21.10.2019

Nur Mittelmaß am Mittleren Landweg: ETSV trennt sich von Özer

Liga-Manager Klug/Leitlof übernehmen vorerst mit Spieler Reichenbach

Erdinc Özer ist nicht mehr Trainer des Ost-Bezirksligisten ETSV Hamburg. Foto: Bode

Sie hatten viel vor in dieser Saison, verstärkten sich dazu mit einem ganzen Schwung an Akteuren, die ihrerseits schon der Landesliga beim SV Altengamme oder aber sogar eine Etage höher in der Oberliga beim SV Curslack-Neuengamme vor den Ball getreten haben. Die Rede ist vom ETSV Hamburg. So richtig rund aber lief es bei den „Eisenbahnern“ nicht, die Lokomotive kam quasi noch nicht so ins Rollen, wie man sich das am Mittleren Landweg vorgestellt hatte. Nun hat der Club daraus die Konsequenzen gezogen und sich mit sofortiger Wirkung von seinem bisherigen Trainer Erdinc „Schoko“ Özer getrennt. Dies gab der Verein am heutigen Montag bekannt.

Auf seiner Facebook-Seite und via Instagram vermeldet der ETSV, dass die beiden Liga-Manager Hauke Klug und Christopher Leitlof vorerst gemeinsam mit Spieler Yannick Reichenbach – er sammelte einst höherklassig Erfahrung beim SC V/W Billstedt, dem Rahlstedter SC, dem TSV Sasel und der TuS Dassendorf – als Interimstrainer fungieren, bis eine dauerhafte Lösung auf dem Stuhl des Coaches gefunden ist. „Wir hatten uns vor der Saison Ziele gesetzt, von denen wir aktuell ein gutes Stück entfernt sind. Daraus resultierte bei allen Mitwirkenden eine gewisse Unzufriedenheit, der wir mit dieser Entscheidung entgegenwirken werden“, wird Manager Klug vom Portal „bolzjungs.de“ zitiert.

Özer: „Wenn du keinen Erfolg hast, wirst du entlassen“

Spieler Yannic Reichenbach ist Teil eines Trios, das vorerst interimsweise die Geschicke übernimmt. Foto: Bode

„Hauke Klug hat mich am Nachmittag per Telefon über die Entscheidung inormiert“, sagt Özer dort nach seinem Aus beim derzeitigen Zwölften der Bezirksliga Ost selbst und erklärt: „Wenn du mit diesem Starensemble keine Punkte einfährst und die PS nicht auf die Straße bekommst, ist das schwächste Glied der Trainer und du hast keine Argumente mehr. So ist es nun mal im Trainergschäft.“ Aus seiner Sicht, so „Schoko“, sei die Trennung „legitim und in Ordnung. Ich nehme die Entscheidung so hin und wir gehen im Guten auseinander.“ 


Der 45-Jährige gibt sich realistisch: „Das war eine gute Zeit, aber leider keine erfolgreiche. Das Projekt ist mit mir leider ein bisschen schiefgegangen. Wenn du keinen Eroflg hast, wirst du entlassen. Wir haben definitiv zu wenig Punkte geholt.“ Auf die Frage, woran das gelegen hat, gibt Özer eine klare Antwort: „Wir waren einfach zu abschlussschwach – das muss man ganz deutlich so sagen. Es lag nicht an der Chancenerarbeitung. Wir haben alles getroffen – nur nicht das Tor...“

Jan Knötzsch

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