22.01.2018

„Ich habe die Tage bis zum Comeback gezählt“

BU-MIttelfeldmann Qendrim Bajraktaraj ist nach langer Leidenszeit wieder zurück in der Oberliga!

Das Warten hat ein Ende: Qendrim Bajraktaraj steht endlich wieder auf dem Feld. Foto: KBS-Picture

DIe Pause dauerte lang an. Sehr lang: Nach 392 Tagen Leidenszeit ist Qendrim Bajraktaraj nach einem Kreuzbandriss im rechten Knie endlich wieder zurück am Ball beim Oberligisten HSV Barmbek-Uhlenhorst. Nun will der defensive Mittelfeldakteur mit seinen Männern von der Dieselstraße in der Rückrunde richtig durchstarten. 

Im Pokal-Achtelfinale der vergangenen Saison gegen den Niendorfer TSV fing damals alles an: „Ich wusste sofort nach dem Foul, dass da etwas nicht stimmt. Die Schmerzen waren riesig. Ich glaube, ich habe fast das gesamte Stadion zusammengeschrien“, beschreibt der 21-Jährige den Moment, in dem es passierte. „Als ich dann am nächsten Tag beim Arzt war und die Diagnose Kreuzbandriss kam, war ich natürlich total geschockt und musste erstmal an die Reha und den langen Leidensweg denken, den man dann ja dann durchleben muss“, sagt Bajraktaraj. Der Weg zurück war für ihn kein leichter: „Es war sehr hart, weil ich die meiste Zeit alleine trainieren musste und nicht bei der Mannschaft sein konnte.“

„Einfach nur glücklich wieder mit meinen Jungs auf dem Platz zu stehen"

Vor Kurzem, im BU-Testspiel gegen die U23 des FC St. Pauli, setzte der junge Mittelfeldmann der Leidenszeit nun endgültig ein Ende. „Ich war einfach nur glücklich, wieder mit meinen Jungs auf dem Platz zu stehen. Ich habe die Tage bist dahin gezählt“ denkt Bajraktaraj zurück, „mit diesem Spiel war mein Leiden offiziell beendet und mir ist ein Stein vom Herzen gefallen.“

Im Pokal-Achtelfinale gegen den Niendorfer TSV musste Bajraktaraj verletzt vom Platz getragen werden. Foto: KBS-Picture

Nun konzentriert sich Bajraktaraj mit seinen Männern von der Dieselstraße voll auf die Rückrunde. Ziele für sich selbst hat sich das Mittelfeldtalent dabei nicht gesetzt: „Ich will erst einmal gucken, wie jetzt die Vorbereitung läuft und gebe mein Bestes, damit ich in der Rückrunde so viel Spielzeit wie möglich bekomme“, erklärt er. Als Tabellenelfter steht BU derzeit im gefestigten Mittelfeld der Oberliga, doch auch Bajraktaraj weiß, dass das für die Qualität der Mannschaft viel zu wenig ist. „Wir haben nicht nur ein sehr gutes Team, sondern verstehen uns auch untereinander alle richtig gut. Wenn man das ganze objektiv sieht, müssten wir mit unserer Mannschaft schon zu den Top Fünf der Oberliga gehören“ gibt Bajraktaraj zu und fügt an: „Der Verein und die Fans verdienen mehr als nur den elften Platz."

„Der Verein und die Fans verdienen mehr als nur den elften Platz"

Bevor Bajraktaraj  aber versucht, mit den Mannen von Trainer Frank Pieper-von Valtier wieder voll durchzustarten, will er selber erstmal wieder topfit werden: „ Ich bin auf jeden Fall noch nicht bei 100 Prozent. Hier und da fehlt manchmal noch ein bisschen“, konstatiert er selbstkritisch, „bis zum Start gegen Rugenbergen bin ich dann aber wieder bereit. Ich glaube, meine Jungs und Ich sind alle heiß, mit neuer Energie in die Rückrunde zu starten.“

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