Teammanagerbericht: SC Eilbek II

Autor: Klaus Pablo Torgau

09.03.2020

Vierter Sieg in Serie

Kreisliga 5 | Teammanagerbericht SC Eilbek II

Ein besonderer Tag war es für Eilbeks Innenverteidiger Sören Sager, mit seinem 176. Pflichtspieleinsatz kletterte an die Spitze der Rekordspieler und zog gleich mit Trainer Klaus Pablo Torgau. Dieser sah nach dem Sieg bei Polonia keinen Grund für Änderungen und startete mit der gleichen Elf wie in der Vorwoche. Beim Gast durfte erstmals der Sensations-Wintertransfer der Kreisliga 5 mitspielen, Angreifer Lion Jodeit konnte 47 Tore in 74 Spielen in der Landesliga erzielen und ging in der Vorsaison noch für Oberligist Niendorf auf Torejagd.


Die akut abstiegsbedrohten Gäste von der Brucknerstraße waren in den ersten 20 Minuten die bessere Mannschaft, hatten viel Ballbesitz und agierten sehr druckvoll im Spiel nach vorne und so gehörte der Hekmat-Elf auch die erste Torchance nach acht Minuten, als Witt aus spitzem Winkel an Sechting scheiterte. Der erste Hochkaräter der Partie gehörte allerdings Eilbek, mit der ersten gelungen Angriffsaktion setzte Tohme Köpke in Szene, der überlupfte den Verteidiger und nach kurzem Dribbling allein aufs Tor schoss der Dreifach-Torschütze der Vorwoche denkbar knapp rechts vorbei.

Stattdessen gab es den ersten Treffer auf der Gegenseite, nach einem Allerweltszweikampf entschied Schiedsrichter Brandt auf Freistoß für Paloma an der Strafraumgrenze. Kapitän Watermann zog den Strafraum scharf über die Freistoßmauer ins kurze Eck, Keeper Sechting war noch mit den Fingerspitzen am Ball, konnte den Einschlag im Tor aber nicht verhindern. Der schlechten Nachrichten nicht genug musste der SCE nach 24 Minuten verletzungsbedingt wechseln, der erst nach sechsmonatiger Pause gerade ins Training eingestiegene Jonathan Appel musste Genia Rubin ersetzen.

Eilbek fing sich nun und war besser in der Partie und traf mit einem Freistoß von Tohme aus 18 Metern das erste Mal Aluminium. Dies wirkte wie ein Weckruf für den SCE und wenig später konnte der Ausgleich erzielt werden. Helm eroberte das Leder 22 Meter vor dem Tor und bediente Henning, der flach ins linke Eck einschieben konnte. Im Gegenzug hatten die Tauben nach einem Freistoß die Chance zur Führung, Krawieczek verpasste am zweiten Pfosten die erneute Führung nur um eine Fußspitze. Das Spiel ging nun munter hin und her, jetzt war der SCE wieder am Drücker und spielte einen Konter mustergültig aus, an dessen Ende Henning von der Grundlinie auf Feldmeier zurücklegte, der aus elf Metern nur den Pfosten traf. Mit einem leistungsgerechten 1:1 ging es nach flotten 45 Minuten in die Pause.


Nach dem Wiederanpfiff startete der SCE besser und traf nach Tohmes Ecke durch Sagers Kopfstoß nur die Querlatte, der dritte Aluminium-Treffer an diesem Tag für Eilbek. Viel diskutiert wurde bei der anschließenden Szene auf der Gegenseite, Appels Gegenspieler schaufelte die Kugel im Laufduell klar mit der Hand an Appel vorbei und legte quer auf Jodeit, der die erneute Führung für Paloma erzielen konnte. SCE-Coach Torgau reagierte prompt und brachte mit Tillack für Helm einen frischen Mittelfeldspieler. Nur fünf Minuten nach dem Wechsel nutzte Tohme ein schlampiges Abspiel im Aufbau der Gäste und zog per Dribbling am Gegenspieler vorbei, Jonas Köpke konnte aus 11 Metern zentraler Position ohne Mühen einnetzen.

Nur wenige Minuten nach dem Ausgleichstreffer hatte Eilbek die große Chance zur Führung, nach intelligenter Verlagerung brachte Köpke das Leder vom rechten Flügel ins Zentrum, wo Henning aus sechs Metern am leeren Tor vorbeischoss. Eilbeks Torjäger macht diese Chance eigentlich mit verbundenen Augen rein, so blieb es vorerst beim 2:2. Auch nach Zuspiel von Tillack war Henning wieder in Szene, seinen Abschluss aus linker Halbposition wehrte Diedrich per Fußparade zur Ecke, bei der er einen Kopfball von Sager aus der rechten unteren Ecke herausfischte. Zehn Minuten vor dem Ende belohnte sich Eilbek für den Sturmlauf und erzielte die Führung. Initial dafür war Hennings Doppelpass mit Köpke an der Strafraumgrenze, Henning bediente im Strafraum Kapitän Feldmeier, der oben links in den Giebel zum 3:2 traf.

Entschieden war die Partie damit aber noch nicht, denn Lion Jodeit war für Paloma weiterhin brandgefährlich und brachte zwei Schüsse ans Außennetz zustande, bei denen er von Verteidiger Appel hart bedrängt wurde. Zudem musste Raphael Chuleck eine Flanke vom rechten Flügel in höchster Not am zweiten Pfosten vor dem einschussbereiten Gegenspieler zur Ecke klären.

Die Entscheidung gab es in der Schlussminute als Henning nach einer kurz gespielten Ecke erst seinen Gegenspieler tunnelte und dann im Strafraum von Vital Santana gelegt wurde. David Feldmeier schritt zum Punkt und traf per Elfmeter zum 4:2 zu seinem vierten Saisontreffer.

Ein mühevoller Sieg für Eilbek gegen einen starken Gegner aus Uhlenhorst. Der SCE bleibt mit dem vierten Dreier in Serie auf Platz 6 der Tabelle stehen und hat aufgrund der Puntkverluste der Konkurrenz wieder die Plätze 4 und 5 in Sichtweite.


Aufstellung:
Marcel Sechting – Raphael Chuleck, Genia Rubin (24. Jonathan Appel), Sören Sager, Steffen Heinrich – Dennis Dahms, David Feldmeier ©, Sebastian Helm (57. Lukas Tillack) – Kassem Tohme (75. Haakon Hansen), Jonas Köpke, Marc Henning

Tore:
0:1 Philipp Watermann (19., dir. Freistoß, Rechtsschuss)
1:1 Marc Henning (41. Rechtsschuss, Helm)
1:2 Lion Jodeit (52., Rechtsschuss)
2:2 Jonas Köpke (63., Rechtsschuss, Tohme)
3:2 David Feldmeier (79., Rechtsschuss, Henning)
4:2 David Feldmeier (90.+1, Foulelfmeter, Rechtsschuss, Henning)

Gelbe Karten:
Feldmeier, Tillack, Appel – von der Lahr, Condron

Schiedsrichter:
Patrick Brandt (Note 3,5) – Musste einige knifflige Situationen lösen und hatte dabei nicht immer eine klare Linie.

Spielnote: 2
Hohes Tempo, viele Chancen und ein über 90 Minuten kurzweiliger Kick.

Kommentieren