Teammanagerbericht: SC Eilbek II

Autor: Klaus Pablo Torgau

14.05.2018

Wieder fünf Tore - Eilbek springt über den Strich

Kreisliga 5 | Teammanagerbericht SC Eilbek II

Zwei Spieltage vor dem Saisonende konnte der SC Eilbek II den Abstand auf das rettende Ufer auf zwei Punkte verkürzen. Im Heimspiel gegen den bereits abgestiegenen TSV Eppendorf/GB herrschten fantastische Rahmenbedingungen, der SCE konnte in seinem letzten Heimspiel auf Grand der Vereinsgeschichte auf bestem Untergrund auflaufen, dazu herrschte bei 25 Grad Kaiserwetter und Angreifer Marvin Schuster war in seinen neuen Kaiser-Schuhen ebenfalls voll motiviert. Nach dem Sieg gegen den Walddörfer SV musste Trainer Klaus Pablo Torgau auf zwei Positionen umstellen, David Feldmeier rückte für Steffen Heinrich in die Startelf, Fabian Krause vertrat den verletzten Daniele Tehrani.


Nach zwei kleinen Wacklern in der Defensive stabilisierte sich Eilbek früh im Spiel und so entwickelte sich eine Partie, in der Eilbek viel Tempo und Geduld aufbringen musste gegen einen Gegner, der seinen Abwehrriegel komplett in der eigenen Hälfte aufbaute. Gegen den massiven Abwehrverbund kam der SCE dennoch zu Torchancen, zunächst nach einer Standardsituation. Lammerts Ecke konnte Genia Rubin aus fünf Metern zentraler Position nicht mehr entscheidend drücken, sein Kopfball ging über die Querlatte. Weitere Schusschancen für Lammert in zweifacher Ausführung und Schuster brachten ebenfalls keinen Ertrag. Mit gutem Positionsspiel und offensivfreudigen Außenverteidigern stellte der SCE die Gäste immer wieder vor neue Herausforderungen, die 70% Ballbesitz führten aber auch nach einer halben Stunde noch immer nicht zum Tor.

Mit zunehmender Spielzeit verlagerte der SCE das Geschehen immer weiter in die gegnerische Hälfte, so dass Eilbeks Zentrum in Person von Bruchhäuser und Dehka das Spiel kontrollierte und dominierte. Einzig der finale Pass fehlte Eilbek noch zum Glück, doch das hohe Tempo und die Geduld wurde kurz vor der Pause belohnt. Nach einem guten Angriff über die rechte Seite legte Lammert die Kugel mit dem Rücken zum Tor ab und Pedram Dehka schoss von der Strafraumgrenze flach unten links ein. Die hochverdiente Führung brachte der SCE in die Kabine, wo man sich einig war, dass noch ein weiterer Treffer zwingend notwendig ist.

Der zweite Abschnitt sollte furios starten, denn binnen 186 Sekunden lag die Kugel gleich drei Mal im Netz. Nach einem mehr als fragwürdigen Freistoß für die Gäste waren Bruchhäuser und ein EGB-Spieler zeitgleich beim Kopfball, das Spielgerät tropfte wie ein Stein auf die Erde und Mika Siebler war im Nachsetzen der gierigste und hämmerte das Leder aus zwei Metern unter die Latte. Schockmoment für den SC Eilbek, der mit einem Remis die Abstiegsränge nicht verlassen würde. Doch wie schon gegen Hellbrook oder Wandsetal ließ sich der SCE durch den Rückschlag nicht aus der Ruhe bringen und legte nach. Lammert legte nur 40 Sekunden später den Ball am Strafraumrand auf Krause ab, der ging zwei Schritte ins Zentrum und legte den Ball zum 2:1 ins lange Eck. Der „falsche Robben“ hatte in identischer Manier wie gegen Wandsetal schon zugeschlagen!

Und es kam noch besser für Eilbek, nicht einmal eine Minute nach Wiederanstoß hob Krause die Kugel über die Abwehrreihe auf Bruchhäuser, der per Vollspannstoß das 3:1 markierte. Nach 49:06 Minuten war der SCE wieder voll am Leben! Es spielte weiter nur der SCE nach vorne, den schönsten Spielzug der Saison über vier diagonale One-Touch-Pässen via Prigann, Lammert, Schuster und Krause landete im Strafraum beim mitgestarteten Linksverteidiger Feldmeier, der aber etwas zu lange brauchte, um seine Füße zu sortieren, so dass die Chance auf das Tor des Jahres dahin war.

