Bezirksliga West

Zwei Rückkehrer, ein Neuer: Osdorf setzt auf das Mannschaftsgefüge!

Kevin Blume (ehemals Trapp) kehrt von der FTSV Komet Blankenese zum TuS Osdorf zurück und soll eine wichtige Führungsrolle einnehmen. Foto: noveski.com

Lange Zeit lief es für den TuS Osdorf richtig rund. Nach einem turbulenten Sommer und dem Absturz aus dem Hamburger Oberhaus fing sich der Club vom Blomkamp schnell und äußerst erfolgreich, führte das Tableau in der Bezirksliga West sogar an – und war auf dem allerbesten Weg, zumindest in die Landesliga zurückzukehren. Doch dann sorgte ein doppelter Schock für große Verunsicherung beim TuS: Binnen kürzester Zeit zogen sich Top-Torschütze Niklas Schwarz und Führungsspieler Felix Valera Rojas jeweils einen Kreuzbandriss zu. Es folgten vier Spiele in Serie, in denen für die „Blomkampler“ nur ein Pünktchen heraussprang. Aber: Mit dem 3:0-Sieg beim Niendorfer TSV III fand die Elf von Chefcoach Bennet Krause wieder in die Erfolgsspur zurück und hielt damit den Anschluss nach ganz oben.

Blume (re.) kickte in der Oberliga bereits für den Niendorfer TSV, SV Lurup, USC Paloma, HEBC und viele Jahre für den TuS Osdorf. Foto: noveski.com

Benjamin Blume und Sascha Blume: Zwei Garanten für den sportlichen Aufschwung und die glorreichen Jahre beim TuS Osdorf. Ersterer als „Hüne“ im Defensiv-Bollwerk. Letzterer als Turm in der Offensive. Ihre Laufbahn haben die Blume-Brüder schon vor geraumer Zeit beendet – und doch schwebt der Name noch immer so ein bisschen über den Blomkamp. Kevin Trapp, langjähriger Leistungsträger, ist inzwischen mit der Tochter von Benjamin Blume verheiratet und hat den Namen seiner Herzdame angenommen. Im Winter kehrt Kevin Blume, mit fast 160 Oberliga-Spielen auf dem Buckel, von Liga-Kontrahent FTSV Komet Blankenese an die alte Wirkungsstätte zurück.

Blume soll in Führungsrolle reinschlüpfen

Sein Trainer Bennet Krause sieht Blume nach dessen Abschied im vergangenen Sommer, als das Schiff des TuS am Sinken war, auch ein Stück weit „in der Bringschuld“. Sehr intensive und demütige Gespräche haben nicht nur die Wogen längst geglättet, sondern auch für eine Rückkehr des 31-Jährigen, der eine wichtige Führungsrolle einnehmen soll, geführt. „Von seiner ganzen Verbundenheit ist er eigentlich ein Osdorfer. Wir hoffen, dass er seine Leistung wieder abrufen kann“, verspricht man sich viel vom Standard-Spezialisten. Auch von seiner langen Erfahrung, wodurch er nun in die Rolle, in der er sowohl auf als auch abseits des Platzes noch mehr Verantwortung übernehmen soll, reinschlüpft. „Das erwarten wir von ihm. Denn wir wissen, was er kann.“ Hinzu kommt seine Flexibilität auf dem Grün. „Ich kann ihn mir hinten in einer Dreierkette gut vorstellen, er kann aber auch auf der Sechs oder auf der Zehn spielen. Da gibt es viele Optionen“, so Bennet Krause.

Felix Woldt kehrt heim

Defensiv-Ass Felix Woldt (Mi.) kehrt von Oberligist SV Rugenbergen an den Blomkamp zurück. Foto: noveski.com

Mehr als nur eine zusätzliche Option ist ein weiterer Rückkehrer aus dem Hause Blume: Felix Woldt ist der Sohn von Benjamin Blumes Frau und war schon als kleiner Sprössling oft am Blomkamp zugegen. Nun zieht es ihn zurück von Oberligist SV Rugenbergen zum TuS! „Wir kennen ihn schon von klein auf. Dadurch ist eine langjährige Verbundenheit gegeben“, erinnert sich Krause noch an ein Spiel auf dem damaligen Grand gegen Altona 93, „als er direkt hinter der Trainerbank stand und noch nicht mal über die Bande hinweggucken konnte“. 

Von Woldts Fähigkeiten war das Trainer-Gespann schon zu U23-Zeiten überzeugt und hievte den 20-Jährigen in die Liga-Mannschaft. „Aufgrund der Unklarheiten im letzten Sommer ist auch er gegangen und wollte sein Glück weiter in der Oberliga bei Rugenbergen versuchen. Da hat es aber, so glaube ich, auch zwischenmenschlich nicht so ganz gepasst. Wir erwarten uns natürlich sehr viel von ihm. Er ist auf dem Platz ein absoluter Führungsspieler, der auch diese Robustheit vertritt und in sich trägt. Damit wird er unserem Spiel nochmals sehr guttun.“

Auch Ex-ETV-Youngster Rechni kommt - Krause setzt aufs Gefüge

Daniel Rechni (2. v. re.) sorgte einst mit der jungen Rasselbande des ETV sportlich für Furore. Archivfoto: Gettschat

Ebenfalls neu beim West-Bezirksligisten: Daniel Rechni. „Er hat eine super Vita und wurde in der Jugend gut ausgebildet“, spricht Krause auf Rechnis Zeit beim Eimsbütteler TV unter Loïc Favé an. Zuletzt hat er seinen Weg in den USA versucht, wurde aber „verletzungsbedingt das eine oder andere Mal zurückgeworfen“. Zuletzt hat er mit seinem Wechsel zum SV Lurup „erstmal wieder den Einstieg in den Herren-Fußball gesucht und mit alten Freunden zusammengekickt“, verrät Krause. „Für ihn war aber schon relativ früh klar, dass er wieder etwas leistungsorientierter spielen möchte.“ 

Und zwar am Blomkamp. „Er ist offensiv sehr flexibel einsetzbar, kann auf dem Flügel, aber auch auf der Zehn oder sogar im Sturm spielen. Gerade jetzt mit Hinblick darauf, dass wir mit Niklas einen schwerwiegenden Ausfall für den Rest der Saison haben, passt das sehr gut, dass wir offensiv nochmal nachgelegt haben. Wir wollen ihn wieder in die Spur bringen und schauen, dass er da ansetzen kann, wo er in der Jugend schon mal war.“

Drei Neuzugänge, die den Konkurrenzkampf noch einmal verstärken und verschärfen sollen. Besonders wichtig war dem Trainerteam aber, „dass wir das Mannschaftsgefüge zusammenhalten und weiter auf die Jungs, die diesen Weg mit uns gegangen sind, setzen“, beteuert Krause abschließend.