05.11.2019

„Die Lösung ist für beide Seiten okay“: Buchholz und Bester trennen sich

Ex-Profi nicht mehr Coach bei „08“ – Meyer und Voss vorerst Interimstrainer

Das Kapitel Buchholz ist für ihn beendet: Marinus Bester ist nicht mehr Coach des Oberligisten aus der Nordheide. Foto: KBS-Picture.de

Seinen Dienst als Trainer beim TSV Buchholz 08 hatte Marinus Bester offiziell am 1. Juli angetreten. Nun ist die Ära des Ex-Profis als Coach auf der Bank des Oberligisten nach rund vier Monaten bereits wieder vorüber: Der Club aus der Nordheide, der am vergangenen Wochenende beim TuS Osdorf eine herbe 5:9-Niederlage kassierte und in der Tabelle auf dem vorletzten Rang steht, und sein bisheriger Coach haben sich mit sofortiger Wirkung in beiderseitigem Einvernehmen getrennt. Dies erklärte uns Bester am Abend telefonisch, nachdem er und Beecken die Entscheidung zuvor beim Training der Mannschaft mitteilten und sich Bester vom Team verabschiedete.

„Das Thema Buchholz hat sich für mich leider erledigt, aber die Lösung ist für beide Seiten okay“, sagte Bester und erklärte: „Ich hatte schon am Sonntag auf der Heimfahrt nach dem Spiel in Osdorf Simon (Beecken, den Manager des TSV Buchholz 08, Anm. d. Red.) kontaktiert und darum gebeten, dass wir zu Wochenbeginn ein Gespräch führen. Das haben wir dann am Montag getan. Simon hat auch noch einmal in die Mannschaft hineingehorcht und am Montagabend haben wir ein weiteres Telefonat geführt. Wir haben dann gemeinsam entschieden, dass wir unsere Zusammenarbeit beenden.“

Beecken zur Nachfolger-Suche: „Es wird keinen Schnellschuss geben“

Manager Simon Beecken muss sich auf die Suche nach einem Nachfolger begeben, will dabei aber keinen Schnellschuss begehen. Foto: Bode

„Letztlich“, so Bester, „muss man einfach sagen, dass eine Ausbeute von zehn Punkten aus den bisherigen Spielen nicht der Anspruch des TSV Buchholz ist und auch nicht der Anspruch, den ich an mich selbst habe. Dann muss man auch so ehrlich sein, sich in die Augen gucken und aussprechen können, dass die Mannschaft vielleicht einen anderen, neuen Impuls und eine neue Ansprache braucht.“ Er sei, so der 50-Järhige, „als Trainer nun einmal derjenige, der für den gesamten sportlichen Bereich die Verantwortung hat. Unter dem Einfluss des Ergebnisses in Osdorf, das es in dieser Form in der Obrliga so bestimmt noch nicht gegeben hat, hat man dann als Trainer auch keine Argumente mehr in der Hand.“

„Der bisherige Saisonverlauf war alles andere als zufriedenstellend. Marinus hat dafür die sportliche Verantwortung übernommen. Ich habe mich bei ihm für sein Engagement bedankt“, erklärt Buchholz-Manager Simon Beecken zur Trennung von dem 50-Jährigen, der im Sommer die Nachfolge von Thorsten Schneider angetreten hatte und mit dem Ziel an den Start gegangen war, mit dem TSV unter die Top Sechs zu kommen. Vorerst werden Rüdiger Meyer, derzeit Trainer der „Zweiten“, und Jan Voß, der Co-Trainer der Oberliga-Mannschaft, das Training leiten. Bei der Suche nach einem dauerhaften Nachfolger wollen sich die Buchholzer Zeit lassen: „Es wird keinen Schnellschuss geben“, so Beecken.

Jan Knötzsch 

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