Teammanagerbericht: SC Eilbek II

Autor: Klaus Pablo Torgau

06.08.2018

Eilbek II zerlegt Croatia

Kreisliga 5 | Teammanagerbericht SC Eilbek II

Vereinsrekord einstellen war das Ziel des SC Eilbek II in der Beethovenstraße, denn mit dem siebten Pflichtspielsieg in Folge wollte man seinen fünf Jahre alten Rekord egalisieren. Nach dem Pokalerfolg unter der Woche änderte Trainer Torgau seine Elf auf gleich fünf Positionen, Sechting, Twardawa, Schuster, Galliani und Walter kamen für Schultz, Latz, Gehrke, Hensch (alle Bank) und Prigann (verletzt) in die Partie, ein klares Zeichen der Qualität der Kadertiefe beim SCE.


Mit einem Aufreger ging die Partie beim Bezirksliga-Absteiger Croatia los, denn nach gerade einmal 100 Sekunden lief Henning nach Schuster-Zuspiel allein auf das Tor zu und wurde kurz dem Strafraum von Antoine Schneider von hinten von den Beinen geholt! Der ansonsten umsichtige Schiedsrichter Djalo beließ es unverständlicherweise bei einer Ermahnung, Linksverteidiger Schneider hatte viel Glück, dass er die kommenden 88 Minuten nach dieser Notbremse noch auf dem Feld erleben durfte. Den fälligen Freistoß kullerte Kassem Tohme aus 17 Metern ins Torwarteck, Keeper Kevin Perusko erstarrte völlig und sah nur noch Eilbeker Jubel vor sich, 0:1 nach nicht einmal drei Minuten.

Die Gäste hatten sich einiges vorgenommen und legten los wie die Feuerwehr, nur eine Zeigerumdrehung später verpasste Vittorio Walter das 0:2, welches dann Marc Henning in Minute neun besorgte. Wieder einmal fing Schuster einen Ball im Mittelfeld ab und erspähte eine Lücke in der Abwehrreihe, aus halblinker Position hatte Henning dann nur noch wenig Mühe, um Saisontor drei zu erzielen. Das Spiel nach vorne war bei Croatia nicht unansehnlich, Bismellah Aryobi knallte das Leder nach einer Viertelstunde aus 23 Metern an die Latte. Doch viele Fehler im Aufbau luden den SCE immer wieder zu Torchancen ein, Vittorio Walter war vor dem Strafraum nur durch ein Foulspiel zu stoppen, aus 18 Metern hob Artur Lammert den Freistoß über die Mauer genau in den Giebel, Peruskos Flugeinlage war ebenso sehenswert wie erfolglos.

Croatia-Trainer Pero Lukic war bedient und wechselte früh aus, brachte mit Dejan Markic für Mark Lukic einen neuen Akteur, doch 30 Sekunden nach dessen Hereinnahme klingelte es schon wieder. Einen hohen Ball in den Strafraum legte Artur Lammert unbedrängt für Walter ab, der aus acht Metern mit links ins lange Eck schob. Nach 24 Minuten führte Eilbek mit 4:0 und für die Bank gab es nur wenig Anlass zur Sorge. Doch die Kroaten gaben sich nicht auf, Lasse Rehmeyer scheiterte in aussichtsreicher Position an Marcel Sechting, dann machte Eilbek seinen fünften Treffer des Tages, aber leider ins falsche Netz. Einen Freistoß aus dem Halbfeld verlängerte Kapitän Sager mit dem Hinterkopf in den eigenen Winkel zum 1:4.

