LL Hammonia

Ein neues Quintett – und Zuwachs im Team ums Team für die „TuRa-Familie“

„Wir sehen uns gut aufgestellt und wollen uns nicht verschlechtern“

14. Juni 2019, 08:37 Uhr

TuRa-Trainer Jörg Schwarzer (Mi.) freut sich über die Verpflichtung von Yannick Fischer (li.) und die Rückkehr seines „Zöglings“ Kjell Brumshagen (re.). Foto: Küch

Nachdem die aktuelle Saison in dieser Woche mit etwas Verspätung zu Ende gegangen ist und die letzte Entscheidung im Kampf um den Oberliga-Aufstieg getroffen wurde, legen die ersten Teams den Fokus ganz langsam aber sicher schon wieder auf die Vorbereitung zur neuen Spielzeit. So auch Hammonia-Landesligist TuRa Harksheide. Für den Abschluss-Sechsten, der hinter Meister HSV III und Vize-Champion USC Paloma – noch vor dem dritten Aufsteiger aus Tornesch – die drittbeste Rückrunden-Mannschaft war, „ist es an der Zeit, die neuen Gesichter der Liga-Mannschaft zu präsentieren“, wie der Verein verkündet.

Neben Cheftrainer Jörg Schwarzer und dem spielenden Co-Trainer Elbasan Latifaj kann TuRa zur kommenden Saison ein neues Mitglied im Trainerstab präsentieren: Hendrik Manke wechselt vom Ahrensburger TSV an den Exerzierplatz „und wird sich fortan speziell um unsere Torhüter kümmern“, wie es heißt. „Wir sind sehr glücklich, dass wir mit Henrik einen Trainer für uns gewinnen konnten, der sich jede Woche, bei jeder Trainingseinheit um unser neues Torwart-Trio kümmern wird. Mit ihm werden wir einen weiteren Schritt in unserer Entwicklung vornehmen können“, freut sich Liga-Obmann Philipp Penkwitt über die Erweiterung des Trainerteams.

Manke schwärmt von „überragendem“ Torwart-Trio

Neu-Torwart-Trainer Hendrik Manke (2. v. re.) und sein „überragendes“ Trio: Christian Hillmer (li.), Abou Fofana und Jonah Basner. Foto: Küch

„Henne“, wie Manke nur genannt wird, bekommt auch direkt eine Menge zu tun. Denn neben dem Stamm-Keeper der vergangenen Jahre, Abou Fofana, kann Harksheide zwei weitere Torhüter im Kader begrüßen. Vom letztjährigen Staffel-Konkurrenten SCALA kommt Christian Hillmer, „der uns alleine schon mit seiner Erfahrung und der Ruhe, die er ausstrahlt, weiterhelfen wird“, meint Penkwitt. Dazu sei man „sehr stolz“, dass Jonah Basner aus der U19 des ETV zum Verein stoßen wird. „Jonah ist einer der besten Junioren-Torhüter Hamburgs – mit einem enormen Potential. An ihm werden wir noch viel Freude haben“, ist sich Penkwitt sicher – und kompensiert mit dem neu dazu gewonnen Duo die Abgänge von René Heide, der den Club bereits im Winter aufgrund eines Auslandsaufenthalts verließ, und Peter Grischke, der nach einem halben Jahr im TuRa-Dress ebenfalls einer neuen Herausforderung nachgehen wird.

Auch Neu-Torwarttrainer Manke, der sich bereits ein Bild gemacht hat, äußert sich uns gegenüber überaus angetan vom künftigen Trio zwischen den Pfosten: „Das sind drei sensationelle Keeper für die Landesliga. Da kann man dem Management in der Hinsicht nur ein Kompliment aussprechen“, ist er voll des Lobes – und fügt an: „Christian Hillmer bringt einen wahnsinnigen Erfahrungsschatz mit. Jonah ist jung, sehr talentiert und extrem hungrig. Dazu kommt Abou, der trotz seines noch sehr jungen Alters schon drei, vier Jahre Landesliga auf dem Buckel hat“, schwärmt Manke – wenngleich es ihm schon vor dem „Tag X“, an dem „eine gemeinschaftliche Entscheidung“ gefällt wird, wer letzten Endes den Platz im Tor einnehmen wird, ein wenig graut: „Das wird sehr hart und sicher auch mir wehtun, wenn man zwei der Jungs enttäuschen muss und nur einer sich freuen kann.“

Auch Fischer und Mahnke verstärken TuRa-Team

Mit Yannick Fischer verschlägt es einen weiteren Akteur aus der U19 des Eimsbütteler TV zu TuRa. „Mit Yannick bekommen wir im Mittelfeld nicht nur einen starken Allrounder, sondern setzen damit auch wieder ein Zeichen, dass wir die Talente unserer Region fördern wollen und werden“, so Penkwitt über den „Blondschopf“, der in der Jugend einst auch für Eintracht Norderstedt aktiv war. Derweil zieht es vom Wedeler TSV mit Dominik Mahnke „einen neuen Sechser“ an den Exerzierplatz, „der nach seiner fußballerischen Ausbildung beim FC St. Pauli seine ersten Schritte im Herrenfußball beim Meiendorfer SV und dem Wedeler TSV gemacht hat. Mit seiner Statur, Technik und Präsenz in der Zentrale wird er unserer Mannschaft sofort helfen können“, ist Penkwitt von den Qualitäten des 21-Jährigen, der sämtliche Auswahl-Mannschaften des Hamburger Fußball-Verbandes durchlief und sogar an Lehrgängen des DFB teilnahm, überzeugt.

Brumshagen kehrt heim - „Wenn das gesamte Team funktioniert, kann man etwas erreichen“

Neuzugang Dominik Mahnke (li.), der in der Jugend-Bundesliga kickte und zuletzt bei Oberligist Wedel aktiv war, mit dem spielenden Co-Trainer Elbasan Latifaj. Foto: Küch

Zu guter Letzt kehrt Kjell Brumshagen gleich doppelt zurück zu alten Weggefährten. Der 26-Jährige kickte bereits beim TuS Hartenholm unter Trainer Jörg Schwarzer und in der Saison 2016/2017 im TuRa-Dress. „Von der Sechs über die Acht bis hin zur Zehn kann Kjell alles spielen. Seine Variabilität bringt uns offensiv ein großes Stück weiter“, freut sich Penkwitt über den Rückkehrer, der zuletzt für Oberliga-Absteiger HEBC tätig war, und erklärt zur Ausrichtung: „Wir wollten uns insgesamt noch breiter aufstellen und sehen uns mit den Personalentscheidungen für die neue Saison gewappnet. Der Großteil des Kaders bleibt zusammen – und wir sind der festen Überzeugung, dass wir die richtigen Leute gefunden haben, um das Puzzle zu komplettieren.“ Auch wenn „ein, zwei Planstellen noch offen“ seien, geht man nicht ohne Ambitionen in die kommende Serie: „Ohne Ambitionen darf man sowieso nicht an irgendwelche Dinge herangehen. Wir sehen uns jetzt gut aufgestellt und sagen auch, dass wir uns im Vergleich zur letzten Saison nicht verschlechtern, gerne noch ein, zwei Schritte nach vorne machen wollen“, so Penkwitt, der aber auch betont, dass es „in erster Linie darum geht, sich auf sich selbst zu fokussieren und die eigenen Hausaufgaben zu machen. Es geht nur übers gesamte Team. Und wenn das gesamte Team funktioniert, dann kann man auch etwas erreichen. Da wollen wir uns gerne alle zusammen verbessern.“

Autor: Dennis Kormanjos

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