28.04.2019

Martens „total happy“ – Norderstedt tütet „Pflichtsieg“ ein

Stimmung drin, Köpfe wieder oben: Garstedter feiern „Bigpoints“

Der Jubel war groß: Eintracht-Trainer Jens Martens (re.) freut sich mit und für Führungs-Torschütze Sinisa Veselinovic. Foto: KBS-Picture.de

„Ich bin am gestrigen Morgen aufgewacht und habe mir gesagt: Dieses Wochenende müssen sechs Punkte her“, steckte sich Jens Martens ein klares Ziel. Der Heyne-Nachfolger bei Eintracht Norderstedt sprach damit nicht nur auf das eminent wichtige Regionalligaspiel seiner Garstedter gegen das abgeschlagene Schlusslicht Lupo Martini Wolfsburg, wo für sein Team im Abstiegskampf nur ein Sieg zählte, sondern auch auf die Partie der U19, die Martens parallel coacht, am Samstag an. Und siehe da: „Dieses Ziel haben wir erreicht!“

Schulbuchmäßig köpft Sinisa Veselinovic (li.) die Eintracht in Front. Foto: KBS-Picture.de

Die A-Regionalliga der Eintracht feierte am Samstag einen „überzeugenden“ 5:1-Sieg gegen Eichede. Die Liga-Mannschaft legte am Tag darauf nach, triumphierte erstmals seit dem 24. November 2018 (3:1 gegen VfL Oldenburg) und fuhr einen „verdienten“ 4:1-Erfolg gegen Lupo Martini ein - allerdings mit gut 45-minütiger Verspätung, da eine Bus-Panne der Gäste den Anpfiff hinauszögerte. „Wie alle schon im Vorfeld geschrieben haben: Es war natürlich ein Pflichtsieg – aber den haben wir auch souverän geschafft“, bilanzierte Martens, dessen Equipe nach 19 Minuten den Bann brach, als Sinisa Veselinovic eine Flanke von Juri Marxen einköpfte (19.). Fortan lief es fast wie am Schnürchen. Erst bugsierte Tyson Richter eine Hereingabe von Vico Meien vor dem einschussbereiten Nils Brüning in die eigenen Maschen (34.), dann ließen die Haarspitzen von Marin Mandic einen Freistoß von Philipp Koch in die Wolfsburger Maschen tropfen (42.).

„Da musste ich auch mal eingreifen“

Marin Mandic (re.) schädelte noch vor der Pause zum 3:0 ein. Foto: KBS-Picture.de

Im zweiten Abschnitt wirkte es jedoch so, als würde den Hausherren mit fortlaufender Spielzeit ein wenig die Puste ausgehen – oder anders gesagt: Defizite in Sachen Fitness schienen offensichtlich zu sein. Ein Umstand, den Martens so nicht bestätigen wollte: „Wir haben schon gesagt, dass wir natürlich weiter nach vorne spielen wollen. Ich finde es auch immer ein bisschen schwer, das jetzt auf einzelne Faktoren zurückzuführen“, erklärte er – und führte aus: „Man geht in die Halbzeit und führt 3:0. Da hat man dann schon ein gewisses Sicherheitsgefühl drin und macht dann vielleicht ein bisschen weniger. Deshalb musste ich da auch mal eingreifen.“ Offenbar mit Erfolg. Denn nach Vorarbeit von Meien erhöhte Brüning auf 4:0 (65.). Die Gäste kamen nur noch zum Ehrentreffer durch Elvir Zverotic (88.).

Konkurrenz patzt - „Ein umso größerer Bigpoint“

Nils Brüning (re.) markierte im zweiten Durchgang das zwischenzeitliche 4:0. Foto: KBS-Picture.de

„Ich bin mit der gesamten Teamleistung zufrieden“, freute sich Martens über den so wichtigen „Dreier“, um dann auf die Arbeit in den ersten Wochen zu sprechen zu kommen: „Wir haben eine Situationsanalyse gemacht und im Wesentlichen festgestellt, dass die Köpfe unten waren. Deshalb war unsere Hauptaufgabe, hier wieder Stimmung reinzubringen, die Köpfe hochzukriegen – und das ist uns bisher soweit gelungen. Von daher kann ich allen nur ein Kompliment machen.“ Da die Konkurrenz im Abstiegskampf der Eintracht in die Karten spielte – der LSK verlor gegen Weiche Flensburg (1:3), während Egestorf überraschend beim VfL Oldenburg (3:4) den Kürzeren zog –, wäre der Sieg „ein umso größerer Bigpoint“ gewesen“, wie Martens befand. Allerdings betonte er auch: „Für uns ist es ganz wichtig, dass wir uns immer auf das Spiel, was wir als nächstes vor der Nase haben, konzentrieren – und nicht auf die Ergebnisse der anderen gucken. Denn es macht ja eh keinen Sinn. Natürlich freut man sich über die Resultate, die heute zustandegekommen sind. Aber wenn wir unsere Punkte nicht holen, dann brauchen wir uns damit gar nicht beschäftigen.“ Heute sei er jedoch „total happy“, so Martens, der es „auch vertragen könnte“, wie er sagte, wenn man den Klassenerhalt schon vor dem abschließenden Saisonspiel bei Mit-Konkurrent Egestorf-Langreder in der Tasche hätte. Am Ende würde man aber „jede Alternative nehmen, die uns am Ende irgendwie in der Klasse hält“.

Autor: Dennis Kormanjos

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