Hoffnung keimte bei den rot-weißen aber nur kurz auf, denn Eilbeks neues magisches Dreieck sorgte schnell für das 1:5, Walter auf Lammert, Lammert auf Henning, Tor. In 885 Minuten sammelte das Offensiv-Trio zusammen bereits 17 Treffer und 13 Torvorlagen. Hochzufrieden ging Eilbek in die Katakomben und wollte nach der Pause nachlegen. Der nächste Treffer aber war Croatia vorbehalten, Sager schoss sich bei einem Klärungsversuch den Ball an die eigene Hand, Djalo entschied auf Strafstoß. Der just zur Pause eingewechselte Mohammad Reza Zomorodi Monem schoss wuchtig ins rechte Eck ein, Keeper Sechting bekam zwar noch die Fingerspitzen an den Ball, konnte aber nicht mehr abwehren. Eilbeks junger Keeper war in der Folge zweimal zur Stelle und verhinderte den dritten Treffer der Kroaten, die in der Folge auf Marko Anusic verzichten mussten. Der Innenverteidiger war bei einer Abwehraktion ohne gegnerische Einwirkung mit der Schulter in die Abflussrinne gefallen und musste mit Verdacht auf Schlüsselbeinbruch später abtransportiert werden. Gute Besserung!

Eilbek war gegen stark aufgerückte Kroaten immer wieder gefährlich im Konterspiel und machte mit dem sechsten Treffer den Deckel drauf. Henning spielte den in der eigenen Hälfte gestarteten Lammert frei, dieser umkurvte Perusko, fiel hin, stoppte den Ball artistisch im Fallen mit der Brust und lupfte aus spitzem Winkel zum 2:6 ein. Der heute als Rechtsverteidiger aufgebotene Tohme hatte wenig später nach einem 30 Meter-Solo Treffer Nummer sieben auf dem Schlappen, doch Perusko lenkte das Leder stark um den Pfosten.

Im Spiel nach vorne war der SCE kaum aufzuhalten, Lammert legte den Ball links raus zu Vittorio Walter, dessen Hereingabe drückte Marc Henning aus fünf Metern über die Linie. Saisontor Nummer 5 und aktuell Platz 1 in der Torjägerliste! Fast hätte Henning sogar seinen vierten Treffer des Tages erzielt, doch diesmal fehlte ein halber Meter zum Torjubel. Den Schlusspunkt der Partie setzte Lasse Rehmeyer, der einen langen Ball erlief und vor Sager und Sechting am Ball war, das 3:7 zehn Minuten vor dem Ende war aber nur noch Kosmetik.

Dass man trotz eines Sieges mit vier Toren Vorsprung einen Tabellenplatz verliert ist der einzige Makel des Wochenendes. Am kommenden Sonntag feiert Eilbek II zuhause gegen Poppenbüttel II die Premiere auf dem Kunstrasen an der Fichtestraße.

Aufstellung:
Marcel Sechting – Kassem Tohme, Hannes Twardawa, Sören Sager, Steffen Heinrich – Marvin Schuster (70. Jan Hesse), Dennis Dahms – Gaetano Galliani (55. Marius Hensch), Artur Lammert, Vittorio Walter (78. Adrian Gehrke) – Marc Henning

Tore:
0:1 Kassem Tohme (3., dir. Freistoß, Rechtsschuss, Henning)
0:2 Marc Henning (9., Rechtsschuss, Schuster)
0:3 Artur Lammert (19., dir. Freistoß, Rechtsschuss, Walter)
0:4 Vittorio Walter (24., Linksschuss, Lammert)
1:4 Sören Sager (35., Eigentor, Kopfball)
1:5 Marc Henning (42., Rechtsschuss, Walter)
2:5 Mohammad Reza Zomorodi Monem (52., Handelfmeter, Handspiel von Sager)
2:6 Artur Lammert (63., Rechtsschuss, Henning)
2:7 Marc Henning (75., Rechtsschuss, Walter)
3:7 Lasse Rehmeyer (81., Rechtsschuss)

Gelbe Karten:
Keine

Schiedsrichter:
Bubacar Djalo (Note 3,5) – Ruhiger Vertreter in einer fairen und einseitigen Partie. Korrekt der Strafstoß für Croatia, hätte Schneider nach Notbremse an Henning (2.) des Feldes verweisen müssen.

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