Bezirksliga West

„Alte Liebe rostet nicht“ – TBS holt Yilmaz von Cordi heim!

15. März 2021, 09:17 Uhr

Abdullah Yilmaz verlässt den ambitionierten Oberligisten Concordia und heuert bei Bezirksligist TBS Pinneberg an. Foto: noveski.com

Man konnte bereits „namhafte Transfers“ unter Dach und Fach bringen, versprachen die Verantwortlichen von TBS Pinneberg im Zuge der Verkündung, dass 15 Spieler aus dem aktuellen Kader dem Team von Neucoach Andelko Ivanko ihre Zusage für die kommende Saison gegeben haben. Gleichzeitig sorgte jene Ankündigung für hohe Erwartungen, denen die Offiziellen des West-Bezirksligisten nun Taten folgen ließen…

Sechs Jahre ist es her, dass Yilmaz (li.) zuletzt für TBS gegen den Ball trat. Foto: TBS Pinneberg/facebook

Getreu dem Motto „Alte Liebe rostet nicht“ kehrt Abdullah „Apo“ Yilmaz nach sechs Jahren mit über 100 Oberliga- und über 30-Regionalliga-Spielen im Rucksack zurück an die Müßentwiete, lassen die Pinneberger die erste Transfer-Bombe platzen. „Nach Stationen beim Wedeler TSV, Altona 93 und zuletzt Concordia Hamburg wird ‚Apo‘ in der kommenden Spielzeit wieder das Trikot von TBS tragen. Mit seiner Erfahrung und seinem Können wird er unser Team qualitativ enorm verstärken“, sind sich die TBS-Funktionäre sicher. Nach Torwart Tim Burgemeister (TSV Buchholz 08) und Danijel Suntic (ETSV Hamburg) ist Yilmaz nun schon der dritte Abgang beim Oberligisten.

"Letzten Endes hat alles optimal gepasst"

„Ich habe unserem Co-Trainer ‚Jenne‘ (Jens Schadewaldt), der die Verhandlungen mit den Spielern führt, Bescheid gegeben, dass ich den Verein verlassen werde“, teilt uns der 31-jährige Innenverteidiger und Führungsspieler mit. „Der Grund ist einfach der Aufwand. Ich habe eine weite Fahrt bis nach Jenfeld, das habe ich ‚Jenne‘ auch so mitgeteilt. Ansonsten hat alles gut gepasst und ich wäre auch weiterhin geblieben.“ Im Endeffekt habe er jedoch sein Herz entscheiden lassen. „Der Kontakt zu TBS Pinneberg ist über Rafat Waseq entstanden. Wir haben uns zusammengesetzt und ausgetauscht. Letzten Endes haben die Ziele, der Aufwand und der Ertrag – auch in Sachen Fahrtweg zum Training – einfach optimal gepasst“, so Yilmaz.

Plant Cordi den Angriff auf die Regionalliga?

Mit seiner Erfahrung soll "Apo" ein wichtiger Baustein im Aufstiegskampf für das Team von Neucoach Ivanko werden. Foto: TBS Pinneberg/facebook

Ein vermutlich weiterer Punkt, der in Yilmaz‘ Überlegungen dazu geführt hat, den Aufwand ein wenig herunter zu schrauben: Unseren Informationen zu Folge beschäftigt man sich am Bekkamp äußerst konkret mit einer Meldung für die Regionalliga. Bis zum 31.03.2021 müssen sämtliche Unterlagen beim Norddeutschen Fußball-Verband eingereicht sein. Und auch wenn aktuell kein Mensch weiß, wie in dieser (abgebrochenen) Spielzeit mit einem Aufstiegs-Szenario verfahren wird, plant Cordi wohl den großen Wurf. Das lässt auch Yilmaz durchblicken, der abschließend nämlich betont: „Natürlich bin ich jetzt noch bei Cordi und werde mit dem Verein versuchen, falls es zu Relegationsspielen kommen sollte, den Aufstieg in die Regionalliga zu schaffen.“

Autor: Dennis Kormanjos

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