Landesliga Hansa

„Wir haben gezeigt, dass wir gewillt waren, ein Zeichen an die Liga zu setzen“

Altenwerder feiert beim 3:0 im „Kellerkick“ gegen Berne einen wichtigen „Dreier“

11. November 2019, 15:04 Uhr

Boden im Abtiegskampf gut gemacht: FTSV-Coach Daniel Rossa (re.) und sein Assistent Florian Meier hatten allen Grund zur Freude. Foto: Brussolo

Als Nusret Memedi im Spiel zwischen dem FTSV Altenwerder und dem TuS Berne mit dem dritten Treffer für die Hausherren endgültig den Sieg unter Dach und Fach gebracht und im Abschluss etwas Glück gehabt hatte, rief ihm sein Trainer etwas zu. „Ich habe ihm gesagt, dass man sich so ein Glück erarbeiten muss und dass das nicht einfach vom Himmel fällt “, wiederholte der Coach des FTSV die Botschaft an seinen Spieler nach dem Abpfiff und war sich sicher: „Dieser Treffer war der Knockout für Berne.“ Eine Aussage, die den sprichwörtlichen Nagel auf den Kopf trifft: Der TuS hatte dem nichts mehr entgegenzusetzen, Altenwerder konnte das Ganze „runter spielen“, wie Rossa befand – und im Abstiegskampf wird es mit dem „Dreier“ für die Kicker vom Jägerhof wieder ein bisschen enger. 

„Wir hatten das Spiel als kleines Endspiel ausgerufen, weil wir die Tabelle lesen können und wussten: Wenn wir nicht dreifach punkten, dann wird alles sehr sehr schwer. Wir haben dem Spiel vorher in der Woche einen kleinen Pokal-Charakter verliehen und uns darauf eingeschworen. Ich habe den Jungs gesagt: Spielentscheidend wird sein, wer diesen Sieg mehr will. Das muss man ab Minute eins zeigen – und das haben die Jungs gezeigt“, erklärte Daniel Rossa die Vorbereitung des FTSV auf das „Kellerduell“ vor eigenem Publikum. Selbiges bekam schon vor Emanuel Rossas Treffer zum 1:0 eine große Chance zu sehen, als Berne einen Kopfball des späteren Torschützen gerade eben noch auf der Linie klären konnte. „Wir sind in die erste Hälfte brutal gut reingekommen, ich hatte das Gefühl, dass Berne ein bisschen überrascht war, wie explosiv wir auf dem Platz waren. Emanuel ist beim 1:0 mit vollem Einsatz dahin gegangen, wo es wehtut und köpft den Ball rein. Ich denke, dass der Berner Torwart den Ball haben muss, wenn er rauskommt“, bilanzierte der FTSV-Übungsleiter.  

Rossa: „Das war nur ein Schritt, wir müssen noch viele weitere gehen“

Bernes Schlussmann Florian Krumhorn machte beim Treffer zum 0:1 nicht die glücklichste Figur. Foto: Bode

Und das Schlusslicht legte nach: Nach einer „super Balleroberung im Gegenpressing“ (O-Ton Rossa) bediente Memedi seinen Teamkollegen Dimirti Marker und der „ist eiskalt geblieben und hat den Ball reingemacht“, so Daniel Rossa, der erklärte: „Wir wussten, dass Berne in der zweiten Hälfte alles raushauen muss. Sie hatten dann auch mehr Ballbesitz – aber wenig Ertrag. Außer einer Standardsituation, wo der Ball an unser Lattenkreuz klatscht, habe ich nich viel gesehen.“ Ein Umstand, der daran lag, dass „wir hinten wenig zugelassen und mit unserer Dreierkette gut gestanden haben. Nach dem 3:0 hatten wir noch Möglochkeiten, das Ergebnis höher zu schrauben. Unser Matchplan ist aufgegangen. Wir wollten gut verteidigen, um die Fehler des Gegners auszunutzen. Uns war klar, dass Berne – genau wie wir – unten drin steht und nicht vor Selbstvertrauen strotzt. Deswegen haben wir versucht, uns auf die Defensive zu konzentrieren. Es war uns bewusst, dass das ein Geduldspiel werden kann. Aber wir haben recht schnell gezeigt, dass wir gewillt waren, ein Zeichen an die Liga zu setzen.“

Er sei, so Rossa nach dem Spiel, „mehr als zufrieden.“ Aber auch der FTSV-Coach weiß: „Das war nur ein erster Schritt, wir müssen noch viele weitere gehen. Wir sind immer noch hinten dran. Jetzt kommt das Spiel gegen Düneberg und das wird wieder genauso wichtig wie das gegen Berne. Wir müssen da erneut unsere PS auf den Platz kriegen.“ Seine Mannschaft habe gezeigt, „dass wir wollen und in der Lage sind, in dieser Liga Paroli zu bieten. Unsere Ansage vor dem Berne-Spiel lautete ganz klar: Verlieren verboten! Das haben die Jungs brutal umgesetzt. Wir sind sehr stolz daraüber und freuen uns auf die nächsten Spiele. Darauf, wieder auf die Jagd zu gehen und den anderen Mannschaften gefühlt Druck zu machen, dass wir von hinten kommen“, befand Rossa abschließend. 

Jan Knötzsch  

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