Regionalliga Nord

Olé, Ole! Wohlers‘ Wahnsinnstor sorgt für Teutonen-Jubel

01. Oktober 2023, 08:50 Uhr

Teutonen-Trainer Dominik Glawogger (li.) herzt seinen Kunstschützen Ole Wohlers. Foto: noveski.com

Ein sensationell herausgespieltes und nicht minder fulminant erzielte Tor sowie ein „überragender Torhüter, der uns diese drei Punkte festgehalten hat“, lobhudelte Dominik Glawogger seinen Schlussmann Marius Liesegang, haben dem FC Teutonia 05 einen 1:0-Auswärtserfolg beim SSV Jeddeloh beschert. Nach zwei sieglosen Spielen haben die Mannen von der Kreuzkirche in die Siegesspur zurückgefunden und sich in der Regionalliga Nord oben im Tableau festgesetzt.

Die Monsterparade von Marius Liesegang (re.) tief in der Nachspielzeit. Mit seiner starken Leistung hielt der Teutonen-Torwart den Sieg fest. Foto: noveski.com

Nicht nur seine Teamkollegen feierten ihn – auch Marius Liesegang ballte die Fäuste, als er in der vierten Minute der Nachspielzeit eine schier unfassbare Parade auspackte. Aus kurzer Distanz lenkte er ein wuchtiges Geschoss von Simon Brinkmann reflexartig um den Pfosten und verdiente sich mi dieser Parade sogar die Anerkennung des gefrusteten Schützen, der dem Keeper kurz darauf gratulierte. Apropos Keeper: In den letzten Zügen der Partie weilte Liesegangs Gegenüber nur noch im Sechzehner der Teutonen. Als ein Eckball abgefangen wurde, hatte Affam Ifeadigo die Chance, die Begegnung endgültig zu entscheiden und das Runde ins verwaiste Eckige zu befördern. Doch der Angreifer lief mit dem Ball ins Toraus.

Und so bot sich Jeddeloh in der 97. Minute tatsächlich nochmal die Schusschance. Kasra Ghawilu nahm aus dem Rückraum Maß – und Torwart Nikolaos Kolifoukas rutschte mit dem langen Bein vorbei. Schluss! „Ein großes Kompliment an die Mannschaft, dass sie heute von der Nummer eins bis zur Nummer 20 dieses 1:0 über die Zeit gerettet und verteidigt hat“, war Teutonen-Trainer Glawogger die Erleichterung förmlich anzumerken.

Wohlers-Traumtor entscheidet Spiel

Der Schlusspfiff! Teutonen-Trainer Dominik Glawogger (re.) schreit seine Freude heraus. Foto: noveski.com

Das Tor des Tages erzielte Ole Wohlers – und wie! Marcus Coffie bereinigte am eigenen Sechzehner, rechts an der Seitenauslinie, die Situation. Gazi Siala trieb den Ball nach vorne, ehe Kevin Weidlich an der linken Strafraumkante Leonard Brodersen in Szene setzte. Dessen halbhohe Hereingabe aus vollem Lauf pflückte Serkan Dursun – mit dem Rücken zum Tor stehend – aus der Luft und legte die Kugel für Wohlers ab. Ballannahme mit rechts – gefolgt von einem satten 16-Meter-Strahl mit dem zweiten Kontakt an die Unterkante der Latte und links oben in den Giebel (57.)! Was für ein Treffer!

Eine Bude, die schlussendlich den Unterschied ausmachte. „Es hat heute nicht sein sollen, dass wir das zweite Tor nachlegen“, musste man bis zum Abpfiff bangen. „Dafür haben wir diese Situation angenommen, uns in alles reingeworfen und hatten heute auch einen überragenden Torhüter, der uns diese drei Punkte festgehalten hat“, strahlte Glawogger.

Autor: Dennis Kormanjos

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