Teammanagerbericht: Wedeler TSV

12.08.2013

Erste Halbzeit verschlafen

Der erste kleinere Rückschlag der jungen Saison. Beim SV Lurup musste die Liga am gestrigen Sonntag eine 1:2-Auswärtsniederlage hinnehmen.

In Durchgang eins schien es erst, als wenn die Barthel/Zessin-Elf besser in die Partie kommen würde. Hinze verfehlte nach gut zwei Minuten nur knapp. Ab der zehnten Zeigerumdrehung hatten die Hausherren das Spiel dann aber im Griff. Bissiger und engagierte ging Lurup zu Rande und erarbeitete sich somit die ersten Möglichkeiten. Das 1:0 ein langer Abstoß, Semtner verlängerte per Kopf, Steinhöfel weiter auf Schultze, der eiskalt vollstreckte (13.). Beim 2:0 (27.) lief der bärenstarke Badelli (war über 90 Minuten nicht in den Griff zu bekommen) nach "Durchstecker" von Schultze alleine auf Torsteher Firgens zu - 2:0! In dieser Phase hatte Wedel keinen Zugriff mehr. Quasi aus dem Nichts der Konter: Schultze verlor die Kugel, schnelles Umschalten, Hinze auf den eingewechselten Freundt, der scharf zurück, toller Direktabnahme per Außenrist am kurzen Pfosten. Die Hoffnung auf eine weitere Aufholjagd war zurück!

Neue Nahrung bekam diese in Durchgang zwei. Wedel nun wacher und voll im Spiel. Nachdem Steinhöfel auf dem Weg zum Tor von Loether gestoppt wurde, Schiri Born zeigte Gelb, konnte sich der Techniker kaum mehr einkriegen. Ein unglücklicher Zusammenstoß (mit oder ohne Ellbogen war kaum zu sehen) nur eine Minute später zwischen beiden Streithähne führte zu glatt Rot für Steinhöfel. Referee Born wertete das Aufeinandertreffen im Luftkampf als Tätlichkeit des Lurupers.

Wedel lief nun an, 80% Ballbesitz, aber wirklich zwingend wurde es selten. Atamimi über rechts toll freigespielt, sein Querpass fand keinen Abnehmer (63.). Lurup warf sich in jeden Zweikampf und hielt das Ergebnis teilweise sehr clever. Der Höhepunkt in der 90. Minute: eine Kaland-Flanke wollte Freundt erreichen, rutschte ins leere, auch Struve am zweiten Pfosten mit letzter Kraft und dem Touch Richtung Kasten - sicherer Treffer ... könnte man meinen, aber der reingerutschte Freundt klärte auf der Linie mit Hacke und Rücken. "So etwas habe ich auch noch nicht gesehen", wunderte sich Lurups Herbert zu Recht.

Ein Remis wäre auf Grund der zweiten Halbzeit sicher verdient gewesen, aber es sollte nicht sein. Das Glück der letzten beiden Spiele hat sich nunmehr schnell ausgeglichen.


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