14.09.2019

SCC effektiv, „Tornie“ bedient: „Uns fehlen ein Killer vorm Tor und ein Instinktspieler“

Düneberg muss gegen Condor eine 0:2-Niederlage hinnehmen

Dünebergs Trainer Dennis Tornieporth war mit dem Auftritt seines Teams alles andere als zufrieden. Foto: Bode

Wiedersehen, so sagt man ja, macht Freude. In der Partie zwischen dem Düneberger SV und dem SC Condor traf dies für die Gastgeber nicht dazu, dafür aber für einen Spieler, der früher selbst am Silberberg spielte und jetzt bei den „Raubvögeln“ zwischen den Pfosten steht: Maximilian Richter. Der Schlussmann des SCC hielt an alter Wirkungsstätte nicht nur seinen Kasten sauber, nein: „Maxi“ durfte sich auch über die maximale Punktausbeute für seine Farben freuen, die am Ende beim 2:0-Erfolg alle drei Zähler entführten – und das, obwohl die Gäste ab der 69. Minute nach einer „Ampelkarte“ für Tomas Xhelili nur noch mit zehn Mann agierten.

„Von Düneberg kam nicht viel. Wir waren clever und haben das gemacht, was wir mussten“, fasst Richter nach den Treffern von Hamid Zazai im ersten und Luis Honig im zweiten Durchgang zusammen. „Ich glaube, in der Summe haben wir verdient verloren, weil wir viel zu ängstlich, naiv und nicht zielstrebig genug gespielt haben. Condor war dagegen brutal effektiv. Sie haben in der ersten Hälfte eine Chance und nutzen einen Fehler von uns gnadenlos aus“, schrieb Dennis Tornieporth den Gästen ins Stammbuch. „Wir selbst kriegen es hin, aus vier, fünf richtig guten Chancen – zwei davon sind 100-prozentige Gelegenheiten – kein Tor zu erzielen“, ärgerte sich der Coach der Dünenberger.

Tornieporth: „270 Minuten ohne Torerfolg – das ist zu wenig“

Doch es sollte noch schlimmer kommen: „In der zweiten Halbzeit haben wir dann jegliche Offensivaktionen vermissen lassen, nicht mehr geradlinig gespielt und keinen guten Spielaufbau gehabt“, befand Tornieporth. Kurz gesagt: „Wir haben es Condor einfach gemacht. Selbst als die die Gelb-Rote Karte bekommen haben und in Überzahl gespielt haben.“ Zwar spielten die Hausherren dann „noch deutlich offensiver, aber wir haben den Ball gar nicht mehr vors Tor bekommen. 'Maxi' Richter musste nicht ein einziges Mal einen Ball halten oder springen. All unsere Bemühungen sind verpufft. Wir haben die letzte Zielstrebigkeit vermissen lassen“, trauerte „Tornie“ nach dem Spiel der fehlenden Klasse in der Offensive hinterher. „Ich habe meinen Jungs im Teamkreis nach dem Spiel gesagt: Uns fehlt einfach ein Killer vor dem Tor, der aus Chancen auch mal einen Treffer macht. Wir brauchen zu viele Gelegenheiten. Das ist jetzt das dritte Spiel, wo wir keinen eigenen Treffer erzielen, 270 Minuten ohne Torerfolg – das ist zu wenig.“

Neben dem Killer vorne „fehlt uns auch noch ein Kreativspieler, der im Zentrum mal das Spiel an sich reißt. So einer, wie Sven Möller es bei der TuS Dassendorf ist. Einer, der das Spiel in die richtige Richtung lenkt und torgefährliche Situationen herbeiführt“, bilanzierte Tornieporth. „Da hat man den Unterschied zu Condor gesehen. Die haben drei Chancen und machen zwei Tore. Deswegen stehen die da oben und wir stecken im Abstiegskampf. Wir müssen weiter hart arbeiten, um Erfolg zu haben und uns den Willen, zu siegen, zurück erarbeiten. Das werden wir unter der Woche tun. Ich bin mir sicher, dass wir bei Dersimspor am kommenden Sonntag ein anderes Gesicht zeigen werden, als wir es gegen Condor zum Großteil gezeigt haben“, sagte Dünebergs Coach, der abschließend noch das Schiedsrichtergespann lobte: „Die waren überragend. Das muss man auch mal sagen. Ein ganz unaufgeregter Auftritt, sie haben alles souverän gemeistert. Eine echt gute Leistung in einem fairen Spiel von beiden Seiten.“

Jan Knötzsch

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