Teammanagerbericht: SC Eilbek II

Autor: Klaus Pablo Torgau

27.07.2015

Souveräner Einzug in Runde 2 - Vierter Treffer in Folge in der 64. Minute

Holsten-Pokal | Teammanagerbericht SC Eilbek II

Die Vorbereitungen auf das Erstrundenspiel im Pokal hätten unterschiedlicher nicht laufen können: Während der MSV Hamburg II sich mit Achtungserfolgen über die Bezirksligisten FSV Geesthacht (2:0) und MSV I (5:0) Selbstvertrauen holte, absolvierte der SC Eilbek II eine in fast allen Bereich enttäuschende Preseason. Verletzungsbedingt musste Eilbek gleich auf mehrere Hochkaräter verzichten, so wohnten verletzungsbedingt die Krohn-Brüder, Hesse, Keibel und Schwemann nur den Zuschauerrängen bei, mit Lammert (Topscorer der Vorbereitung), Maudoudi, Yakubi und Schultz fehlten weiteren ernsthafte Alternativen.


So stellte sich der SC Eilbek II, erstmals mit Lars Jenckel und Wasim Sarwari (zuletzt Concordia B-Regio), auf einen harten Pokalfight ein. Doch schon nach eineinhalb Minuten führte die neu eingeführte Freistoßvariante „Knick“ sich bestens ins Spiel ein und bescherte dem SCE das 1:0. Heinrichs Freistoß aus halbrechter Position legte Sager mundgerecht auf den Freistoßschützen ab, der aus 25 Metern mit Vollkaracho oben links in den Giebel traf. Die Zweifel der schlechten Testspiele waren mit einem Mal wie weggewischt, bis auf Düwels Halbchance, der gegen Torgau das Nachsehen hatte, war der MSV II in fast sämtlichen Belangen unterlegen. Läuferisch, taktisch und auch im Zweikampf präsentierten sich die Eilbeker für eine Nummer zu groß für die Gäste aus Mümmelsmannsberg, die zwar bis 25 Metern vor dem Ziel durchaus sehenswert kombinierten, aber nicht zum Abschluss kamen.

Sören Sager hätte schon nach fünf Minuten den Sack an der Fichte zumachen müssen, nachfolgend auf einen Eckstoß von Steffen Heinrich, dessen Eltern zu spät kamen, um seinen Führungstreffer zu sehen, stand Eilbeks heutiger Spielführer völlig blank am Fünfer und köpfte über das Ziel. Wenn es in der Testspielphase einen Lichtblick gab, dann war es das durchaus gut anzusehende Konterspiel, und so sollte das 2:0 gegen den MSV II auch fallen. Horn eroberte in der eigenen Hälfte den Ball, über Heinrich und Twardawa kam Zimmer an das Leder und der Rechtsaußen traf per Heber aus nahezu unmöglichem Winkel über den verdutzten Khaled Nasan sehr sehenswert in die Maschen. Nach einer Viertelstunde war der Drops damit schon gelutscht. Eilbek gab sich mit dem Ergebnis nicht zufrieden, abermals nach einem Konter verpasste Ramburger um eine Zehenlänge nach einer Flanke des bärenstark aufspielenden Heinrich das 3:0.

Auffällig war vor allem, dass Eilbek stets die spielerische Lösung suchte und mit weitaus weniger langen Bällen operierte als noch in der Vorsaison, wohl auch bedingt dadurch, dass durch das Fehlen von Betzold und Redenius (pausiert) die körperliche Länge im Angriff fehlte.

Zur Pause erinnerte Trainer Houillon daran, dass eine gute Halbzeit nicht für das Weiterkommen reicht, zu schlechte Erfahrugnen hatte Eilbek in der Vorbereitung mit zwei wechselnden Gesichtern gemacht. So verlor man z.B. trotz 2:1-Pausenführung in Überzahl noch mit 7:2(!) beim Bezirksligisten Paloma II.

Die Bedenken der Halbzeit stellten sich als unbegründet heraus, denn schon zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff besorgte Sören Sager, sichtlich motiviert durch die Binde am Arm, nach einem Freistoß von Steffen Heinrich das 3:0. Eilbek erspielte sich nun gegen einen immer mehr nachlassenden Gegner mehr und mehr Torchancen, Zimmer verpasste zweimal aus halbrechter Position den vierten Treffer, schoss dann nach Vorlage von Twardawa noch an den Pfosten. Der Wille zur Leistungsbereitschaft spiegelte sich deutlich beim 4:0 wider, Feldmeier düpierte mit seinem Pass die gesamte MSV-Verteidigung, Wasim Sarwari lief allein auf das Tor zu, doch Verteidiger Oesselmann wollte ihn mit allen (unerlaubten) Mitteln am Torerfolg hindern, doch statt die Notbremse anzunehmen schüttelte der 19-jährige seinen Verfolger nur wie eine lästige Fliege ab und überwand Nasan per Lupfer.

Gegen Spielende verpasste Eilbek II regelmäßig den Rückwärtsgang einzulegen, stattdessen wollte jeder das fünfte Tor erzielen und so kam der MSV II nach einem schönen Doppelpass durch Kapitän Andree Düwel zum Ehrentreffer. Bereits am Montag erfolgt die Auslosung für die zweite Runde des Holsten-Pokals, die Spiele erfolgen Mitte KW32.

Aufstellung SC Eilbek II:
Klaus Pablo Torgau – Lars Jenckel, Arne Bussat, Sören Sager, Stephan Horn – Stefan Zimmer (79. Heiko Krützmann), David Feldmeier (79. Benjamin Ristau), Hannes Twardawa, Steffen Heinrich – Wasim Sarwari (70. Nikolaus Köwing), Eduard Ramburger

Tore:
1:0 Steffen Heinrich (2., Linksschuss, Sager)
2:0 Stefan Zimmer (14., Rechtsschuss, Twardawa)
3:0 Sören Sager (47., Linksschuss, Heinrich)
4:0 Wasim Sarwari (64., Rechtsschuss, Feldmeier)
4:1 Andree Düwel (88., Rechtsschuss)

Gelbe Karten:
Feldmeier – Brandau

Schiedsrichter: Thorsten Kaisen (Note 2) – Legte stets das richtige Maß an den Tag, überzeugende Leistung.

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