Teammanagerbericht: SC Eilbek II

Autor: Klaus Pablo Torgau

13.05.2019

Duvenstedt kürt sich zum Meister - Spannendes Topspiel an der Fichtestraße

Kreisliga 5 | Teammanagerbericht SC Eilbek II

Showdown in der Kreisliga 5, drei Spieltage vor Saisonende empfing der Tabellenzweite aus Eilbek den Spitzenreiter aus Duvenstedt, der einen Punkt zur vorzeitigen Meisterschaft und dem damit verbundenen Aufstieg benötigte. Bei herrlichem Frühlingswetter konnten beide Seiten nahezu alles an Top-Besetzung auf dem grünen Parkett aufbieten und das war auf dem Spielfeld in einem absolut hochklassigen Spiel auch zu sehen, die zahlreichen Zuschauer kamen voll auf ihre Kosten. Der SCE begann ungewohnt in einer 5212-Grundordnung und wollte so besseren Zugriff auf Duvenstedts übliche 343-Formation bekommen. Zur Vorwoche gab es bei Eilbek aber nur eine personelle Änderung, Rubin startete erstmals in 2019 und ersetzte Marius Bruchhäuser.


Eilbek begann furios und hätte in der ersten Viertelstunde nach fünf Großchancen schon die Partie für sich entscheiden können. Den ersten Hochkaräter hatte David Feldmeier nach gerade einmal 70 Sekunden, eine Hereingabe von Tohme vom rechten Flügel schoss der Mittelfeldspieler vom Elfmeterpunkt knapp über das Tor. Der SCE drückte und präsentierte sich vor allem auf der rechten Seite bärenstark, nach einer Kombination über Feldmeier und Walter schoss Lammert aus 10 Metern halbrechter Position rechts am Tor vorbei.

Torchancen gab es weiter nur auf einer Seite, nach einem kapitalen Ballverlust von Breese wählte Vittorio Walter die technisch anspruchsvolle Art des Hebers von der Strafraumgrenze, doch Keeper Julian Sprengel war auf dem Posten. Walter hätte in dieser Szene durchaus noch ein paar Meter Richtung Tor gehen können, denn der nächste Gegenspieler war weit entfernt. Die wohl größte Gelegenheit hatte Marc Henning in der 12. Minute, wieder einmal setzte sich Tohme auf dem rechten Flügel durch und seine Flanke schoss Henning aus sieben Metern zentraler Position unbedrängt rechts vorbei. Eilbeks Chancenwucher nahm groteske Züge an, denn auch Tohmes Freistoß traf das Tor nicht, sondern lediglich das Außennetz.

Kurioserweise erzielte der SCE in Minute 19 dann doch die Führung und das aus einer Nicht-Chance. Appel schlug einen Freistoß von der Mittellinie in den Strafraum, dort kam Keeper Sprengel aus seinem Tor, der Ball flutschte ihm aber aus den Fingern, Dennis Dahms reagierte gedankenschnell und köpfte das Leder zum 1:0 über die Linie. Doch die hart erspielte Führung hielt nur eine Minute, denn Anton Kleins Hereingabe von der linken Seite verwertete Torjäger Niklas Joshua Rochow trocken per Direktabnahme zum 1:1. Mit dem Ausgleichstreffer kippte die Partie, auf einmal war der Tabellenführer präsent und hatte seinerseits die Chancen zur Führung. Nach einem Ballverlust von Sager scheiterte Fabian Rochow am herausgeeilten Sechting, kurze Zeit später konnte Sechting einen Strich von Niklas Rochow über die Latte lenken und war auch bei einem Distanzschuss von Booker auf dem Posten.

In einer rassigen Partie ging es so mit 1:1 in die Kabine, Eilbek hatte die ersten 20 Minuten dominiert, Duvenstedt die darauf folgenden 20, ehe man sich kurz vor der Pause auf Augenhöhe wiederfand. Mit dem Seitenwechsel ersetzte auf Seiten der Gäste Jansen den Verteidiger Kutschke, der SCE kam unverändert wieder auf den Platz.

Nach dem Seitenwechsel war die Partie weiterhin temporeich und beide Mannschaften suchten ihr Heil weiterhin in der Offensive, doch die Defensivreihen waren sehr gut geordnet, so dass Szenen in beiden Strafräumen rar gesät waren. Mit Holtz für den angeschlagenen Hemesath nahm Duvenstedt zwischenzeitlich den zweiten Wechsel vor, viel mehr passierte bis 20 Minuten vor dem Ende aber nicht.

