Teammanagerbericht: SC Eilbek II

Autor: Klaus Pablo Torgau

26.10.2020

Eilbek souverän - Tillack trifft gegen Ex

Kreisliga 5 | Teammanagerbericht SC Eilbek II

Im vorerst letzten Spiel, der Hamburger Fußball-Verband hat die Saison vorübergehend unterbrochen, empfing Eilbek den Nachbarn von Uhlenhorst-Adler II. Gleich sechs Neue brachte SCE-Coach Torgau in die erste Elf, Angreifer Klanke und Linksverteidiger Hagemann durften diese Saison zum ersten Mal von Beginn an ran. Im gewohnten 4231 sahen die 68 Zuschauer, darunter einige weit angereiste Eilbeker Alt-Stars, überraschenderweise die Haudegen Rubin, Heinrich und Kapitän Feldmeier zunächst nur auf der Bank sitzen.


Eilbek kam gut und druckvoll in die Partie rein und hatte nach fünf Minuten die erste Großchance, Dittrich wurde in halblinker Position im Strafraum freigespielt, Ketterer konnte den frühen Rückstand seiner Mannen mit einer guten Parade verhindern. Kurze Zeit später versuchte es Klanke mit einem listigen Heber aus 18 Metern, der technisch anspruchsvolle Abschluss strich knapp über die Latte. Die Uhlenhorster kamen nun mit einer härteren Gangart besser ins Spiel, drei Distanzschüsse konnten sie in der Folge abgeben, am gefährlichsten war dabei noch Goldbaeks Schlenzer aus 20 Metern, der einen Meter am Pfosten vorbeistrich.

Wie erwartet wurde es für Eilbek ein Geduldsspiel, einen Rempler an Klanke im Strafraum bewertete Haase als nicht elfmeterreif, dies war aufgrund seiner grundsätzlich langen Leine durchaus in Ordnung. Dem SCE gelang es immer mal wieder ins letzte Drittel zu kombinieren, daraus resultierte nach einem Foulspiel eine gute Freistoßgelegenheit aus 18 Metern, Tillacks Versuch auf einen Treffer gegen seinen Ex-Verein verfehlte den Knick aber um zwei Meter. Mit einem torlosen Remis ging es in die Pause, in der Eilbek einige Korrekturen am Offensivspiel vornahm.

Wie schon in der ersten Halbzeit legte Eilbek einen guten Start hin und ging schon drei Minuten nach Wiederanpfiff in Führung. Adrian Klanke behauptete sich an der rechten Außenlinie gegen seinen Gegenspieler, ging mit einer Körpertäuschung an diesem vorbei, seine Flanke versenkte der völlig freistehende Florian Dittrich per Flugkopfball zum 1:0 in die Maschen. Nach dem Führungstreffer war Eilbek nun die klar bessere Mannschaft, die Adler konnte in letzter Verteidigungsreihe die vor allem vom rechten Flügel immer wiederkehrenden Hereingaben von Tohme oder Hansen blocken oder störten zumindest energisch den Abschluss.

Mit einem aus der zweiten Halbzeit schon bekannten Angriffsmuster schaffte es Eilbek in der 67. Minute das 2:0 zu erzielen, Hansen passte ins Mittelfeld, wo der Ball maßgenau durch die Schnittstelle zu Tohme gebracht wurde, Eilbeks Rechtsaußen brachte eine scharfe Hereingabe in den Rückraum, wo der mitgelaufene Lukas Tillack wuchtig ins lange Eck einschießen konnte. Eilbek belohnte sich für den betriebenen Aufwand und wechselte in der Folge doppelt, unter anderem feierte A-Junior Benjamin Rüß sein Liga-Debüt. Der als Linksaußen aufgestellte Rüß legte kurz nach seiner Einwechslung den Ball mit einem feinen Zuspiel für Kassem Tohme auf, freistehend vor Ketterer schob Eilbeks bester Vorbereiter das Leder links am Kasten vorbei. Die Großchance zum 3:0 war vergeben, sämtliche Angriffsbemühungen von UH liefen ins Leere, erst 20 Sekunden vor Ende der angezeigten Nachspielzeit gelang Kopplow aus acht Metern der Anschlusstreffer, für eine Wende im Spiel war es da schon zu spät.

Der SCE fährt verdient den dritten Dreier der Saison ein und steht hinter den Top-Favoriten Hammonia und Condor II mit neun Punkten aus vier Spielen an Tabellenplatz 3 und hat die Meisterrunde fest im Visier.

Aufstellung:
Marcel Sechting – Haakon Hansen, Robin Duah, Janis Grozinger, Frank Hagemann (70. Benjamin Rüß) – Marc-Lennard Vanoucek, Malte Cordes-Gebken (72. David Feldmeier) – Kassem Tohme, Lukas Tillack, Florian Dittrich (62. Steffen Heinrich) – Adrian Klanke

Tore:
1:0 Florian Dittrich (48., Kopfball, Klanke)
2:0 Lukas Tillack (67., Rechtsschuss, Tohme)
2:1 Davin Kopplow (90.+2, Rechtsschuss)

Gelbe Karte:
Hansen, Vanoucek, Tillack – Schultz, Tilgner, Hollstegge

Schiedsrichter:
Finn Hendrik Haase (Note 3,5) – Wartete lange mit der Vergabe des ersten Kartons, Tilgners Nachtreten gegen Hansen wurde nur mit einer gelben Karte geahndet.

Spielnote: 4
Starke Abwehrreihen dominierten in einer intensiv geführten Partie mit wenigen klaren Chancen.

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