Teammanagerbericht: TSV Sasel II

Autor: Christian Humpert

20.08.2018

Heimpremiere verpatzt: Sasel II wie eine Schülermannschaft

Bezirksliga Nord | Teammanagerbericht TSV Sasel II

Völlig überraschend geraten die Parkwegler beim Heimdebüt in der noch jungen Spielzeit gegen Grün-Weiß Eimsbüttel mit 1:4 unter die Räder. Nach guten ersten zehn Minuten der Hausherren kippte das Spiel zugunsten der Griep-Elf, die ihre Konter gegen den indisponierten Saseler Defensivverbund gut auspielten und am Ende einen deutlichen Sieg einfuhren.


Die Parkwegler mussten ohne den urlaubenden Jendrik Voß auskommen. Dieser wurde von Christian Humpert vertreten. Der wiederum stand zuletzt am 4. Spieltag der Saison 2016/2017 und dem 2:1-Heimerfolg über den FC Alsterbrüder am Seitenrand. Im Vergleich zum 1:0-Auswärtserfolg beim SC Sperber gab es gleich fünf Wechsel in der Anfangsformation: Für Krohn, Sommer, Marake, Cyglicki und Doß durften Erichsen, Gelübcke, Schütt, Friedrich und Ahlen beginnen. GWEs Trainerduo Griep/Levzow nahm gegenüber dem 2. Spieltag und dem 3:3 bei der Reserve vom USC Paloma sechs Änderungen vor: Für Finke, Sindermann, Heinrichs, Niemeyer, Schaper und Rüting begannen Witt, Klima, Roschkowski, Buhk, Stroeming und Heermann.

Unter der Leitung des sehr guten Schiedsrichters Tobias Fuchs entwickelte sich auf dem in der Breite verkleinerten Spielfeld zunächst eine einseitige Partie. Die Gastgeber bestimmten das Spielgeschehen und agierten in den ersten Minuten mit viel Zug zum Tor. Nach einem Zusammenspiel zwischen Cardoso und Oppermann gelangte die Kugel zum völlig freistehenden Gohari, der das Kunststück vollbrachte den Ball aus sechs Metern über die Kiste zu setzen (7.). Kurz darauf hämmerte der fleißige Pablo Cardoso einen Freistoß aus rund 22 Metern an die Querstange (12.). Wer nun dachte, das Spiel nehme einen einseitigen Verlauf, irrte sich. Fortan blieb zwar das Spielgerät zumeist in den Reihen der Parkwegler, diese leisteten sich allerdings immer wieder einige herbe Abspielfehler und luden so die Gäste ein ums andere Mal zu Kontern ein. Während GWE nach etwa einer Viertelstunde ein Treffer wegen einer Abseitsstellung zurecht aberkannt wurde, schlug Stroeming kurze Zeit später dann zu (18.). Müßig zu erwähnen, dass dem Stroeming-Tor ein verlorener Zweikampf im Mittelfeld vorausgegangen war. Gerade das Zusammenspiel zwischen Abwehrverbund und der Doppelsechs passte bei den in Weiß gekleideten Parkweglern an diesem Tag überhaupt nicht. Zu allem Überfluss verletzte sich dann auch der gerade wieder genesene Vinzenz Gelübcke (22.). Bis zur Pause ergab sich immer wieder das folgende Bild: Sasel bleibt im letzten Drittel der Gäste hängen, diese schlagen den Ball in Richtung TSV-Tor, ein weiterer - oftmals behäbig vorgetragener - Angriffsversuch beginnt und endet mit gleichem Ergebnis.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs kam Kratzmann für Gohari. Am Spielverlauf änderte sich allerdings nichts, auch wenn Lukas Lauts nach knapp 54 Minuten eine Gelegenheit zum Ausgleich verstreichen ließ. Nur wenige Umdrehungen später nutzte der gerade eingewechselte Dibbern die erste ihm sich bietende Chance zum 2:0 (60.). Die Defensive der Parkwegler spielte nicht zum letzten Mal an diesem wirklich verkorksten Tag auf Abseits und verzockte sich damit. Trotz einiger sich bietender Chancen zum Anschlusstreffer (Lauts, Kratzmann) war es erneut Dibbern, der eine Viertelstunde vor Ultimo auf 0:3 erhöhte. Ausgangspunkt des dritten Treffers war ein verlorener Pressschlag. Als Capitano Marcus Pick in Minute 78 zum 1:3 traf, roch es so ein wenig nach Comeback, zumal sich in den Folgeminuten weitere Gelegenheiten ergaben. Die Hoffnungen zerschlugen sich mit dem zweiten Treffer Stroemings allerdings endgültig (85.).

Fazit: Wir kassieren die höchste Heimpleite seit dem 29. Spieltag der Saison 2016/2017 (damals ein 0:4 gegen den TSC Wellingsbüttel). Bitter, aber verdient. Man muss konstatieren, dass einige Akteure an diesem Tag gegen einen Gegner, der sicherlich nicht zu spielstärksten Mannschaften der Liga gehört, deutlich ihre (Leistungs-)Grenzen aufgezeigt bekamen. In Kombination mit dann vielleicht sogar fehlender gedanklicher Frische, springt so ein herbes Ergebnis auch schon einmal heraus.

Die Saison ist noch jung, wir richten die Köpfe wieder nach oben und werden die Gründe für die Niederlage genauestens analysieren, um im Derby gegen den SC Poppenbüttel in der kommenden Woche wieder eine andere Leistung darzubieten. Trotz der ersten Pleite dieser Spielzeit rangieren wir noch auf Platz 5, weisen allerdings schon fünf Zähler Rückstand auf Spitzenreiter Eimsbüttel auf. GWE verlässt durch den Erfolg die Abstiegsränge und hat aus drei Spielen nun vier Punkte auf dem Konto. Am kommenden Freitag gastiert die Elf von Griep und Levzow beim SC Sperber.

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