Teammanagerbericht: Croatia Hamburg

17.11.2013

Mr. Doppelpack Apo

Dass die Gäste aus Schnelsen im heutigen Aufeinandertreffen nicht die Spur einer Chance hatten, lag mitunter nicht nur am Doppeltorschützen, Vorlagengeber und wiedergenesenen Abdul Inanli. Vielmehr war es ein ruhiges Abwarten auf “die“ Gelegenheit, und wenn aus dem Spiel nichts klappte, dann eben per Standard. Mit am Ende “nur“ 3:0 Toren bleibt Croatia Hamburg somit daheim weiterhin unbesiegt.

Merkwürdigerweise schien es mit dem Anpfiff der Partie so, als wenn sich Germania Schnelsen II eher dazu entschlossen hatte, defensiv massiert zu stehen und zu verschieben. Dass gelang ihnen auch sehr gut, wenn man von den vier Torschussversuchen Ulas Dogans absieht (13., 30., 33., 38.). Ein ruhender Ball von der Seitenlinie sollte die Situation allerdings ändern. Apo fand Ivan Klaric im 16er und aus gut und gerne 5 Metern besorgte er das verdiente 1:0 (43.).

Pause: Die Gäste wirkten in ihrer Vorwärtsbewegung unverhältnismäßig zögerlich oder ohne letzte Präzision. Der “wir wollen ein Tor schießen“ - Geist fehlte komplett. Vermutlich spiegelt sich ihre Tabellensituation auf dem Platz wider. Croatia hingegen spielte nach Gutdünken nach vorne. Fußballtaktiker wären auf beiden Seiten auf ihre Kosten gekommen.

Alouche kam mit dem Start der zweiten Halbzeit für Neuzugang Carlo Kresevljak ins Spiel, der auch gleich für Aufsehen sorgte: Er bediente nämlich Tonci, der jedoch aus fünf Metern vorbei zielte (53.). Besser machte es in dieser Situation der immer anspielbare Ulas leider auch nicht, als er der Nutznießer eines perfekt getimten Apo-Passes war, doch als Apo einen scharfen Flankenball vom linken Halbfeld Richtung Tor trat, der Ball an Freund und Feind vorbei sich plötzlich im langen Eck wiederfand, war der Jubel entsprechend groß (57.).

In der Folge spielte Croatia die Gäste schwindelig, sie wussten anscheinend nicht, wie ihnen geschah, und Chance an Chance reihte sich wie an eine Perlenkette: Apo (58.), Alouche (60., 62.), Apo (65.) und Ulas´ Nachschuss. Dass es im Anschluss nur 3:0 stand, lag eher an der mangelnden Torausbeute, denn Tonci passte auf Alouche, der gekonnte für Apo durchließ und mittig nach einer Pirouette auf den Endspielstand erhöhte (66.).

Aus der Halsperlenkette der Chancen wurde nunmehr eine Bachperlenkette: Klaric (60.), Hasans Lattenschuss und Alouches Kopfball (71.), Apo (72., 74.), Okan (74.), Hasan (75.), Apo (77.) und sein Winkelschlenzer, der vom Keeper sensationell aus dem Winkel gefischt wurde (80.). Hierbei sollte im direkten Gegenzug tatsächlich eine Großchance für Schnelsen notiert werden, doch auch hier zauberte der Keeper, Mario Josipovic, eine grandiose Parade heraus. Als dann nochmals Alouche zwar zur richtigen Zeit antizipierte und hinterher Okan ebenfalls am Germania-Torwart scheiterte (83. und 84.), sollte die letzte Möglichkeit doch eher den Gästen vorbehalten bleiben, aus der aber nichts mehr entsprang.

Fazit: Ein niemals gefährdeter Heimsieg mit einer mannschaftlich klasse Leistung aus der Apo als Dreh- und Angelpunkt herausragte. Ob es nächste Woche Samstag ab 13:30 Uhr in Poppenbüttel genauso laufen wird? Wir hoffen es zumindest.

P.S. Wir wollen den 18-jährigen Neuzugang und Mittelfeldmann Carlo Kreševljak hiermit nochmals ganz herzlich willkommen heißen. Seine ersten 45 Minuten im Dress Croatia Hamburgs hat er hinter sich gebracht und insgesamt einen positiven ersten Eindruck hinterlassen. Viel Glück und viel Spaß bei uns!


Geschrieben von: Mirko Grgic
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