Oberliga

Mandic macht Schluss: „Ein wahnsinnig intensiver Teil meines Lebens ist nun zu Ende“

11. März 2021, 14:18 Uhr

Ein Pokalfinale zum Abschluss: Nun hängt Marin Mandic (Mi.) seine Schuhe an den berühmt-berüchtigten Nagel. Foto: KBS-Picture.de

Für Werder Bremen II absolvierte er einen Drittliga-Einsatz – sage und schreibe 271 Regionalliga-Partien für Altona 93, den FC Oberneuland, FC St. Pauli II und FC Eintracht Norderstedt kommen dazu. Begonnen hatte die Laufbahn von Marin Mandic im Herrenbereich jedoch bei Concordia Hamburg in der Oberliga. Dort kickte er auch für den TuS Germania Schnelsen, Niendorfer TSV und zuletzt für den TSV Sasel.

Harter Zweikampf: Marin Mandic (re.) imd Duell mit dem damaligen Wolfsburg-Torjäger Mario Gomez. Foto: KBS-Picture.de

Er sollte das „i-Tüpfelchen“ für die Defensive sein, das „ideale Mosaiksteinchen“, hegten die Saseler Verantwortlichen bei der Verpflichtung von Marin Mandic im vergangenen Sommer riesengroße Hoffnungen. Kein Wunder, schließlich brachte der Kroate jede Menge höherklassige Erfahrung, Führungsqualitäten und Qualität an sich mit an den Parkweg. Letzten Endes wurden es für Mandic aber nur fünf Spiele im Hamburger Oberhaus für den TSV sowie zwei Begegnungen im LOTTO-Pokal. Dort erreichte er mit den „Zankl-Zockern“ – nachdem die letzten drei Runden der Vorsaison ab dem Viertelfinale nachgeholt wurden – sogar das Finale, wo gegen Mandic‘ Ex-Team aus Norderstedt (1:5) allerdings nichts zu holen war.

Mandic hängt die Stiefel an den Nagel

Insgesamt sechs Jahre seiner Karriere war Mandic (Mi.) für Eintracht Norderstedt aktiv. Foto: KBS-Picture.de

Nun ist das Kapitel schon wieder beendet. Und wie bei so vielem in der heutigen Zeit, spielt Corona auch in diesem Fall eine entscheidende Rolle. Am Mittwoch hatten die Saseler in einer Pressemitteilung bekanntgegeben, dass sich Verein und Spieler „bereits in der Winterpause darauf verständigt“ hätten, „die gemeinsame Zusammenarbeit zu beenden“. Über die Gründe wurde zunächst jedoch nichts bekannt. Bis jetzt. Denn wir haben beim 32-jährigen Innenverteidiger nachgefragt – und Antworten bekommen: „Ich habe bereits mit Beginn des Lockdowns am 01.11.20 die Schuhe an den Nagel gehangen. Das ist der Grund für die Vertragsauflösung“, erzählt uns Mandic.

"Die Priorität hat sich verschoben"

Insgesamt zweimal gewann Mandic (re.) mit der Eintracht den Hamburger Pokal. Foto: KBS-Picture.de

Zudem macht er keinen Hehl daraus, dass er „bereits mit dem Gedanken gespielt hat, im Sommer `21 aufzuhören, da ich mittlerweile zweifacher Papa bin und sich die Priorität verschoben hat. Letztlich habe ich, auch wenn es gewagt war, schon im November damit gerechnet, dass die Saison nicht fortgeführt wird. Deshalb habe ich dann meine Karriere ‚vorzeitig‘ beendet.“ Heißt: Für Mandic ist endgültig Schluss! Eine erfolgreiche Laufbahn – gekrönt mit zwei Pokalsiegen mit Eintracht Norderstedt – hat mit 32 Jahren vorzeitig ihr Ende gefunden.

"Ein wahnsinnig intensiver Teil meines Lebens"

„Aufgrund der Corona-Geschichte fiel mir die Entscheidung irgendwie leichter, weil man sich sowieso nur wie ein ‚halber‘ Fußballer gefühlt hat“, ging die Pandemie und die daraus resultierenden Einschränkungen auch an Mandic nicht spurlos vorbei. Abschließend betont er: „Gesamt betrachtet, ist es aber auf jeden Fall ein wahnsinnig intensiver Teil meines Lebens, der nun zu Ende ist“, plant er nun die Karriere nach der Karriere.

Autor: Dennis Kormanjos

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