Teammanagerbericht: TSV Sasel II

Autor: Christian Humpert

17.10.2018

Cyglicki schnürt den Doppelpack spät: Sasel rettet Remis in der Schlusssekunde

Bezirksliga Nord | Teammanagerbericht TSV Sasel II

In einem mitreißenden Fußballspiel mit zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten verdanken die Parkwegler Kevin Cyglicki einen Punktgewinn. Nach dreißig desolaten Minuten zu Beginn des zweiten Durchgangs hätten wohl nur die größten Optimisten an einen Zähler der Hausherren gedacht. Vickys wuseliger Caleb Awuah vergab beim Stand von 2:1 für die Gäste eine Wahnsinnschance, weil Pacsal von Borgstede sein ganzes Können aufbrachte - die spielentscheidende Szene.


Im Vergleich zum 1:0-Auswärtserfolg in der Vorwoche beim TSC Wellingsbüttel veränderte Coach Robin Hüttig seine erste Elf auf insgesamt drei Positionen. Für Winkel, Zankl und Kratzmann durften von Borgstede, Weise und Dönmez ran. Gäste-Trainer Gody Hoedoafia tauschte gegenüber dem 2:2 gegen die Schmidt-Équipe vom Niendorfer TSV III auf Positionen. Bahlmann, Peckmann, Tramm und Karaschewski begannen für Wilms, Meierdiercks, Zimmermann und Hoffmann.

Die im 3-5-2-System agierenden Gäste um Kapitän Tramm bekamen zu Beginn überhaupt kein Bein auf die Erde. Dadurch, dass die Außenverteidiger nach Ballverlusten nicht schnell genug in die Ordnung fanden, ergaben sich für die Hausherren viele Räume auf den Flügeln. Gleich die erste sich bietende Möglichkeit konnten die Parkwegler zur Führung nutzen. Liga-Leihgabe Stark schickte den aufgerückten Bjarne Zielke auf der rechten Seite, der passte ins Zentrum, wo Kevin Cyglicki am langen Pfosten SCV-Goalie Bahlmann überwinden konnte (6.). Kurz darauf hatte die Vicky-Reserve ihre erste Szene: Awuah tauchte vor von Borgstede auf, dieser behielt die Ruhe und entschäfte den Schuss aus spitzem Winkel (10.). Der Assistent hatte jedoch die Fahne gehoben - ein Treffer hätte also nicht gezählt. Nach 20 Zeigerumdrehungen trat Goalgetter Bings nach einem Foul an Dönmez zum Freistoß an und setzte seinen Versuch nur minimal drüber (20.). Nur 120 Sekunden später fiel fast das 2:0 als Dönmez zu Gelübcke passte, dieser aus kurzer Distanz am toll reagierenden Bahlmann scheiterte. Mit der Einwechselung von Christer Zimmermann nach rund einer halben Stunde fand die Hoedoafia-Elf besser ins Spiel. Und die Joker Zimmermann lieferte einen entscheidenden Beitrag dafür, dass der SCV II nicht mit einem Rückstand in die Halbzeit gehen musste: Seinen langen Ball nahm Stürmer Awuah gut mit und überwand den zögerlichen herauseilenden von Borgstede, der den Schuss ins lange Eck nicht parieren konnte (45.). Beinahe im Gegenzug hätte Gelübcke die abermalige Führung erzielt, Bahlmann war jedoch auf dem Posten (45.+1).

Nach dem Seitenwechsel ergab sich ein anderes Spielgeschehen. Die Gäste dominierten die Partie, hatten zunächst aber Glück, dass Lars Tiedemanns Kopfball im Anschluss an eine Dönmez-Ecke knapp übers Tor flog (47.). Nach 57 Minuten schickte Awuah SCV-Kapitän Tramm auf die Reise, der aus halbrechter Position humorlos das 2:1 für die Gäste markierte. Nur wenige Umdrehungen später hätte Awuah aus fünf Metern das 3:1 erzielen müssen, scheiterte jedoch an von Borgstede, der eine Monsterparade auspackte (63.). Wolpers hätte es kurz darauf besser machen können, fand im auf der Linie rettenden Cyglicki aber seinen Meister (65.). Diese Szene schien eine Art Weckruf für die Hausherren zu sein, die nun wieder besser in die Partie kamen und in der 72. Minute um einen Strafstoß betrogen wurden. Schiedsrichter Albrecht, der insbesondere im Zusammenspiel mit seinem Assistenten auf der gegenüberliegenden Tribünenseite eine unglückliche Figur machte, verlegte den Tatort kurzerhand vor die Strafraumgrenze (72.). Bings abgefälschten Versuch parierte Bahlmann mit einiger Mühe. Marake und Cyglicki (80./85.) vergaben weitere Gelegenheiten zum Ausgleich. Dann gab es den unschönen Höhepunkt der Begegnung: Marcel Sommer fiel nach einem Foul von Awuah unglücklich auf die Schulter und musste mit dem Krankenwagen abtransportiert werden (90.). Als alle schon mit eine Pleite rechneten, fand Marake Cyglicki, der den Parkweg mit dem 2:2 in der Schlusssekunde zum Beben brachte.

Fazit: Wir holen in letzter Sekunde einen glücklichen, aber angesichts der ersten Hälfte nicht unverdienten Zähler. Für die Gäste von Coach Hoedoafia ist der Punkt sicher zu wenig, hätte man doch Mitte der zweiten Hälfte deutlicher führen müssen. So spiel der SC Victoria II zum dritten Mal in Folge 2:2. Unseren Akteur Sommer wünschen wir eine schnelle Genesung. Zur Freude aller Parkwegler konnte er nach wenigen Stunden wieder aus dem Hospital entlassen werden.
Für unsere Parkweg-Helden geht es kommenden Sonntag zur U23 des SC Condor. Die Mannen von der Hoheluft erwarten die Elf von GW Eimsbüttel um Spielgestalter Freundenthal.

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