05.12.2017

Ohe: Im Sommer ist für Urbschat Schluss

Ligamanager hört zum Saisonende auf

Achim Urbschat stellt sein Amt als Ligamanager beim FC Voran Ohe nach der Saison zur Verfügung. Foto: novski.com/Bode

Bislang spielt der FC Voran Ohe eine starke Saison und knüpft überraschend an die vortreffliche vergangene Spielzeit an. Alles in bester Ordnung also am Amselstieg, doch zumindest in einer nicht unwichtigen Personalie wird sich bei den Ohern ab dem Sommer etwas ändern: Der Verein wird sich nach einem neuen Ligamanager umschauen müssen, der in Zukunft die Aufgabe übernimmt, an der Seite von Trainer Rainer Seibert die Planung zu forcieren. Der bisherige Amtsinhaber Achim Urbschat wird dem Club im Sommer den Rücken kehren. Dies erklärte er im Gespräch mit der FussiFreunde-Redaktion.

Damit endet eine Ära, die zum Jahreswechsel 2014/2015 begann. Seinerzeit hatte der damalige Oher Manager Oliver Schubert angekündigt, dass er Ohe genauso wie der damalige Trainer Sven Schneppel im Sommer 2015 verlassen werde. Nachfolger Urbschat führte bereits im Winter und Frühjahr 2015 die Gespräche für die nächste Saison und war es auch, der letztlich die Entscheidung mit fällte, dass Rainer Seibert die Nachfolge Schneppels antreten solle. „Ich habe damals nach der Ankündigung von Sven Schneppel gedacht: Jetzt musst du es erst recht machen. Es gab damals genügend Gründe, die Aufgabe als Ligamanager zu übernehmen“, so Urbschat.

Genauso konsequent, wie er damals zu seiner Entscheidung stand, den Posten anzutreten, so deutlich formuliert Urbschat jetzt seinen Abschied. Nach „zwei richtig guten Jahren“, wie der scheidende Ligamanager selbst sagt, sollen nach FussiFreunde-Informationen unter anderem Kommunikationsprobleme mit Fußball-Abteilungsleiter Peter Bahr den Ausschlag gegeben haben, dass Urbschat im Sommer seinen Hut nimmt. Er habe, dass lässt der Mann, der vor sich vor seiner Aufgabe als Ligamanager bereits 15 Jahre lang in der Fußball-Abteilung engagierte (unter anderem als Betreuer der A-Jugend) und dessen Sohn in der Oher „Zweiten“ spielt, durchblicken, zudem in seinem Hauptberuf als Banker eine Menge mehr zu tun, als vorauszusehen war. „Ich habe Peter Bahr schon vor einiger Zeit darum gebeten, dass man mir im Verein jemanden zur Seite stellt, der mir hilft“, so Urbschat. Ein weiteres Kriterium soll die Zukunft eben jener Zweitvertretung gewesen sein, die laut Urbschat „nicht vor die Wand gefahren“ werden dürfe. Zudem habe es bei einer Personalie unterschiedliche Ansichten zwischen Urbschat und Bahr gegeben.

Suche nach einem Nachfolger läuft

Er habe sich, so Urbschat, dann im Oktober zu der Entscheidung durchgerungen, seinen Posten im Sommer zur Verfügung zu stellen. „Ich führe auf Bitten des Vereins noch die Gespräche mit den Spielern des aktuellen Kaders für die kommende Saison, aber man sollte sich im Klaren sein, dass es keinerlei Sinn macht, wenn ich auch noch mit Spielern spreche, die man zur neuen Saison verpflichten will“, erklärt Urbschat, nach dessen Auskunft die Mannschaft seinen Schritt „gefasst aufgenommen hat. Einige waren schon geknickt.“ Auch ihm selbst falle es nicht gerade leicht, sich zu verabschieden: „Es ist ein super sportliches Konstrukt, dass wir haben, aber zuletzt sind einige Sachen passiert, die ich so nicht mehr mittragen wollte.“ Bislang gibt es noch keinen Nachfolger, der Urbschats Amt im Sommer antreten könnte. Nach FussiFreunde-Informationen läuft die Suche allerdings und es soll bereits ein Ligamanager eines anderen Landesligisten kontaktiert worden sein.

Jan Knötzsch      

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