10.01.2018

Zwei Millionen-Euro-Projekt: Kunstrasen für den TSV Wandsetal

Sportanlage Friedrichshöh soll modernisiert werden

Staubiger Grand auf dem Sportplatz an der Friedrichshöh – ein Bild, das bald der Vergangenheit angehören soll. Foto: timelash.de

Mit dem vereinseigenen Sportpark Hinschenfelde verfügt der TSV Wandsetal über ein echtes Schmuckstück, was die Stätte angeht, in der die Mannschaften des Clubs aus dem Bezirk Wandsbek, auflaufen. Selbst mancher Ober- oder Landesligist dürfte neidisch auf den TSV schielen, dessen „Erste“ inzwischen „nur“ noch in der Kreisliga spielt. Nüchtern formuliert, sind die besten Zeiten der Mannschaft (früher Landesliga), die sich inzwischen aber in ihrer Spielklasse gefestigt hat, vorbei. Das gilt auch für die die Sportanlage Friedrichshöh in der Walddörferstraße, die der TSV ebenfalls nutzt. Doch im Laufe der nächsten Jahre soll die dortige Anlage wieder in neuem Glanz erstrahlen.

Das jedenfalls ist der Wunsch des TSV, der für die Friedrichshöh ein Kunstrasenprojekt beantragt hat. Und es sieht gut aus, dass dort, wo in den vergangenen Jahren staubiger Grand die Hauptrolle spielte, schon bald grüne Plastikwiesen dominieren. Das erklärte Michael Köhler, der Fußball-Abteilungsleiter der Wandsetaler am vergangenen Sonntag im Rahmen des Hallenturniers um den Volksbank-Cup. „Die drei Hartplatz-Spielflächen dort sind inzwischen über 50 Jahre alt. Zuletzt war nach Aussage des damaligen Ligaobmanns und späteren Zweiten Vorsitzenden Dieter Roth zur Jahrtausendwende eine Millionen Marl in einem Etat-Ansatz des Senats vorgesehen, um die gesamte Anlage zu sanieren“, so Köhler, der ergänzt: „Das Vorhaben wurde aber nie umgesetzt, sodass dir Sportplätze inzwischen in einem erbärmlichen Zustand sind.“

„Mit der Modernisierung bringen wir die Anlage vom Tabellenende an die Spitze“

Das angeregte Kunstrasen-Projekt „dient vor allem der Förderung der Jugend und der Integrationsarbeit. Er ist zugleich ein wichtiger Baustein für die Zukunft des TSV Wandsetal“, sagt Köhler und präzisiert: „Will man die Kinder und Jugendlichen an den Vereinssport binden, dann muss der Verein ihnen mehr bieten, als einen Trainer und einen Fußball. Vor 30 Jahren gab es noch kaum Alternativen zum Sport im Verein. Dies ist heute anders. An allen Ecken gibt es Angebote, die leichter zu konsumieren sind als die oft harte Arbeit auf einem Ascheplatz. Daher bietet ein Kunstrasenplatz eine gute Möglichkeit, ein attraktives Umfeld zu schaffen. Wir freuen uns, dass dem Verein jetzt die Möglichkeit geboten wird.“

Denn: Der Bezirk Wandsbek plant ein Zwei-Millionen-Euro-Projekt zur umfassenden Modernisierung der Anlage an der Friedrichshöh. Zunächst sollen für 750.000 Euro zwei Grandplätze zu einem Kunstrasenplatz umgebaut werden, danach sind ein weiterer Grandplatz und die Laufbahn an der Reihe. „Der Zustand der Plätze wird derzeit als schlecht bis sehr schlecht eingestuft. Mit den Modernisierungsmaßnahmen bringen wir die Anlage vom Tabellenende an die Spitze“, sagt Cem Berk, der sportpolitische Sprecher der Wandsbeker SPD-Fraktion gegenüber dem „Wochenblatt“. Der Naturrasenplatz im vereinseigenen Sportpark Hinschenfelde bleibt nach einer internen Umfrage übrigens erhalten.

Jan Knötzsch

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