03.02.2019

Letzter beim „Mercado-Cup“ – Heyne: „Das ist scheiße und absolut blamabel!“

Altona schießt Norderstedt ab

Norderstedt-Trainer Dirk Heyne war nach der 0:3-Pleite gegen den AFC und dem letzten Platz beim „Mercado-Cup“ mächtig angefressen. Foto: KBS-Picture.de

„Man hat nun einen Kader, wo man meint: Jetzt könnte es losgehen“, doch nicht zuletzt das Abschneiden beim „Mercado-Cup“ vermieste Norderstedt-Coach Dirk Heyne die Laune. Mit seiner Eintracht belegte er beim Vorbereitungsturnier des FC Teutonia 05 – nach einer 0:3-Packung gegen Altona 93 (alle Highlights im LIVE-Ticker zum Nachlesen) – den letzten Platz. Daran konnten auch die Neuen um Nils Brüning, Evans Nyarko und Ronny Marcos, die allesamt in der Startelf standen, nichts ändern. Ein wütender Heyne: „Bis jetzt ist es eine scheiß Vorbereitung!“

Als zwei Zeigerumdrehungen vor Ultimo eine Flanke von der linken Seite im Nirvana landete, platzte selbst dem sonst so ruhigen Philipp Koch – erwischte selbst keinen glücklichen Tag – der Kragen: „Was ist das, ey“, schüttelte er den Kopf und schlug die Hände vors Gesicht. Zu jenem Zeitpunkt war die Partie gegen den letztjährigen Liga-Konkurrenten Altona 93 jedoch schon längst entschieden. Spätestens in der 80. Minute, als EN-Zugang Ronny Marcos bei seinem Debüt auf seiner linken Abwehrseite von Benjamin Safo-Mensah getunnelt wurde und der in der Mitte freistehende Niklas Siebert das 3:0 für den AFC erzielte. Zuvor war Altonas neuer Angreifer Alexander Vojtenko bereits zweimal erfolgreich (12., 70.). Während die Algan-Equipe unheimlich griffig, lauffreudig und auch Spielstärke wirkte, fehlten der Eintracht jene Attribute komplett. „In der ersten Halbzeit kann kann man noch sagen, dass die Angst eine Rolle gespielt hat, dass man nicht richtig in die Zweikämpfe geht, keinen Zug zum Tor hat und vieles im Kombinationsspiel misslingt“, so Heyne, der damit auf die eisigen Platzverhältnisse ansprach. „Aber dass wir in der zweiten Halbzeit, bei vernünftigen Bedingungen, noch zwei Gegentore kriegen, das ist natürlich scheiße! Absolut blamabel!“, fand er überaus deutliche Worte.

„Es ist zum Kotzen - ich bin einfach sauer!“

Man habe "nicht in die Spitze und viel zu langsam gespielt und jedes Mal abgedreht - so baust du jeden Gegner auf. Wir hatten überhaupt kein Tempo im Spiel nach vorne - weder in der ersten noch in der zweiten Halbzeit - und während der gesamte 90 Minuten zwei Pässe in die Tiefe gespielt. Beide in der zweiten Halbzeit. Das war zu wenig!" Bis zur 75. Spielminute hatte der Regionalligist nur eine Torchance zu verzeichnen, als Brüning nach starker Einzelaktion aus 18 Metern an den Fingerspitzen von Tobias Grubba und dem linken Pfosten scheiterte (35.). Ein Warnschuss zur rechten Zeit? „Das haben auch nach dem Heimspiel gegen Altona vor zwei Wochen (2:3; Anm. d. Red.) alle gesagt“, wollte Heyne keine Ausreden gelten lassen. „Dass es auch anders geht, haben wir letzte Woche gegen Heide gezeigt. Auch im Training brummt es, da bin ich vollkommen zufrieden. Aber mir fehlen Aggressivität und Biss.“

Abschließend erklärte er: „Klar kann ich mich mit dem Boden beschäftigen – und natürlich habe auch ich als Trainer Angst, dass da was passiert. Ich fordere aber auch, dass man da anders hingeht. Denn die Platzverhältnisse sind für beide Mannschaften gleich. Es ist zum Kotzen. Ich bin einfach sauer!“

Autor: Dennis Kormanjos

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