10.10.2019

Sancak vor Wiedersehen: „Natürlich ist es nach so vielen jahren etwas Besonderes“

Hansa 11-Trainer blickt auf das Duell mit seiner langjährigen "Liebe" voraus

Fast ein Vierteljahrhundert war Erkan Sancak beim HEBC tätig. Nun kommt es zum Wiedersehen. Foto: SC Hansa 11

Beinahe ein Vierteljahrhundert waren der Reinmüller und der HEBC sein sportliches Zuhause. Insgesamt 24 Jahre lang war er für den Verein – in verschiedensten Rollen – aktiv. Vor der vergangenen Saison wagte Erkan Sancak jedoch eine neue Herausforderung, verließ die Eimsbütteler und heuerte – an der Seite von Holger Bichel – beim SC Hansa 11 an. Mit den Mannen von der Feldstraße gelang der Aufstieg in die Landesliga. Ein historischer Erfolg. Da der HEBC zeitgleich aus der Oberliga abstieg, kommt es nun zum direkten Aufeinandertreffen und zum Wiedersehen – und zwar schon am Freitag.

„Natürlich bin ich da noch emotionaler als ohnehin schon“, blickt Erkan Sancak bereits voller Vorfreude auf das Duell mit seiner langjährigen „Liebe“ voraus. „Nach 24 Jahren HEBC ist es schon etwas Besonderes“, macht er keinen Hehl aus der Bedeutung der Partie. Wenngleich die Favoritenrolle klar verteilt ist: „Es denken doch eh alle, dass da für uns nichts geht. Aber wer weiß?!“, hofft Sancak auf eine Überraschung gegen den noch immer ungeschlagenen Tabellenführer. „Wir haben ja schon im Pokal gegeneinander gespielt“, erinnert er sich. „Da haben wir leider unglücklich mit 1:4 verloren – auch wenn sich das Ergebnis deutlich anhört.“ Eines steht jedenfalls fest: „Wir werden alles geben!“

"Ich bin mir sicher, dass wir etwas mitnehmen können"

Nach der 0:8-Klatsche bei HR („Das hat wehgetan und die Jungs auch ein Stück weit kaputt gemacht“) und der generellen „Talfahrt der letzten Wochen“ sieht Sancak sein Team zur rechten Zeit wieder auf dem aufsteigenden Ast. Bei BU II holte Hansa ein 1:1-Unentschieden – und hätte den Platz mit etwas mehr Glück auch als Sieger verlassen können. „Das war ein erster guter Schritt – auch wenn wir in einigen Situationen noch sehr ängstlich waren“, so der Coach, der an der Seitenlinie stets voller Inbrunst dabei ist. „Das stört mich auch ein bisschen, dass ich manchmal zu emotional bin. Ich versuche, dass es von Spiel zu Spiel weniger wird. Aber gegen HEBC wird’s natürlich von der Konstellation her extremer sein“, fiebert er dem Spiel mit vielen alten Freunden und Weggefährten entgegen – und betont: „Ich bin mir sicher, dass wir gegen HEBC oder TuRa etwas mitnehmen können!“, wartet in der darauffolgenden Woche bereits die nächste Herkulesaufgabe auf die Sancak-Schützlinge.

Autor: Dennis Kormanjos

Kommentieren