Teammanagerbericht: SC Eilbek II

Autor: Klaus Pablo Torgau

16.09.2019

Eilbek lässt zwei Punkte in der Nachspielzeit liegen

Kreisliga 5 | Teammanagerbericht SC Eilbek II

Das vierte Heimspiel der Saison brachte dem SC Eilbek II einen bereits aus der Vorbereitung bekannten Gegner. TuRa Harksheide II nahm den Weg aus Norderstedt an die Fichtestraße auf sich und wollte den Sieg aus dem Vorbereitungsspiel bestätigen. Gegen das gefährliche Umschaltspiel der Gäste entschieden sich die SCE-Verantwortlichen für eine Fünferkette, in der Rubin den zentralen Part spielte.


Die Anfangsviertelstunde brachte viel Tempo mit leichten optischen Vorteilen für die Gäste im Mittelfeld mit sich, doch die Abwehrreihen hatten das Geschehen klar im Griff und so gab es bis auf einen Distanzschuss von Heinrich und einen Distanzschuss von TuRa keine Einschussmöglichkeiten. Das erste große Highlight gehörte dem SCE, Prominski schob einen Pass durch die Gasse auf Florian Dittrich, der blieb im Duell mit TuRas Schlussmann Spiller aber nur zweiter Sieger.

Die Harksheider wussten mit ihrem schnellen Kombinationsspiel im Zentrum zu gefallen, eine zündende Idee um hinter die letzte Eilbeker Kette zu kommen, gab es aber nicht. Halbchancen gab es stattdessen nur auf der Gegenseite, Bruchhäuser wurde nach einer Kopfballablage von Dittrich geblockt, ebenso kam noch ein Fuß von Dittrichs Abschluss nach Lammert-Flanke. Hochprozentiges gab es weiterhin nur hinter und neben der Eilbeker Bank, Lammerts Abschluss nach Dribbling von halb links schrammte zwar knapp am Tor vorbei, kann aber nicht als solche eingestuft werden. Den ersten Abschluss aus dem Strafraum hatte Harksheide nach etwas einer halben Stunde, doch der Angreifer bekam keinen Druck hinter den Abschluss aus halblinker Position, so dass Sechting nicht wirklich gefordert war.

Nach einer halben Stunde musste Eilbek bereits zweimal verletzungsbedingt ohne Gegnereinfluss wechseln, Prigann ersetzte Helm und Köpke feierte sein Debüt für Prominski in der Sturmspitze. Als bereits alle gedanklich schon in der Kabine waren, setzte sich Dahms am linken Strafraumeck per Dribbling durch und bediente den am langen Pfosten lauernden Bruchhäuser, der in der zweiten Minute der Nachspielzeit aus vier Metern die Führung besorgte. Einen Wiederanstoß gab es nicht, der umsichtige Spielleiter Biyikli beordete die Teams direkt in die Kabinen.

Waren die Ballbesitzanteile vor der Pause noch etwas mehr bei TuRa, so gelang es dem SCE nach der Pause und einem Wechsel der Grundformation auf 4231 deutlich besseren Zugriff zu bekommen und die Bälle früher zu erobern. Dies machte sich auch gleich in der Chancenqualität bemerkbar, Lammert schaffte es nicht die Kugel aus Hüfthöhe vom Fünfmeterraum nach Flanke von Feldmeier kurz nach dem Seitenwechsel über die Linie zu drücken. Aufregung gab es in der 50. Spielminute, denn der Eilbeker Anhang forderte vehement einen Strafstoß nach einem Handspiel, nach Heinrichs Flanke flog die Kugel an den angelegten Arm eines TuRa-Verteidigers, der locker herunter hängende Arm flog nach hinten weg, Biyikli gab der neuen Handspielregel nach zufolge zu Recht keinen Strafstoß für Eilbek.

Gefährlich wurde es im Harksheider Strafraum nach rund einer Stunde Spielzeit, Dahms und Lammert konnten aus zentraler Position noch geblockt werden, Feldmeier schoss den dritten Versuch binnen Sekunden von der Strafraumgrenze über die Latte. TuRa hatte bis auf einen Kopfball nach einem Freistoß aus Halbposition, der das lange Eck recht klar verfehlte, keine Abschlüsse, Prigann grätschte einen Konter im Strafraum ab, ansonsten war Eilbeks Sechszehner eine No-Go-Area. Eilbek verpasste es bei diversen Umschaltsituationen einen klaren finalen Pass zu spielen und flankte zu oft aus aussichtsreicher Position hinter das Tor.

So gab es unnötigerweise eine aufregende Schlussphase an der Fichte. Drei Minuten Nachschlag sollte es geben, nach 92:40 Minuten gab es nach vermeintlichem Foulspiel von Prigann Freistoß für Harksheide, Kapitän Eggelmeyer brachte das Leder von der rechten Außenlinie an den zweiten Pfosten, wo Rubin gegen vier Gegenspieler stand und der eingewechselte Jonas Wolter zum Ausgleich einschädelte. Doch damit war die Partie noch nicht vorbei, denn direkt nach dem Anstoß spielte Eilbek einen langen Ball in die Spitze, den TuRa-Keeper Spiller abfing und per langem Schlag den Gegenzug einläuten wollte. Schiedsrichter Biyikli pfiff die Partie ab, doch sein Assistent hatte zuvor bereits die Fahne gehoben, denn Spiller war mit dem Ball in der Hand aus dem Strafraum gelaufen. So nahm Biyikli nach Rücksprache mit seinem Assistenten den Abpfiff zurück, zeigte Spiller die gelbe Karte und gab Eilbek einen Freistoß an der Strafraumgrenze. Artur Lammert versuchte es in der mittlerweile 90.+7 mit einem Schuss in die Torwartecke, Spiller ließ den Ball prallen, dann konnte ein Harksheider den Ball aus dem Gefahrenbereich schlagen und der tatsächliche Schlusspfiff ertönte.

Eilbek behält Tabellenplatz 2, lässt hier aber eindeutig zwei Punkte liegen gegen einen spielstarken Gegner, der seinen einzigen gefährlichen Abschluss in der Nachspielzeit im Tor unterbringt.


Aufstellung:
Marcel Sechting – Marius Bruchhäuser, Sebastian Helm (24. Sven Prigann), Genia Rubin, Sören Sager, Steffen Heinrich – Dennis Dahms, David Feldmeier © – Florian Dittrich (86. Adrian Gehrke), Maximilian Prominski (31. Jonas Köpke), Artur Lammert

Tore:
1:0 Marius Bruchhäuser (45.+2, Rechtsschuss, Dahms)
1:1 Jonas Wolter (90.+4, Kopfball, Eggelmeyer)

Gelbe Karte:
Spiller

Schiedsrichter:
Hasan Biyikli (Note 2) – Unaufgeregt in der Spielführung, entschied in der einzigen kniffligen Szene korrekterweise nicht auf Strafstoß für Eilbek.

Spielnote: 3
Intensive Partie mit guten Ballstafetten, aber wenig Torraumszenen.

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