Erst in Minute 72 gab es wieder ein Highlight und was für eins! Nach einer kniffligen Entscheidung an der Strafraumgrenze gab es Freistoß für die Gäste, Mittelfeldspieler Patrick Booker schoss das Leder aus 18 Metern Vollspann über die Mauer an die Unterkante der Latte, von dort passierte der Ball die Torlinie. Riesenjubel entbrannte auf der DSV-Bank, der Aufstieg war für die in rot gekleideten Gäste auf einmal zum Greifen nah. Der an der Seitenlinie auf seine Einwechslung wartende Andreas Jerchel kam direkt nach dem Treffer für Rubin ins Spiel, Eilbek ging nun voll ins Risiko und brachte mit Dittrich und Ahadi für Feldmeier und Heinrich in der Folge zwei weitere Offensivkräfte und spielte nunmehr in einer 316-Grundordnung.

Eine Minute nach Einwechslung von Ahadi wurde Eilbek für seinen Mut belohnt und erzielte den Ausgleich. Walter überspielte mit einem schönen Diagonalball die Abwehrkette, Lammert legte quer und der eingewechselte Jerchel grätschte das Leder aus vier Metern ins Tor.

Für den SCE war der Punkt noch immer zu wenig, der dritte Treffer gegen nunmehr nur noch verteidigende Gäste lag in der Luft. Nach einer Flanke von Ahadi scheiterte Jerchel an Keeper Sprengel (87.), der seinem Team damit einen Punkt rettete und damit für den Aufstieg sorgen sollte. In den letzten fünf Minuten inklusive der Nachspielzeit kam es bei drei Eilbeker Ecken zu einem Kuriosum. Beim Stand von 2:2 zog Trainer Torgau seinen Torwart Sechting mit in den Strafraum, Eilbek war mit 10 Mann in der Box vertreten, einzig Kassem Tohme brachte die Eckstöße in die gefährliche Zone und befand sich außerhalb. An der Mittellinie stand der eingewechselte Hendrik Holtz mutterseelenallein und wartete auf einen Konter, den in einer Situation Ahadi noch in der gegnerischen Hälfte abwehren konnte. Für den Koeffizienten der Tabellenzweiten spielten Remis und Niederlage die gleiche Rolle für den SCE, daher durfte Sechting Strafraumluft in der anderen Spielhälfte schnuppern.

Nach 92 Minuten pfiff das hervorragende Gespann um Schiedsrichter Zibull (Heidgrabener SV) ab, die Gäste bejubelten ihren Aufstieg mit Musik und diversen Bierduschen, auf Eilbeker Seite herrschte Ernüchterung, da ein Dreier durchaus im Bereich des Möglichen lag.

Glückwunsch an den Duvenstedter SV zur verdienten Meisterschaft, auch wenn eine Meisterschaft einen Spieltag später auf dem heimischen Platz natürlich viel schöner gewesen wäre. Für den SC Eilbek II geht es in den verbleibenden Partien darum die Vize-Meisterschaft zu sichern und einen guten Rang im Koeffizientenvergleich zu ergattern.


Aufstellung:
Marcel Sechting – Kassem Tohme, Sören Sager, Jonathan Appel, Genia Rubin (72. Andreas Jerchel), Steffen Heinrich (82. Yassin Ahadi) – Dennis Dahms, David Feldmeier (77. Florian Dittrich) – Artur Lammert – Vittorio Walter, Marc Henning

Tore:
1:0 Dennis Dahms (19., Kopfball, Appel)
1:1 Niklas Joshua Rochow (20., Linksschuss, A. Klein)
1:2 Patrick Booker (72., direkter Freistoß, Rechtsschuss)
2:2 Andreas Jerchel (83., Rechtsschuss, Lammert)

Gelbe Karten:
Dahms, Walter, Sager – C. Klein

Schiedsrichter:
Michael Zibull (Note 1) – Exzellente Spielleitung, mit angenehm langer Leine. Klar bei persönlichen Strafen.

Spielnote: 1
Ein Fußball-Spektakel, rasant von Minute 1 bis tief in die Nachspielzeit.

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