Teammanagerbericht: SC Eilbek II

Autor: Klaus Pablo Torgau

04.11.2019

Fehlentscheidung bringt WSV auf die Siegerstraße

Kreisliga 5 | Teammanagerbericht SC Eilbek II

Zum Abschluss der Hinrunde reiste Eilbek ins Volksdorfer Allhorn-Stadion, in dem der Walddörfer SV seine Heimspiele austrägt. Mit einigen Personalsorgen im Gepäck machte sich der Tross gen Norden, allein auf der Innenverteidiger-Position fehlten mit Appel, Rubin, Helm, Dahms, Marschler und Schürmann gleich sechs Alternativen, so dass der etatmäßige Linksverteidiger Frank Hagemann erstmals in der seiner langen Karriere im Abwehrzentrum verteidigte. Ebenfalls nicht mit an Bord war der beste Torjäger der aktuellen Saison, Florian Dittrich, der am Freitag in der ersten Mannschaft des SCE beim FSV Geesthacht zum Einsatz kam.


Die Elf von Trainer Akin erwischte den etwas besseren Start in die Partie und kam dem Führungstreffer in der Anfangsviertelstunde zweimal nahe. Nach einer Ecke von der linken Seite köpfte Mats Beckmann am langen Pfosten aus fünf Metern nur an das Außennetz, gleiches machte Maxime Wolbers nach einem Schnittstellenpass aus zehn Metern halbrechter Position. Doch auch Eilbek ließ sich offensiv nicht bitten und hatte zwei gute Einschussmöglichkeiten, Dahms kam freistehend nach einem Standard von rechts aus fünf Metern zum Abschluss, schoss aber drüber, ebenso wie Malte Cordes-Gebken, der eine Heinrich-Ablage aus elf Metern über das Tor schoss.

Wie erwartet versuchten die Walddörfer mit vielen Steilpässen die schnellen Angreifer Kaminski und Castro Caicedo in Szene zu setzen, Sager und Hagemann hatten aber guten Zugriff, zudem konnte Sechting einen Ball in die Tiefe weit außerhalb des Strafraums vor Kaminski abgrätschen. Beide Defensivreihen ließen nach etwa 25 Minuten in den letzten Metern gar nichts mehr anbrennen, so war Walddörfers Keeper Lasse von Germar nur bei Distanzschüssen von Dahms und Klanke per Freistoß gefordert und auf dem Posten. Auch Marcel Sechting konnte sich auszeichnen, Castro Caicedos Abschluss nach feiner Einzelleistung aus 23 Metern lenkte Eilbeks Schlussmann mit den Fingerspitzen zum Eckstoß. Der erste Abschnitt, der insgesamt ausgeglichen verlief, blieb somit torlos.

Aus den Katakomben kam der Eilbek in der Anfangsviertelstunde deutlich besser, Steffen Heinrich hatte fünf Minuten nach Wiederanpfiff die erste gute Gelegenheit nach einem Zuspiel von Feldmeier, doch aus 18 Metern war von Germar auf dem Posten. In der Eilbeker Druckphase traf Feldmeier die Querlatte, der Abpraller fiel von Germar direkt in die Hände. Auch Feldmeiers Versuch nach einer Ecke aus sieben Metern war nicht von Erfolg gekrönt. Die Walddörfer hatten derweil nur eine Kopfballchance durch Beckmann nach einer Ecke, doch bedrängt von Sager brachte dieser keinen Druck hinter den Ball und köpfte über das Tor.

Die Schlüsselszene des Spiels ereignete sich dann nach rund einer Stunde Spielzeit, nach einem Steilpass kamen Hagemann und Kaminski im Eilbeker Strafraum in den Zweikampf, Hagemann spitzelte den Ball klar zur Ecke, beim Schulter-Schulter-Laufduell kam der deutlich schmächtigere Kaminski zu Fall, zum Entsetzen aller entschied Schiedsrichter Rother auf Strafstoß, obwohl ihm sein erster Assistent per Funkverbindung ein klares „Ist nichts“ mitteilte. Auf keinem Planeten dieses Universums ist das ein Elfmeter. Finn Jacobi war das aber egal, vom Punkt traf der Mittelfeldspieler zur Führung, Sechting berührte den Ball zwar, kam aber nicht mehr entscheidend hinter die Kugel.

Aus dem Nichts in Halbzeit zwei also die Führung für die Hausherren, Eilbek musste mit zunehmender Spieldauer weiter öffnen und kam durch Bruchhäuser per Kopf zur Ausgleichschance, doch von Germar parierte auf der Linie. Einen der Konter in der Schlussphase schloss der junge Angreifer Johann Kaminski aus 22 Metern mit einem platzierten Rechtsschuss ins untere, linke Eck zum 2:0 ab. Für den SCE wollte der Ball nicht mehr über die Linie, auch in der Schlussminute brannte es im WSV-Strafraum nach einer Ecke lichterloh, aber mit vereinten Kräften bekamen die Walddörfer die Kugel nach wildem Gestocher aus der Gefahrenzone.

Die fatale Fehlentscheidung zum Elfmeter brachte den WSV in einem engen Spiel auf die Siegerstraße, Eilbek lässt mit der dritten Niederlage in Folge den Kontakt nach oben etwas abreißen.


Aufstellung:
Marcel Sechting – Marius Bruchhäuser, Sören Sager, Frank Hagemann, Raphael Chuleck (72. Chahid Meskini) – Dennis Dahms, David Feldmeier, Malte Cordes-Gebken – Steffen Heinrich, Jonas Köpke, Adrian Klanke (61. Yassin Ahadi)

Tore:
1:0 Finn Jacobi (56., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Hagemann an Kaminski)
2:0 Johann Kaminski (82., Rechtsschuss)

Gelbe Karten:
Vierle, Beckmann - Feldmeier

Schiedsrichter:
Niclaas Alexander Rother (Note 5) – Vor der Pause mit einer guten Partie, aberwitzig die Entscheidung zum Strafstoß, verlor danach auf beiden Seiten den Faden. Überhart die Verwarnung für Vierle.

Spielnote: 2,5
Gutklassige und ausgeglichene Partie, die durch einen krassen Aussetzer des Referees entschieden wurde.

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