Teammanagerbericht: TSV Sasel II

Autor: Christian Humpert

28.11.2017

11. Saisontor von Bings reicht nicht: Sasel-Reserve kassiert erste Heimpleite

Bezirksliga Nord | Teammanagerbericht TSV Sasel II

Aufgrund einer völlig verschlafenen ersten Hälfte kassieren die Mannen vom Parkweg nach sieben Siegen und einem Unentschieden die erste Pleite auf heimischem Geläuf. Die Gäste vom FC Alsterbrüder profitieren in der zweiten Hälfte von einem kapitalen Schnitzer der Sasel-Defensive und bleiben zum dritten Mal in Serie ungeschlagen.


Der TSV Sasel II schickte gegenüber dem Remis beim Hoisbütteler SV ein runderneuertes Team vonn Beginn an aufs Feld. Für Warlich (Liga), Unger, Möller (beide Bank), Weise, Cardoso (beide nicht im Kader) und Pick (gesperrt) rückten Cyglicki, Hoppe, Doß, Winter, Lauts und Bings in die Startelf. Gäste-Coach Ulrich Brüning nahm im Vergleich zum 4:2-Erfolg gegen Eintracht Norderstedt II drei Änderungen vor. Für Drude, Schal iund Seeger starteten Wulf, Oliver Alvarez und Zettelmeyer.

Unter der Leitung des soliden Schiedsrichters Rasmus Renner begann die Partie mit fast zehn Minuten Verzögerung. Die Gäste vom Walter-Wächter-Platz erwischten den besseren Start. Nach zehn Minuten nutze Mittelfeldmann Felix Niebuhr um ein Haar einen der zahlreichen Böcke im Spielaufbau der Heimelf, konnte das Leder TSV-Goalie Winkel jedoch nur in die Arme spitzeln. Der TSV blieb in der ersten halben Stunde ohne nennenswerte Szene in der Offensive. Die rund 50 Zuschauer am Parkweg sahen eine Heimelf, die wenig Laufbereitschaft zeigte und mit ungenauen Abspiele und vielen Stockfehler negativ auffiel. Mitte des ersten Durchgangs bot sich Alsterbrüders Oliver Alvarez die Möglichkeit zur Führung. Marcel Marake, heute einer der besten im Dress der Weißen, rettete spektakulär per Monstergrätsche (25.). Es dauerte bis zur 30. Minute, ehe die Woltemath-Équipe den ersten Schuss in Richtung des von Moritz Kühn gehüteten Tores absetzte. Cyglickis Distanzschuss strich knapp am Pfosten vorbei. Wenig später verhinderte Marco Heinrich die Führung für Hausherren. Über die linke Angriffsseite setzte sich Lauts durch, flankte in Richtung des zweiten Pfostens, wo Winter direkt abzog. Heinrich stellte seinen Körper in den Weg und verhinderte damit den Einschlag (33.). Auf der Gegenseite gab es nach einem Zweikampf an der Eckfahne Eckball für den FCA - eine Fehlentscheidung, da die Kugel nicht von Lauts ins Toraus befördert wurde. Und die Entscheidung sollte Folgen haben: Über Umwege gelangte das Leder im Anschluss an die Ecke zu FCA-Kapitän Gunnar Hitscher, der per Hacke Innenverteidiger-Kollege Torben Kraft fand. Kraft tauchte frei vor Winkel auf und bugsierte das Leder aus etwa zehn Metern ins rechte untere Toreck zur nicht unverdienten Gäste-Führung (36). Mit 0:1 aus Sicht des TSV ging es auch in die Pause.

Zum Wiederanpfiff brachte Woltemath Ruschke und Gelübcke für Lauts und Winter. Die Saseler begannen den zweiten Abschnitt mit deutlich mehr Schwung. Nur Sekunden nach dem Anstoß wehrte Kühn einen Schuss des eingewechselten Ruschke ab. Kurz darauf schoss Gelübcke Kühn die Kugel in die Arme (55.). Die Angriffsbemühungen der Parkwegler waren für den FCA nun nicht mehr ganz so einfach zu verteidigen. In der 64. hatte der eingewechselte Arun Torani großes Glück, nach einem Tritt im eigenen Strafraum nur den gelben Karton zu sehen. Nur 60 Sekunden nach der Szene lenkte Kühn - inzwischen Alsterbrüders bester Mann - einen Kopfball von Sommer stark zur Seite ab. Zehn Zeigerumdrehungen nach der Sommer-Chance fiel der Ausgleich: Hoppe spielte einen tollen Diagonalball in den Lauf von Ruschke, der sich gegen seinen Gegenspieler behauptete und für den völlig freistehenden Bings querlegte (75.). In Minute 78 bot sich für den TSV sogar die Chance zur Führung. Der eingewechselte Möller schlenzte einen Freistoß über die Mauer, Kühn parierte erneut stark. Wenige Minuten nach dieser Szene klärte Kühn gegen heranstürmende Saseler, drosch das Leder tief in die Häfte der Heimmannschaft, Niebuhr gelangte irgendwie an die Kugel und blieb vor Winkel eiskalt. Die erneute Führung für den FCA (80.). Vom erneuten Rückstand konnten sich die in Weiß gekleideten Woltemath-Mannen nicht mehr erholen.

Fazit: Aufgrund einer völlig indisponierten ersten Hälfte gewinnt der FCA - ohne groß zu glänzen - nicht unverdient. Die Saseler bleiben damit im dritten Spiel in Folge ohne Sieg und müssen damit das erste Tal der Saison durchlaufen. 37 Zähler nach 18 Partien bedeuten dennoch einen überragenden dritten Platz. Es muss allerdings in der letzten Partie gegen den VfL 93 am kommenden Freitag eine deutliche Leistungssteigerung her, um überhaupt etwas Zählbares vom Borgweg zu entführen. Die Gäste von Trainer Ulrich Brüning klettern durch den Auswärtsdreier auf Rang 10 und erwarten zum Jahresabschluss den Hoisbütteler SV.

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