Teammanagerbericht: Croatia Hamburg

08.09.2014

Flumbi am Bekkamp

Die Ausgangslage und somit die Schwere der Aufgabe war klar: Croatia, Tabellenzehnter trifft am Freitagabend auf den Gastgeber Concordia, dem bis dato ungeschlagenen Tabellenführer der Hansastaffel.

Wie dann auch zu erwarten war, legten die Concorden gleich nach Spielbeginn furios los. Durch energisches Pressing, guter Zweikampfführung und einstudiertem Kombinationsspiel ließen sie den Kroaten kaum Luft zum atmen. Nach wenigen Minuten hatte die Heimmannschaft bereits zwei Chancen auf ihrer Habenseite, jedoch ließ die Zielgenauigkeit im Abschluss zum Glück der Kroaten zu wünschen übrig.

Die wenigen Bemühungen der Napoli-Mannen ersticken spätestens an der gegnerischen Strafraumgrenze. So rollte Angriff auf Angriff auf das von Torhüter Mario Josipovic gehütete Tor und die Defensivspezialisten waren mehr und mehr gefordert.

In der 12 Min. die bis dato beste Möglichkeit zur Führung der Hausherren; eine Hereingabe von rechts köpft ein sträflich ungedeckter Concorde direkt in Marios Arme. Durchatmen!

Cordi hält den Druck weiterhin hoch. Nach jedem erfolgten Ballgewinn wird sofort mit ein, zwei Spielzügen das Spielfeld überbrückt und sodann die schnellen und gefährlichen Offensivkräfte in Szene gesetzt. Manchmal sogar zu schnell für die ansonsten sichere Croatia Defensive. Unserer Mannschaft fehlt es im Spielaufbau und in der Zweikampfführung eindeutig an der Handlungsschnelligkeit.

Nach einem Schlenzer eines Concorden, tänzelt der Ball auf der Oberkante der Latte ins Toraus (25.).

In der 27. Min. dann ein kurioses Tor mit Seltenheitswert: Nach einem ca. 30 Meter vor dem Tor erfolgtem Zweikampf/Pressschlag, landet der Ball im Croatia Strafraum. Eigentlich, so denken alle, eine sichere Sache für Croatia Keeper Josipovic, der unbedrängt den Ball aufnehmen könnte. Denkste! Der pressgeschlagene Ball hat so viel Effet, dass er sich nach Aufprall auf dem Kunstrasen wieder von dem aufnahmebereiten Mario seitlich zurück springt, so dass der heranrauschende Stürmer keine Mühe hat aus kurzer Distanz unbehindert einzulochen. Ein Tor mit Flumbi-Effekt. Sieht aus wie ein Torwartfehler; aber war es auch einer? Die Stimmen zu dieser Spielszene sind unterschiedlich. Auf jeden Fall ein ganz schwieriger Ball für den Keeper.

Nach der Führung drosselt der Gastgeber das Tempo, kontrolliert aber weiterhin das Spielgeschehen. In der 41. Min erhält Cordi einen Freistoß, ca. 22 Meter, halbrechte Position, vor dem Tor. Der scharf über die Mauer gezirkelte Ball wird von Mario reaktionsschnell über die Latte bugsiert. Und Croatia? Ein Distanzschuss von Dejan Markic wird kurz vor dem Pausenpfiff vom Cordi-Keeper entschärft.


Halbzeitfazit: Positiv: Croatia hat nur ein (kurioses) Tor zugelassen; Negativ: Croatia hat gegen starke Concorden in keiner Phase der Begegnung Zugriff auf das Spiel gefunden.



Für Mohammad Zomorodi bringt Trainer Napoli Ahmet Kizilkaya.

Eine Umstellung mit Signalwirkung: Der von Coach Napoli geforderte Einsatzwille kommt jetzt auf Seiten Croatias zum Tragen. Ahmet bringt zudem neuen Schwung in den Spielaufbau und die Angriffsbemühungen. Dejo kann sich erneut mit einem Distanzschuss in Szene setzen, den wiederum der Cordi-Keeper entschärft. Croatia schafft es, dass sich das Spielgeschehen zunehmend in Cordis Hälfte verlagert; der gut leitende Schiedsrichter muss in dieser Phase gegen nun überhart auftretende Concorden zweimal den gelben Karton zücken. Concordia versucht dagegen ihr Heil im Konterspiel; Ansätze hierfür werden aber von der Cro-Abwehr unterbunden und finden somit keinen Abschluss.

Das ändert sich jedoch schlagartig in der 69 Minute. Nach blitzschnellem Doppelpassspiel kommt es zum Durchbruch auf der rechten Flügelseite, Croatias Abwehr ist hinterspielt, ein gescheites Passspiel in den Rückraum des Strafraumes, und der Adressat verwandelt mit einem scharfen platzierten Flachschuss zum vorentscheidenden 2:0 für Concordia.

Croatias Glaube etwas zu holen ist dahin; Concordia jetzt mit “Schaulaufen“ für die zahlreichen Zuschauer.

79. Minute. Nach tollem Kombinationsspiel wird wiederum ein Concorde in den Croatia-Strafraum geschickt, der aus acht Metern Mario überwindet und flach zum 3:0 einschießt.

Croatia versucht mitzuspielen, ist aber nicht mehr in der Lage Zwingendes zu generieren.

Zu guter Letzt das 4:0. Auf der linken Croatia Seite verliert der eingewechselte Ante Beslic seinen Zweikampf und wird überlaufen. Der in den Croatia-Strafraum eindringende Spieler passt scharf zu seinem in Position gelaufenen Mitspieler, der keine Mühe hat aus kurzer Distanz in Vollstrecker-Manier zu vollenden.



Fazit des Spiels:

Verdienter Sieg der Concorden, die eindrucksvoll untermauerten, dass sie ein heißer Kandidat auf den Titel sind.

Croatias Wille, nach der Pause das Spielgeschehen nochmal herum zu reißen, ist hervorzuheben und anzuerkennen, war jedoch an diesem Spieltag nicht ausgeprägt, um sich gegen eine bissige und spielstarke Heimmannschaft durchzusetzen.

Bleibt die Frage: War es nun ein Flumbi-Effet oder nicht?

Geschrieben von: FK für croatia-hh.de
Sonntag, den 07. September 2014 um 20:11 Uhr


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