Teammanagerbericht: SC Eilbek II

Autor: Klaus Pablo Torgau

11.11.2019

Eilbek entscheidet Partie vor der Pause

Kreisliga 5 | Teammanagerbericht SC Eilbek II

Einen Rucksack gefüllt mit drei Niederlagen in Serie schleppte der SC Eilbek II mit an den Osterbeker Barmwisch, Wiedergutmachung war mit einem vollen 18er-Kader angesagt. Im 4231 starteten Helm, Dittrich, Lammert und Mazohl für Hagemann (angeschlagen), Feldmeier (5. gelbe Karte), Klanke und Chuleck (beide Bank). Etliche Spieler des SCE klagten nach einer knackigen Tabata-Einheit am Donnerstag über Muskelkater im Oberschenkel, in den ersten 45 Minuten war davon aber wenig zu sehen.


Früh nahm Eilbek das Zepter in die Hand und belohnte sich früh mit der Führung. Mazohl schnappte sich auf der linken Seite 30 Meter vor dem Tor die Kugel nach einem schlechten Osterbeker Klärungsversuch, dribbelte diagonal in den Strafraum an der halben Heimmannschaft vorbei und schob den Ball mit der linken Pike aus 11 Metern an Keeper Bendixen vorbei. Nur zwei Minuten später jubelte Eilbek schon wieder, denn Rechtsverteidiger Bruchhäuser wurde von Cordes-Gebken in Szene gesetzt, scheiterte am gut aufgelegten Bendixen, doch Köpke drosch den Abpraller unter die Querstange zum 0:2.

Die frühe Doppelführung hatte jedoch nur vier Minuten Bestand, denn Sager holte Thielke an der Strafraumkante von den Beinen, Oliver de Cuveland katapultierte den Strafstoß wuchtig in die Maschen. In der Folge dominierte der SCE die Partie, verpasste es aber aufgrund von mangelnder Genauigkeit oder glänzenden Paraden von Bendixen den Sack frühzeitig zuzumachen. So köpfte Sager nach einer Freistoß-Flanke von Heinrich knapp neben das Gehäuse und auch Dittrich war aus fünf Metern nach Lammert-Freistoß zu überrascht. Osterbeks Keeper, mit Abstand bester Akteur der Hausherren, parierte per Fuß gegen Mazohl aus acht Metern und lenkte Lammerts Direktabnahme nach feinem Sager-Zuspiel sensationell über die Latte.

Erst nach etwa einer halben Stunde Spielzeit erzielte Eilbek den dritten Treffer des Tages. Der umtriebige Malte Cordes-Gebken wurde am rechten Strafraumeck zu Fall gebracht, Linksverteidiger Heinrich schlenzte den fälligen Freistoß oben links in den Giebel. Nur neun Minuten später klappte dann alles beim SCE, vor allem bei Spielmacher Lammert. Cordes-Gebken setzte Dittrich auf der rechten Seite in Szene, dessen scharfe Hereingabe legte sich Artur Lammert per Absatzkick selbst vor und traf aus der Drehung heraus mit einem harten und platzierten Schuss ins Kreuzeck zum 1:4. Deutlich einfacher hatte es Lammert nur eine Minute später beim 1:5, Dittrich nahm den agilen Bruchhäuser auf rechts mit, dessen präzise Hereingabe musste Lammert nur noch aus sechs Metern ins leere Tor schieben.

Das Spiel sollte somit schon zur Pause entschieden sein, nach dem Seitenwechsel standen alle Vorzeichen auf einem noch deutlicheren Erfolg, denn Pascal Koch sah binnen fünf Minuten zwei gelbe Karten, wurde des Feldes verwiesen und senste bei der zweiten Karte noch Mazohl nach einem sehenswerten Dribbling im Strafraum um. Marius Bruchhäuser wollte seine Elfmeterbilanz auf 6/7 stellen, doch Bendixen parierte den Penalty. Der verschossene Strafstoß und die Doppelwechsel mit Chuleck und Meskini für Bruchhäuser und Dittrich brachten einen kleinen Bruch ins Spiel der Gäste, denn nun agierte man deutlich weniger druckvoll nach vorne und wollte in Überzahl das Spiel nur noch herunterspielen.

Das misslang deutlich, denn Gawady vollendete einen Konter per Solo zum 2:5. Laute Proteste gab es derweil vom SCE, denn Artur Lammert wurde zuvor im gegnerischen Strafraum beim Torabschluss von hinten an die Schulter gepackt, hier hätte der ansonsten gute Schiedsrichter Schnitger erneut auf den Punkt zeigen müssen. Statt 1:6 hieß es also nur noch 2:5, in einer fahrigen letzten halben Stunde hatte Eilbek nur noch eine Kopfballchance durch Köpke nach Flanke von Chuleck, doch wieder war Bendixen zur Stelle. Stattdessen betrieb Osterbek fünf Minuten vor dem Ende Ergebniskosmetik, nach einem Freistoß soll Helm Gegenspieler Ousseni Harouna zu Fall gebracht haben, dieser gab nach dem Spiel zu, dass kein Kontakt vorlag. Das Geschenk nutzte de Cuveland mit seinem zweiten Treffer vom Punkt zum 3:5-Endstand.

Mit 27 Punkten überholt Eilbek Harksheide und steht nach dem ersten Spieltag der Rückrunde auf Platz 6. Am kommenden Sonntag kommt es zum Duell mit dem Tabellendritten vom VfL 93 an der Fichtestraße.


Aufstellung:
Marcel Sechting – Marius Bruchhäuser (57. Raphael Chuleck), Sören Sager, Sebastian Helm, Steffen Heinrich – Dennis Dahms (72. Tobias Marschler), Malte Cordes-Gebken – Florian Dittrich (57. Chahid Meskini), Artur Lammert, Fabian Mazohl – Jonas Köpke

Tore:
0:1 Fabian Mazohl (7., Linksschuss, ohne Vorarbeit)
0:2 Jonas Köpke (9., Rechtsschuss, Bruchhäuser)
1:2 Oliver de Cuveland (13., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Sager an Thielke)
1:3 Steffen Heinrich (30., direkter Freistoß, Linksschuss, Cordes-Gebken)
1:4 Artur Lammert (39., Rechtsschuss, Dittrich)
1:5 Artur Lammert (40., Rechtsschuss, Bruchhäuser)
2:5 Sulaiman Gawady (68., Rechtsschuss)
3:5 Oliver de Cuveland (84., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Helm an Ousseni Harouna)

Bes. Vorkommnis:
Bendixen hält Foulelfmeter von Bruchhäuser (56., Koch an Mazohl).

Gelbe Karten:
Gawady – Dahms, Bruchhäuser, Dittrich, Sager, Helm

Gelb-Rote Karte:
Pascal Koch (55., wiederholtes Foulspiel)

Schiedsrichter:
Mike Schnitger (Note 3) – Mit kleinlicher, aber klarer Linie. Sechs gelbe und eine gelb-rote Karte sind für das faire Spiel zu viel, übersah das klare Foul an Lammert und hätte Strafstoß für Eilbek geben müssen.

Spielnote: 2,5
Auf einem gut bespielbaren Grandplatz zeigte der SCE vor allem vor der Pause seine Offensivpower und brachte sich mit zahlreichen Toren und weiteren Chancen auf die Siegerstraße.

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