Landesliga Hansa

Wadhwa: „Ich wünsche meinem Nachfolger den maximalen Erfolg!“

"Mo" Wadhwa kehrt dem ASV Hamburg nach dieser Saison den Rücken. Foto: noveski.com

Mit großen Ambitionen kehrte Mohet Wadhwa – nach dreieinhalb Jahren sehr erfolgreicher Arbeit beim Rahlstedter SC – im Winter 2022 zum ASV Hamburg zurück. Die Freude beim Hansa-Landesligisten war groß, dass der „verlorene Sohn“ wieder da war. Gemeinsam fasste man ehrgeizige Ziele ins Auge. „Wir wollen immer oben mitspielen – da machen wir keinen Hehl draus. Die Einzigen, die uns schlagen können, sind wir selbst“, gab Manager Mansoor Ahmadi vor dieser Saison die Marschroute vor. Mit vielen namhaften Spielern verstärkte man die Mannschaft. Doch schnell musste man die Erkenntnis fassen: Namen allein machen noch keine gute Mannschaft aus!

Abstiegs- statt Aufstiegskampf: Gerade so ist der ambitionierte ASV am vorletzten Spieltag dem Absturz in die Bezirksliga noch einmal von der Schippe gesprungen. Viel fehlte nicht – und der Aufstiegskandidat hätte ein böses Erwachen erlebt. Nach dem letzten Heimspiel der Saison (1:2 gegen den SC Condor) sprach Wadhwa von „purer Erleichterung“, nachdem man sogar auf Schützenhilfe von HT 16 (4:2 gegen Concordia Hamburg II) angewiesen war, um den Klassenerhalt fix zu machen. Und obwohl es für Wadhwa, der dem Club den Rücken kehren wird, zugleich das letzte Spiel als Cheftrainer des ASV vor heimischer Kulisse war, zeigte er sich nach Abpfiff „wenig emotional“, sondern war „eher traurig darüber, wie die Saison gelaufen ist“.

"Nehme einen Großteil der Schuld auf meine Kappe"

Mit dem ASV blickt Wadhwa auf eine völlig verkorkste Saison zurück, die zumindest im Klassenerhalt gemündet ist. Foto: noveski.com

Äußerst reflektiert äußerte er sich zu der komplett verkorksten Spielzeit seines Teams wie folgt: „Ich finde es einfach schade, mit dem Kader, den wir haben, auf diesem Platz zu stehen. Ich kann und werde mit ganz großer Sicherheit nicht sagen, dass die Schuld bei den Jungs liegt. Das fängt beim Trainer an – und ich nehme den Großteil der Schuld auf meine Kappe.“ Es sei „ein Gesamtspiel aus allem“, so Wadhwa. „Deshalb sind wir jetzt einfach nur froh, dass wir die Klasse gehalten haben.“

Zu den offensichtlich falschen Entscheidungen bei der Kaderzusammenstellung gesellte sich auch viel Pech hinzu. „Das muss man einfach sagen“, erläutert Wadhwa anschließend seine Sicht der Dinge. „Erst die schwere Verletzung von Sebastian Spiewak, den wir als wichtigem Mentalitätsspieler eingeplant hatten, gleich zu Beginn der Saison. Und dann kamen Woche für Woche weitere langfristige Ausfälle dazu.“ Ein weiterer Aspekt: „Zusagen wurden nicht eingehalten und plötzlich sind Spieler doch noch abgewandert“, spricht er auf Martin Fedai an, dessen Verpflichtung vor der Spielzeit bereits mit Foto und Absprache des Spielers vermeldet wurde, ehe er sich umentschied und doch zum HSV III wechselte. „Es sind viele Kleinigkeiten, die in das Gesamtkonstrukt reingespielt haben.“

"Wünsche dem Verein, dass er noch mehr Manpower schafft"

Seinem "Herzensverein" und auch seinem Nachfolger wünscht Wadhwa für die Zukunft "den maximalen Erfolg", wie er selbst sagt. Foto: noveski.com

Trotz dessen liegt ihm der ASV Hamburg sehr am Herzen. „Ich wünsche mir, dass der Verein im Umfeld und im Drumherum mehr Manpower und noch mehr Wille schafft. Denn die Last liegt einfach auf zu wenigen Schultern. Und ich hoffe, dass mein Nachfolger es hinbekommt, dass noch mehr Kraft in der ganzen Geschichte steckt. Denn kadertechnisch hat der ASV Hamburg immer eine gute Mannschaft zusammen, aber es hapert einfach an der Manpower. Jetzt hat man einen eigenen Platz, die Kabinen sind auch bald fertig – von daher glaube ich schon, dass man hier etwas bewegen kann. Und dafür wünsche ich meinem Nachfolger den maximalen Erfolg!“ Wer die Nachfolge von Wadhwa an der Snitgerreihe antreten wird, dazu will sich der Verein zeitnah äußern...