Oberliga 01

„Wild Boyz“ wollen „wilder“ werden: Neuzugänge sollen Offensive beleben – zwei Abgänge!

Christian Degener kehrt in die Hansestadt zurück und schließt sich dem VfL Lohbrügge an. Foto: Bode

Nicht nur Elvis Nikolic hegt die große Hoffnung, dass im Jahr 2022 wieder „mehr über den Sport als über Corona geredet“ wird. Noch aber hat die Pandemie das Leben der Menschheit fest im Griff. Nichtsdestotrotz wurden beim VfL Lohbrügge die Planungen für ein erfolgreiches Fußballjahr vorangetrieben – und: „Wir haben ein bisschen was getan“, verrät uns Nikolic, der zusammen mit Sven Schneppel ein Trainerduo am Binnenfeldredder bildet.

Erdogan Pini (re.) will es nochmal wissen und kehrt an den "Binner" zurück. Foto: Bode

Der erste Neuzugang ist ein gebürtiger Hamburger, kickte in der Jugend für den SC Hamm und Eintracht Norderstedt, ehe er seine Herren-Laufbahn beim Eimsbütteler TV in Angriff nahm. Über den Lüneburger SK Hansa und Holstein Kiel II zog es ihn zu Beginn des Jahres 2015 zurück in die Oberliga, wo er für den SC Victoria Hamburg, den SV Curslack-Neuengamme und den HSV Barmbek-Uhlenhorst aktiv war. Seit Sommer 2020 schnürte Christian Degener seine Stiefel für den MSV Pampow in der NOFV-Oberliga Nord und erzielte in 18 Einsätzen sieben Tore. Nun heuert Degener bei den „selbsternannten Wild Boyz“ an, die zuletzt alles andere als „wild“ vor des Gegners Tor waren.

Pini kehrt an den "Binner" zurück

Sergej Jeriomenko (vo.) kann den Aufwand nicht mehr stemmen und wechselt zurück in die Kreisliga zu Atlantik 97. Foto: Bode

„Er ist genau der Spieler, den wir vorne brauchen“, befindet Nikolic, der erklärend anfügt: „Wir sind im Angriff bisher die harmloseste Mannschaft und haben die wenigsten Tore geschossen. Wir stehen gut, sind auch im Mittelfeld gut besetzt – aber vorne hat es gehapert“, begründet der VfL-Coach die Verpflichtung von Degener. „Es hat einfach gut gepasst.“ Ein weiterer Spieler, der vor seinem kurzen Intermezzo beim ASV Hamburg schon am „Binner“ gegen den Ball trat, ist: Erdogan Pini. Der Regionalliga-erfahrene Angreifer trainiert schon seit drei Monaten in Lohbrügge mit, wie uns Nikolic kundtut. Nachdem Pinis erste Amtszeit beim VfL nicht unbedingt von Erfolg gekrönt war, sei er nun „auf einem wesentlich besseren Fitnessstand“, so Nikolic. „Er verspürt die Lust, nochmals anzugreifen.“

Zwei Youngster werden hochgezogen

U19-Kapitän Joshua Behn (li.) hat bereits fünf Oberliga-Einsätze (ein Tor) zu verzeichnen und gehört nun fest zum Liga-Kader. Foto: Bode

Deshalb habe man sich auf eine Rückkehr – erstmal bis zum Sommer – verständigt. „Er soll uns vorne mit seiner Erfahrung helfen.“ Und: „Man sieht schon im Training, dass er viel Input rein- und unseren jungen Spielern viel beibringen kann.“ Zu eben jenen jungen Spielern zählen auch U19-Kapitän Joshua Behn und Jesse Asamoah. Beide kamen bereits in der Hinserie für die Liga-Mannschaft zum Zug – und haben ihre Sache offenbar so gut gemacht, dass sie nun fest hochgezogen wurden. „Damit haben wir nun 20 Feldspieler und drei Torhüter – und sind ganz gut aufgestellt“, konstatiert Nikolic.

Löw und Jeriomenko verlassen den Club

Allerdings gibt es auch zwei Abgänge am „Binner“ zu verzeichnen: Michael Löw geht für ein halbes Jahr nach Ghana, während Sergej Jeriomenko zu Kreisligist BFSV Atlantik 97 zurückkehrt. „Er ist verheiratet, hat beruflich mehr zu tun und schafft den Aufwand in der Oberliga nicht mehr“, begründet Nikolic den Schritt des Offensivakteurs.

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