19.10.2019

Schraub(e) dreht (erneut) auf und zieht Düneberg den Zahn

Altengamme feiert Duo und Derbysieg

Sandro Schraub (li.) - hier von Philip Alpen geherzt - erzielte seine Saisontore 13, 14 und 15. Foto: Bode

Am Gammer Weg ereignete sich vermutlich Historisches: „Das könnte der früheste Elfmeter der Landesliga-Geschichte gewesen sein“, mutmaßte Philipp Mohr, seines Zeichens Liga-Obmann des SV Altengamme. Im Derby gegen den Düneberger SV war der Anstoßpfiff gerade erst verhallt, da kam Aron Gyau Pauels gegen Philip Alpen zu spät und holte diesen von den Beinen, so dass Schiedsrichter Philipp Kleiner gar nichts anderes übrig blieb, als auf den Punkt zu deuten. Eine Sache für Sandro Schraub, der sich nicht zweimal bitten ließ und seine „Tore-Show“ eröffnete (2.). Wenngleich in der Folge nur wenig bei seinem SVA zusammenlief…

„Die erste Halbzeit war sehr zerfahren“, befand Mohr, der trotz der Blitz-Führung konstatierte: „Wir sind überhaupt nicht reingekommen, haben wie in der letzten Woche in Berne viele Fehler und Unsicherheiten drin gehabt.“ Man sei „nicht zu dem Spiel gekommen, was wir aufziehen wollten“, fügte er an. Nach dem geschichtsträchtigen Elfmeter habe man „Düneberg zu viele Räume gelassen und sie völlig unnötigerweise eingeladen, am Spiel teilzunehmen. Dadurch machen wir sie stark.“ Doch die Hausherren könnten sich auf die individuelle Klasse zweier Akteure verlassen: Nach einer vermeintlichen Notbremse beließ es Referee Kleiner bei einer Gelben Karte (Mohr: „Da hat der Schiri mehr als nur ein Auge zugedrückt“) – zuvor forderten die Gäste auf der anderen Seite einen Strafstoß. Doch zurück zum Vergehen vor dem Düneberger Sechzehner, das einen Freistoß zur Folge hatte. Diesen „streichelte“ Jonas Buck zum 2:0 in die Maschen (29.).

Schraub und Buck haben nicht genug

Auch Jonas Buck (re.) war an drei der vier Tore direkt beteiligt. Foto: Bode

Eben jener Buck hatte mit dem Halbzeitpfiff gar die Riesenchance auf das dritte Tor, als er freistehend vor Domenic Kikillus auftauchte, aber vergab. Das wäre des Guten aber wohl auch zu viel gewesen. Denn: „Eigentlich darf man über die erste Halbzeit gar nicht so viele Worte verlieren. Denn die war von unserer Seite echt nicht gut“, so Mohr, der nach Wiederanpfiff ein völlig verändertes Gesicht von seinen Schützlingen sah. „Wir sind viel besser rausgekommen, haben Fußball gespielt, die Partie dominiert und uns häufig gut durchkombiniert.“ Die Folge: Erst flog Paules nach einem völlig gebrauchten Tag mit der Ampelkarte vom Platz (58.), dann legte Buck nach einem herrlichen Spielzug noch einmal uneigennützig für Schraub quer. Dieser hatte keine Mühe mehr (68.). „Das war wirklich klasse gespielt“, strahlte Mohr, der auch beim Treffer zum 4:0-Endstand auf das Duo Schraub/Buck bauen konnte. Letztgenannter zog ab, wurde geblockt – aber Schraub war zur Stelle und markierte sein drittes Tor an diesem Nachmittag (83.).

Mohrs Fazit: „Wir müssen in der zweiten Halbzeit das Ergebnis noch höher schrauben, die Möglichkeiten dafür waren da. Aber das ist sicherlich Meckern auf etwas höherem Niveau.“ Am Ende sei es jedoch „ein völlig verdienter Derbysieg“ gewesen. Ein „Dreier“, mit dem der dritte Rang gefestigt wurde. Während Düneberg weiter im Tabellenkeller steckt…

Autor: Dennis Kormanjos

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