„Wer die Tore nicht macht, muss mit einem Punkt zufrieden sein!“

HSV III verspielt Sieg in den Schlussminuten

08. August 2016, 09:54 Uhr

Mladen Tunjic spürte oft den Atem der SCALA-Akteure und bleib vor dem Tor erfolglos. Foto: timeslash.de

„Es war ein Spiel wie so oft in den letzten Jahren: Wir haben den Ball, lassen den Gegner laufen und wenn wir das konsequenter spielen, steht es nach zehn Minuten 2:0 und das Spiel ist vorbei“, so lautete das Fazit von Felix Karch, Trainer vom Hamburger SV III. Doch da der 31-jährige von „hätte, können, wenn und aber“ spricht, verlief die Partie am zweiten Spieltag anders, sodass Karch wenig später passend analysierte: „Wer die Tore nicht macht, muss mit einem Punkt zufrieden sein!“

Torschützen unter sich: Burtakucin (links) und Michael Bernd Papke (rechts). Foto: timelash.de

Alles andere als zufrieden war Karch nach dem Spiel beim SC Alstertal-Langenhorn, denn seine „Rothosen“ führten, durch einen Treffer von Burtakucin - der nach einem schönen Doppelpass mit Tunjic das Leder in den Winkel setzte (48.) - bis zur 84. Minuten, hatten das Spiel weitestgehend im Griff, nur schafften sie es nicht, das entscheidende zweite Tor nachzulegen. So lief Mladen Tunjic bereits in der ersten Spielminute auf SCALA-Torwart Hillmer zu, wollte quer legen, aber der Ball rollte zu weit. Wenig später war es erneut der Torjäger, der bei einer Aktion im Fünfmeterraum wegen einer vermeintlichen Abseitssituation zurückgepfiffen wurde. „Wir mussten mit einem 1:0 bis zum Ende zittern und waren nicht zielstrebig genug, um den Sack früher zuzumachen. SCALA hat halt den einen oder anderen individuell starken Spieler, der ein Tor machen kann...“, beschrieb der HSV-Coach die letzten Minuten der Partie. Und so kam es, wie es kommen musste: Nach einem Einwurf in den eigenen Reihen waren die Gäste zu unsortiert, sodass Maikel Papke an den Ball gelangte, über rechts durchkam und die Kugel zum umjubelten Ausgleichstreffer in die lange Ecke schob. „Wir hätten früher nachlegen müssen, dann wäre das nicht passiert“, ärgerte sich Karch nach dem Remis und fügt an: „Nun  müssen wir mit dem Unentschieden leben, können es nicht mehr ändern und nehmen den einen Punkt mit, der ist immer besser als keiner.“

„Wir sind guter Dinge, dass wir gegen Niendorf drei Punkte nachlegen können.“

Am Ende konnte SCALA über den Zähler mehr jubeln als die "Rothosen". Foto: timelash.de

Doch im Endeffekt sieht der Aufstiegscoach in dieser Punkteteilung „keinen Beinbruch“ und fügt an: „Wir sind noch früh in der Saison, haben zwar zwei Punkte weniger als wir haben könnten, dennoch sind wir gut vorbereitet – konditionell wie auch spielerisch –, um den kommenden Gegnern auf Augenhöhe begegnen zu können.“ Auch wenn Karch sich über das Spiel am kommenden Freitag gegen den NTSV II noch nicht allzu viele Gedanken gemacht hat, freut er sich bereits jetzt: „Endlich haben wir wieder Zuschauer im Stadion und zu Hause ist es definitiv einfacher zu spielen.“ Auch wenn Karch das bittere Unentschieden noch etwas verkraften muss, blickt er zuversichtlich auf die nächste Partie: „Wir sind guter Dinge, dass wir dann drei Punkte nachlegen können.“

Alle Tore, Zweikämpfe und Jubelarien findet ihr - in Bildern festgehalten - in der timelash.de-Fotogalerie!

Autor: Daniel Meyer

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