23.09.2019

Wadhwas „goldenes Händchen“: „Szillat-Show“ macht Rahlstedt froh

RSC siegt in der Nachspielzeit gegen Bergstedt

Weiß, wie man wirkungsvoll einwechselt: Rahlstedts Trainer Mohet Wadhwa. Foto: Bode

Als Trainer sind Ideen gefordert. Vor dem Spiel, um die richtige Einstellung und Taktik zu finden. Im Spiel, um noch einmal etwas ändern zu können. Der berühmte neue Impuls von draußen. Mohet Wadhwa präsentierte sich in der letzten Kategorie am gestrigen Sonntag im Spiel des Rahlstedter SC beim SV Bergstedt als Meister seines Faches. Schon nach 40 Minuten schickte der RSC-Coach anstelle von Matteo Evers als Einwechselspieler dessen Teamkollegen Joel Osei Szillat aufs Feld. Ein Schachzug, der am Ende maßgeblich zum Sieg beitragen sollte.

Zunächst jedoch gingen die Gastgeber durch Nils Burmann in Führung und bauten ihren Vorsprung anschließend unter freundlicher Mithilfe der Gäste aus: Rahlstedts Keeper Lucas Lamm unterlief ein Eigentor. „Es war ein ähnliches Spiel wie in den letzten Wochen auch. Wir sind relativ gut gestartet und haben sehr gute Chancen – aber die nutzen wir nicht. Eine Kontersituation führt schließlich zum 0:1. Wir drücken auf ein Tor, kassieren aber das 0:2. Dann habe ich Joel nach 40 Minuten eingewechselt...“, ließ Wadhwa das Spiel Revue passieren.

Hintz sieht am Ende noch de Rote Karte

Lukas Baake (li.) verwandelte zwei Mal vom Elfmeterpunkt. Foto: Bode

Szillat bediente nach 67 Minuten Leotrim Istrefi, der im Strafraum zu Fall gebracht wurde. Schiri Jörn Ole Augustin deutete auf den Punkt. Lukas Baake verwandelte den Elfmeter zum Anschlusstreffer. Beim zweiten Elfer, den es nach 74 Minuten gab, wurde Szillat selbst gefoult. Wieder schnappte sich Baake den Ball und versenkte abermals – 2:2. Und also ob das noch nicht genug der „Szillat-Show“ gewesen wäre, traf der Youngster in der Nachspielzeit auch noch zum 3:2-Siegtreffer für den RSC, der am Ende Alexander Hintz mit einer Roten Karte verlor.

„In der Schlussphase haben wir aufs Gas gedrückt und nochmal umgestellt. Wir haben hinten mit einer Dreierkette agiert und vorne mehr Druck erzeugt. Joel setzt letztlich den Lucky Punch – das war genau das, was ich mir erhofft hatte, als ich ihn eingewechselt habe. Er hat in den letzten drei Spielen nicht so gut performt – aber das ist normal in seinem Alter (Szillat ist 19 Jahre jung, Anm. d. Red.). Dieses Mal ist er eben von der Bank gekommen und hat das Spiel entschieden“, bilanzierte Wadhwa abschließend.

Jan Knötzsch 

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