Erste Saisonniederlage für Eilbek II
12. Spieltag: Hamburger FC – SC Eilbek II 2:0 (2:0) Nach zwei Wochen an der Spitze ist der SC Eilbek II entthront worden. Auch im dritten Aufeinandertreffen mit dem Hamburger FC sicherte man sich keine Punkte und verlor verdient mit 0:2. Der Ausfall der beiden Topvorbereiter und Kreativspieler Keibel (Lehrgang) und Lammert (Rotsperre), die beide bereits sechs Vorbereitungen auf dem Konto haben, konnte nur unzureichend kompensiert werden. Erstmals in dieser Saison begann Stefan Zimmer auf der Rechtsverteidigerposition, Marco Heppner rutschte für Lammert in die Partie, Redenius, Rubin und Horn waren ebenso neu in der Startformation für Yildirim, Krützmann und Keibel. Die erste Großchance der Partie hatte der SC Eilbek II, Youngster Marco Heppner setzte sich auf dem rechten Flügel durch und brachte eine scharfe Flanke vor das Tor, die Benjamin Kerlin aus fünf Metern über die Linie hätte drücken müssen. Doch der Offensivspieler wollte sich den Ball noch auf den rechten Fuß legen, ein HFC-Abwehrbein kam in nächster Not dazwischen und konnte klären. Der Hamburger FC, der seit diesem Jahr seine Spiele auf der Wolfgang-Meyer-Sportanlage austrägt, hatte seines Zeichen auf der Gegenseite eine Doppelchance. Zunächst parierte Torgau einen von Horn abgefälschten Schuss von dos Santos Teixeira de Sousa stark und war beim Nachkopfball von Yildiz ebenso zur Stelle. Die in den letzten Wochen so starke SCE II-Abwehr wirkte heute keinesfalls sattelfest, überhaupt wirkten viele Akteure in grün und weiß fahrig und unkonzentriert. So war es wenig verwunderlich, dass der Hamburger FC in Führung ging. Der Fussifreunde „Kicker des Monats“ Sören Sager schoss bei einem Versuch eines Befreiungsschlags kurz vor der Mittellinie einen Gegenspieler an, Willy Wright zog mitsamt Ball auf und davon und erzielte die 1:0-Führung (17.). Schon im Hinspiel der Vorsaison war der wendige und trickreiche Angreifer des HFC erfolgreich. Keine zwei Minuten später war Wright zum zweiten Mal erfolgreich: Nach einem Eckball von Yildiz erzielte der kleinste Mann auf dem Platz ein Kopfballtor. Zum ersten Mal seit langer Zeit bedeckte der SCE II dabei beide Pfosten und verzichtete auf den freien Mann am ersten Pfosten, eine Rechnung, die voll in Hose ging. Zudem kam Eilbek-Keeper Torgau zu zögerlich aus seinem Tor. Zwei individuelle Fehler brachten den SC Eilbek II mit 0:2 in Rückstand, doch kurz darauf hätte es Strafstoß für die Gäste geben müssen. Wieder einmal initiierte der in der Anfangsphase starke Heppner einen Angriff über die rechte Seite, bei seiner Flanke von rechts wurde Ristau von hinten umgerannt, dabei zog es ihm sogar den rechten Schuh aus, doch der Pfiff der auf beiden Seiten sehr schwachen Jungschiedsrichters Kaatz blieb aus. Sein Assistent hatte die Szene zwar eindeutig gesehen, doch auf Nachfrage der SCE-Bank hieß es nur: „Ich habe das Foul gesehen, aber es ist abgesprochen, dass der Strafraum Schiedsrichtersache ist.“ Dann braucht man auch keine Assistenten! Die Fehlentscheidung darf nicht darüber hinweg täuschen, dass der Hamburger FC feldüberlegen blieb. Der stets gefährliche Willy Wright hatte das 3:0 auf dem Fuß, doch Klaus Pablo Torgau konnte seinen Schuss mit den Fingerspitzen gegen den Pfosten lenken. Auch kurz danach klatschte der Ball wieder ans Aluminium, diesmal war es Verteidiger Horn, der maßgenau klären konnte. Dass er dabei klar und deutlich geschubst wurde, war nur einer von vielen Fehlern des Referees. Auch als ein HFC-Akteur am Boden liegend sein Bein in Hüfthöhe nach Redenius unnatürlich ausstreckte, obwohl die Szene bereits abgepfiffen war, hätte man mindestens über eine dunkelgelbe Karte sprechen müssen. Es gab nicht einmal eine Ermahnung. Zu Beginn des zweiten Abschnitts, Bussat ersetzte beim SCE II den schwächelnden Thia, wurde der Tabellenführer stärker und hatte gleich die Chance zum Anschlusstreffer, doch Redenius traf den Ball nach tollem Pass von Makhaya mit links nicht richtig. In der Folge blieb es ein Anrennen von Eilbek II gegen einen auf Konter lauernden HFC, dessen Angreifer Wright und dos Santos Teixeira de Sousa nur ungenügend unterstützt wurden, so dass sämtliche Angriffsaktionen im Sande verliefen. Mit der Einwechslung von Schröder für Zimmer versuchte Trainer Houillon noch einmal Schnelligkeit auf den Platz zu bringen, die finalen Aktionen blieben jedoch zu ungenau. Große Gelegenheiten zu einem Treffer hatten beide Mannschaften im zweiten Abschnitt, erst fünf Minuten vor dem Ende wurde es wieder spannend. Nach einem Freistoß von Makhaya wurde Sager im Strafraum an der Schulter umgerissen und dazu auch noch umgetreten, doch wieder blieb der Pfiff von Kaatz aus. Nach der viel zu kurz bemessenen Nachspielzeit von zwei Minuten (mehrere Verletzungsunterbrechungen, Zeitspiel und kein Spielball vorhanden) war die erste Saisonniederlage besiegelt und die Serie von zwölf ungeschlagenen Ligaspielen beendet. Eilbek II stürzt damit von der Spitze der Tabelle ab auf Rang drei und muss sich am nächsten Sonntag gegen den USC Paloma II behaupten, der seit drei Spielen auf einen Sieg wartet. Ausschnitte des Spiels und beide Teams sind am Montag bei der Hamburg1-Sendung „Rasant“ zu sehen. Aufstellung SC Eilbek II: Klaus Pablo Torgau – Stefan Zimmer (60. Henry Schröder), Sören Sager, Philip Thia (46. Arne Bussat), Stephan Horn – Genia Rubin, Benjamin Ristau – Marco Heppner, Patrick Jnr Makhaya, Benjamin Kerlin – Ingo Redenius Tore: 1:0 Willy Wright (17., Rechtsschuss, ohne Vorarbeit) 2:0 Willy Wright (19., Kopfball, Yildiz) Gelbe Karten: Dos Santos Teixeira de Sousa, Viezens, Hansen - Rubin Schiedsrichter: Dominik Kaatz (Note 6) – Es war mit Sicherheit eines seiner ersten Herrenspiele und höchstwahrscheinlich unter Beobachtung eines seiner schlechtesten. Verweigerte Eilbek II zwei glasklare Elfmeter nach Foul an Ristau (10.) und Sager (85.), pfiff HFC-Stürmer Dos Santos Teixeira de Sousa mehrfach wegen Abseits fälschlicherweise zurück. Versuchte künstliche Autorität aufzubauen, was ihm komplett misslang. Beide Teams schüttelten nach Spielende zu Recht den Kopf über den Referee. Trug zudem im Spielbericht einen falschen HFC-Torschützen ein und vergaß einen Eilbeker Wechsel.
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