Selbst nach dem 3:1 war der SCE weiter gierig und wollte nachlegen, und war stellenweise zu gierig. Der freigespielte Marvin Schuster hob den Ball aus halblinker Position mit ganz viel Gefühl über Keeper Hagemann, Zentimeter vor der Torlinie bugsierte Marius Bruchhäuser das Leder über die Linie zum 4:1, doch Bruchhäuser stand wohl im Abseits. Mehr als ärgerlich, da der Ball auch ohne weiteres Zutun die Linie überquert hätte. Mit dieser Szene gab es einen Bruch im Spiel des SCE, der bis dato 60 Minuten lang klar die bessere Mannschaft war.

So erzielte Viktor Neufeld nach etwas mehr als einer Stunde aus stark abseitsverdächtiger Position das 3:2 und nur drei Minuten später besorgte Mika Siebler nach einem kapitalen Rubin-Bock per Seitfallzieher den 3:3-Ausgleich. Der Absteiger präsentierte sich hier sportlich fair und wollte den SCE mit in die Kreisklasse schießen. Zehn Minuten lang verlor der SCE hier völlig den Faden und hatte Glück, dass Marcel Sechting mit den Fingerspitzen noch einen Kopfball um den Pfosten lenken konnte.

Mit Dahms und Hensch für Bruchhäuser und Kägeler brachte Torgau neue Impulse ins Spiel und wieder einmal sollten Eilbeks Joker stechen. Doch zunächst hatte Prigann aus zentraler Position nach Foul an Dehka eine gute Freistoßchance, der Schlenzer ging nur knapp am rechten Torpfosten vorbei. Dann war die Stunde von Artur Lammert gekommen, der nach 79 Minuten zwei Gegenspieler auf der linken Seite vernaschte und mit einer messerscharfen Hereingabe am zweiten Pfosten den eingewechselten Marius Hensch fand, der aus fünf Metern nur noch ins leere Tor schießen musste. Für Lammert war es in den letzten sechs Spielen die achte Torvorlage, Eilbeks Spielmacher läuft rechtzeitig zum Saisonfinale heiß.

In den letzten zehn Minuten gab es für die aufopferungsvoll kämpfenden Gäste keine Torchance mehr, stattdessen machte Eilbek mit viel Verve spielend den Deckel drauf. Krause setzte auf der linken Seite Lammert in Szene und der beendete die Karriere seines Gegenspielers mit einem Tunnler und einem wuchtigen Schuss in die Maschen! 5:3 in der 88. Minute, zwei Mal zeigte der SCE herausragende Comeback-Qualitäten und gewinnt so verdient gegen den TSV Eppendorf/GB. Vor dem finalen Schlussakt steht der SCE auf einem Nicht-Abstiegsplatz mit einem Punkt Vorsprung auf den FC Winterhude. Ein Dreier in der Sternschanze würde für den SCE den sicheren Klassenerhalt bedeuten.


Aufstellung:
Marcel Sechting – Sven Prigann, Genia Rubin, Sören Sager, David Feldmeier – Marius Bruchhäuser (65. Dennis Dahms), Pedram Dehka (86. Jan Hesse) – Nils Kägeler (68. Marius Hensch), Artur Lammert, Fabian Krause – Marvin Schuster

Tore:
1:0 Pedram Dehka (40., Rechtsschuss, Lammert)
1:1 Mika Siebler (47., Rechtsschuss)
2:1 Fabian Krause (49., Rechtsschuss, Lammert)
3:1 Marius Bruchhäuser (50., Rechtsschuss, Krause)
3:2 Viktor Neufeld (62., Rechtsschuss)
3:3 Mika Siebler (65., Rechtsschuss, ohne Vorarbeit)
4:3 Marius Hensch (79., Rechtsschuss, Lammert)
5:3 Artur Lammert (88., Rechtsschuss, Krause)

Gelbe Karten:
Schuster - Neufeld


Schiedsrichter: Hamid Azdo (Note 3,5) – In einer fairen Partie nicht oft gefordert. Machte mit seinen Assistenten nicht immer einen eingespielten Eindruck.

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Aufstellungen

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SV Groß Borstel

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