ergebnis des heutigen Spiels gegen Vahdet aus, ist der Befreiungsschlag für eine bessere Rückrunde gelungen: Der 7:0-Erfolg - übrigens der erste seit dem Wechsel zum Ausweichplatz Stephanstrasse - fiel am Ende um das eine oder andere Tor zu hoch aus, war aber aufgrund einer hochengagierten kämpferischen Leistung mit der Spieldauer zunehmenden spielerischen Akzenten hochverdient. Der DSC Hanseat startete hochkonzentriert in das Spiel und hatte in den ersten 5 Minuten bereits 2 Torchancen - einmal scheiterte Özgür Demir am Gästekeeper, einmal wurde sein Querpass auf den freistehenden Yusuf Tan Zeyrek gerade noch abgefangen. Danach entwickelte sich ein weitgehend ausgeglichenes Spiel, in dem sich die Dulsberger Defensive durch eine wiedergewonene Kompaktheit auszeichnete, vor allem durch die Mitte mit den beiden Sechsern Mustapha und Iskender sowie dem zentralen Verteidiger Roufin ging für die Gäste praktisch nichts, sodass DSC-Keeper Joey Müller eigentlich nur bei einem tückischen Freistoss von der linken Strafraum in Gefahr geriet. Aber auch für die Angreifer der Hanseaten gab es bis zur 44. Minute kein Durchkommen, dann schlug das Dulsberger Offensiv-Duo Zekeriya Kurt und Özgür Demir zu: Mit einem öffnenden Ball über die Abwehr schickte Kurt Demir in den freien Raum, der souverän zum 1:0-Pausenstand vollendete. Diese Kombination sollte dann in der 2. Halbzeit auch das Spiel entscheiden: zunächst setzte sich in der 59. Minute Kurt auf dem rechten Flügel durch, passte auf Demir, der etwa 10 Meter vor dem Tor von halblinks nach innen zog und das 2:0 erzielte. Nachdem die Gäste kurz danach einen Foul-Elfmeter vergaben, in der 75. Minute dann der endgültige K.O. für Vahdet: Wieder Kurt, wieder Demir, ein trockener Schuss aus 14 Metern, 3:0. Unrühmlicher Höhepunkt des Spiels war dann eine durch einen völlig unnötigen Disput des Vahdet-Kapitäns mit Zuschauern ausgelöste Rudelbildung, in die sich auch der quer über den Platz laufende Gäste-Coach einmischte. Letztlich konnte aber Schiedsrichter Marco Dittmer die Situation beruhigen und das Spiel fortsetzen. Die Dulsberger liessen sich durch diesen Zwischenfall ohnehin nicht aus dem Konzept bringen: Der eingewechselte Kevin Rodrigues setzte seinen Gegenspieler so unter Druck, dass er den Ball erobern und quer zum freistehenden Zekeriya Kurt passen konnte, der aus 5 Metern auf 4:0 erhöhte, bevor Rodrigues selbst aus kurzer Entfernung zum 5:0 vollstrecke. Das 6:0 resultierte dann aus einer eigentlich verunglückten Flanke des ebenfalls eingewechselten Mesut Asikan, die sich über den Vhadet-Keeper hinweg ins hintere Tordreieck senkte. Das 7:0 war dann dem laufstärksten Hanseaten vorbehalten: Danny Ockenfuss krönte seine Leistung mit einem Schuss aus 12 Metern ins untere echte Toreck. Auch wenn naturgemäß nach einem schwierigen Saisonverlauf nicht alles klappte, war zu spüren, dass der DSC Hanseat - wenn er an die heutige Ein- und Aufstellung anknüpfen kann - beste Aussichten auf eine erfolgreichere Rückrunde hat, die am kommenden Sonntag gegen Preussen Hamburg startet. Der DSC Hanseat spielte mit: Müller - Hayvali (Yakup Kurt), Roufin, Dinga - Iskender, Mustapha - Uygar, Ockenfuss, Zeyrek (Asikan) - Zekeriya Kurt - Demir
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