Landesliga Hansa

Im alten Zuhause: „Mo“ macht Wadhwa froh!

03. September 2022, 19:23 Uhr

Führungs- und Doppeltorschütze im Jubelrausch: Darijo Makismovic (li.) und Mohamed Giresse Fané. Archivfoto: noveski.com

Für Mohet Wadhwa war es ein besonderes Spiel. Der Trainer des Rahlstedter SC kehrte dorthin zurück, wo für ihn die Reise als Chefcoach im Herrenbereich einst alles begann. Beim Oststeinbeker SV fungierte Wadhwa zunächst als Co-Trainer unter Stefan Kohfahl, ehe er die Geschicke am Meessen übernahm. Oder zumindest: Übernehmen sollte. Denn: Nach der Abmeldung der Liga-Mannschaft stand der OSV im Sommer 2014 vor einem Scherbenhaufen - und "Mo" zog weiter. Inzwischen ist der 34-Jährige erfolgreicher Übungsleiter an der Scharbeutzer Straße.

Rahlstedt-Coach "Mo" Wadhwa erlebte eine triumphale Rückkehr an die alte Wirkungsstätte. Archivfoto: noveski.com

So groß die Freude über die Rückkehr auch war, so unberechenbar war für Wadhwa der Gegner: "Vor dem Spiel hatte ich einen gehörigen Respekt vor dem Harakiri-Fußball - und das ist positiv gemeint - von Oststeinbek. So richtig gut darauf einstellen konnte man sich nicht, da in den Spielen, die ich beobachtet habe, nur schwer erkennbare Automatismen zu sehen waren." Dementsprechend schwierig sei es gewesen, "den richtigen Matchplan zu haben", so Wadhwa, der sich am Ende "mit bis zu vier verschiedenen Matchplänen auseinandergesetzt" habe, wie er uns verriet. "Letztlich haben wir so agiert, wie Oststeinbek sonst agiert - ein bisschen tiefer stehend."

Nach dem gleichen Schema: Doppelschlag kurz vor der Pause

Die starken Yannick Hess (li.) und "Mo" Giresse Fané mit dem Handshake. Archivfoto: noveski.com

Aus einer sicheren Defensive heraus wollte man das Spiel lenken und leiten, tat sich aber lange Zeit schwer. Schwer damit, das Runde im Eckigen unterzubringen. Bis kurz vor der Halbzeit, als die Gäste aus Rahlstedt den OSV - nach einen kurz ausgeführten Abstoß - im Mittelfeld gut angepresst und schnell umgeschaltet haben. Über Mohamed Giresse Fanè und Yannick Hess kam die Kugel zu Darijo Maksimovic, der von halbrechts nach innen zog und trocken ins linke Eck einschweißte (42.). "Bis dahin war es ein Spiel, wo wir schon 2:0 oder 3:0 hätten führen können", befand Wadhwa, dessen Schützlinge keine 60 Sekunden nachlegen. Wieder provozierte der RSC nach einem kurz ausgeführten Abschlag der Hausherren den Fehler. Joel Osei Szillat spritzte nach einm viel zu kurz geratener Rückpass zu OSV-Keeper Shahin Ahmadi dazwischen und stellte auf 0:2 aus Sicht der Kaya-Kicker (43.).

"Hatten das Spielglück auf unserer Seite"

Der Chefcoach der Stormarner brachte zu Beginn des zweiten Abschnitts die beiden Sbous und war darauf aus, den Anschluss herbeizuführen. "Wenn die den gemacht hätten, wäre es nochmal eine enge Kiste geworden. Da hatten wir ein bisschen das Spielglück auf unserer Seite", meinte Wadhwa, der nach einer Stunde über die Entscheidung jubeln durfte. Wieder krönte der Gast einen toll ausgespielten Angriff über Alexandros Vamvakidis und Y. Hess, der auf rechts durchmarschierte und dem Initiator das 3:0 auf dem Silbertablett servierte (60.). "Damit hatten wir Oststeinbek den Stecker gezogen", konstatierte der Rahlstedt-Dompteur.

Rahlstedt schießt OSV ab - "Sechs Tore tun natürlich gut"

Sorgte mit seinem Treffer zum 3:0 nach einer Stunde für die Vorentscheidung: Alexandros Vamvakidis. Archivfoto: noveski.com

Die Mannen von der Scharbeutzer Straße hatten nun leichtes Spiel, bestraften in Person von Fanè einen Bock von Ahmadi, der einen Ball prallen ließ (66.), und legten in der Schlussphase zwei weitere Treffer zum halben Dutzend nach. Artur Blum veredelte eine Kontersituation nach bärenstarkem Solo (82.), ehe abermals „Mo“ Fanè im Gegenpressing die Kugel eroberte und zum 6:0-Endstand finalisierte (84.). Oststeinbek hatte sich nun komplett aufgegeben! Wadhwas Fazit: "Sechs Tore tun natürlich gut! Wir haben jetzt eine positive Bilanz und wollen nächste Woche in Ohe, was schwer genug wird, hoffentlich nachlegen. Darauf arbeiten wir hin.“

Autor: Dennis Kormanjos