Landesliga Hansa

Rahlstedt „rockt“ Billstedt: „Wir mussten effizient sein – das ist super aufgegangen“

RSC setzt sich am Öjendorfer Weg mit 5:2 durch

18. November 2019, 11:38 Uhr

RSC-Trainer Mohet Wadhwa durfte sich darüber freuen, dass sein Matchplan komplett aufging. Foto: Balle

Der Rahlstedter SC setzt in der Landesliga Hansa seinen Aufwärtstrend fort. Im Auswärtsspiel beim SC V/W Billstedt behielten die Mannen von Trainer Mohet Wadhwa am Öjendorfer Weg mit 5:2 die Oberhand. Und das, wo es doch zur Pause auf dem Kunstrasen in Billstedt noch 0:0 gestanden hatte. Dann aber drehten beide Mannschaften richtig auf – und der RSC um die entscheidenden paar Prozenpunkte mehr. „Der Spielverlauf war anders, als es das Ergebnis zeigt. Wenn wir zur Halbzeit 3:1 führen, dann kann Rahlstedt sich nicht beschweren“, stellte V/W-Ligamanager Wolfgang Krause nach dem Schlusspfiff fest und konstatierte: „Auch in der zweiten Halbzeit hatten wir mehr vom Spiel und viele Torchancen.“

Der Grund dafür, dass die Equipe von Coach Onur Ulusoy am Ende dennoch den Kürzeren zog, sei relativ einfach, so Krause. „Der Unterschied ist schnell erklärt: Rahlstedt hat aus sieben Chancen fünf Tore geschossen. Wir konnten von zwölf Möglichkeiten nur zwei versenken. Rahlstedt hat das gut gemacht. Aber auch unsere Leistung war gut – nur: Sie war nicht effektiv“, gab der Billstedter Manager, für dessen Team Enis Djebbi gleich zweifach erfolgreich war, zu Protokoll.

RSC mit „Mittelfeldpressing a la Jürgen Klopp“

Laut V/W-Manager Wolfgang Krause (re.) war das Billstedter Spiel gut, aber die Chancenauswertung nicht. Foto: Bode

Eine Analyse, die Mohet Wadhwa zufrieden stimmen dürfte. Denn genau das hatte der Übungsleiter der Gäste gewollt. „Wir haben es rundum genau richtig gemacht: Wir haben Billstedt im Mittelfeld den Ball überlassen, hinten gut gestanden, gut umgeschaltet und uns belohnt. Mir war bewusst – und so ist es auch gekommen –, dass Vorwärts/Wacker 70 Prozent Ballbesitz hat. Wir mussten einfach brutal effizient sein – das ist in der zweiten Halbzeit super aufgegangen“, sagte Wadhwa nach dem Match, in dem sein Team ein „Mittelfeldpessing a la Jürgen Klopp“ gespielt habe: „Wir haben das Zentrum dichtgehalten.“ Ein Umstand, der den Kickern von der Scharbeutzer Straße mit dem vierten Erfolg in Serie den Sprung auf den siebten Platz bescherte.

Aus seiner Sicht, so der Coach der Rahlstedter, „ist unser Matchplan genauso aufgegangen, wie ich mir das vorgestellt habe. Ich hatte in der Woche beim Training schon total Wert darauf gelegt, dass wir im zweiten Drittel gut stehen und ein gutes Umschaltspiel haben.“ Besonders das 1:0 und das 2:0 „haben wir blitzsauber über Kontersituationen herausgespielt“, so Wadhwa. Der zweite Treffer war zudem auch im Abschluss noch sehenswert: Yannick Hess spielte einen Diagonalball auf Steve Theis, der die Kugel ein Mal abtropfen ließ, um sie dann volley in den Winkel zu hauen. „Trotz der drei Punkte müssen wir das Spiel abhaken. Jetzt kommt der SC Condor als nächster Gegner. Darauf werden wir uns in der rainingswoche voll fokussieren.“

Jan Knötzsch

Lukas Baakes Efmeter-Treffer zum 4:1-Zwischenstand im Video

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