30.09.2019

„Desolater Auftritt“: Berne geht „richtig träge“ und „ohne Spielidee“ gegen SVNA unter

„Andrade-Granaten“ treffen an der Berner Allee gegen den TuS im halben Dutzend

Am Boden; Burak Batbayli und der TuS Berne wurden vom SVNA mit 6:0 abgeschossen. Foto: Bode

Die Worte, die Mike Franke nach dem Spiel des TuS Berne gegen den SV Nettelnburg-Allermöhe fand, waren deutlich. „Uns kann man in jeglicher Position einen Vorwurf machen“, sagte der Ligaobmann der Gastgeber und analysierte die Darbietung der Schützling von Trainer Frank Neben, die mit 0:6 unter die Räder kamen, schonungslos: „Das war ein desolater Auftritt – richtig träge, ohne Spielidee. Nettelnburg hat dieses Spiel verdient gewonnen. Sie haben deutlich mehr investiert.“ Dabei hielt sich der Rückstand der Hausherren zur Pause noch im Rahmen. „Viel gibt es gar nicht zu sagen. Es war ein sehr ruppiges, zerfahrenes Spiel, beide Mannschaften hatten wenig gute Aktionen im Aufbauspiel“, befand Franke. 

Dessen Club hatte nach 23 Minuten Pech: Nach einem Handspiel von Dominik Schmoock im Strafraum deutete Schiedsrichter Ben Henry Uhrig (SC Egenbüttel) auf den Elfmeterpunkt. „Wieder ein Strafstoß gegen uns, der absolut berechtigt war. Dominik geht zu Boden und wehrt beim Grätschen den Ball mit den Armen ab“, schilderte Franke seine Sicht der Szene. Ruven Scharnberg schnappte sich die Kugel und traf zur SVNA-Führung, die die Gäste nach 39 Minuten durch Philip Stefaniuk ausbauten. „Der zweite Treffer ist sehr einfach und dumm gefallen: Ein einfaches Zusammenspiel des SVNA über die rechte Seite, unser Torwart steht zu weit draußen, der Außenspieler legt rein und bedient seinen Stürmer“, ärgerte sich Franke.

Andrade-Granados: „Die Höhe ist komplett unwichtig“

Jubel bei den Gästen: Anton Wischnewski, Philip Stefaniuk und Ruven Scharnberg (v. li.) freuen sich über einen der Treffer an der Berner Allee. Foto: Bode

„Tor Nummer drei und vier fallen fast identisch – das dritte über die rechte und das vierte über die linke Seite. Der SVNA gewinnt den Ball im Mittelfeld. Spitzer Ball nach vorne, wo jeweils der Stürmer dam Torwart vorbei legt“, bilanzierte Franke angefressen, „grundsätlich sei gesagt: Der SVNA hat verdient gewonnen. Sicher zu hoch, aber wirklich verdient! Die haben alles eingesetzt was man im Abstiegskampf einsetzen muss. Nach der deftigen Niederlage müssen wir uns an die eigene Nase fassen und zukünftig besser unsere Hausaufgaben machen.“

Auf der anderen Seite hatte Daniel Andrade-Granados ein „sehr intensiv geführtes Spiel“ gesehen und kam zum gleichen Schluss wie Bernes Liga-Obmann. „Der Sieg ist verdient. Wir haben lange 2:0 geführt und hatten dann natürlich mehr Raum, als Berne durch offensive Wechsel den Anschluss herstellen wollte. Meine Jungs haben das sehr gut gelöst. Die Höhe ist dabei komplett unwichtig, die Art und Weise war wichtig und vor allem überzeugend. Die Tore waren alle gut herausgespielt“, bilanzierte der SVNA-Trainer.

Jan Knötzsch  

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