Regionalliga/Oberliga

Wachter will’s wissen: Osdorfer Tor-Garantie heuert beim AFC an!

Wechsel-Hammer: Jeremy Wachter verlässt den TuS Osdorf und heuert bei Altona 93 an. Foto: KBS-Picture.de

Seit Sommer 2015 ist der Blomkamp seine Arena, sein „Paradies der Tore“. Er ist die personifizierte Tor-Garantie des TuS Osdorf – und heute einer der gefragtesten Amateurfußballer in der Hansestadt. Aus der Bezirksliga vom SV Rugenbergen II holte ihn TuS-Manager Cemil Yavas vor gut fünf Jahren nach Osdorf und erkannte etwas in ihm, was er schließlich auch der breiten Öffentlichkeit präsentierte. 148 Liga-Partien absolvierte er für die „Blomkampler“ und markierte in jener Zeit sage und schreibe 119 Treffer! 

Osdorf war sein sportliches Zuhause. Am Blomkamp fühlte er sich so wohl, dass er dem Verein bereits im März 2019 seine Zusage gab, bis mindestens 2022 zu bleiben – später kam sogar noch ein weiteres Jahr obendrauf. Doch nun wird Jeremy Wachter unseren Exklusiv-Informationen zu Folge seine Zelte beim TuS abbrechen und für Regionalligist Altona 93 gegen das runde Leder treten!

Zahlreiche Spielerwechsel

Künftig bejubelt Wachter seine Tore auf der Adolf-Jäger-Kampfbahn. Foto: KBS-Picture.de

Dieser (Transfer-)Sommer hat es in sich. Ob’s an der Corona-Pause liegt, sei mal dahingestellt. Fakt ist, dass zahlreiche Vereine mächtig aufrüsten. Während Nick Brisevac vom FC Eintracht Norderstedt zum FC Teutonia 05 wechselt, tritt Nick Gutmann die Reise von der Kreuzkirche ins Edmund-Plambeck-Stadion an. Oberliga-Primus TuS Dassendorf verstärkt sich mit Vicky-„Rakete“ Dennis Bergmann, Sasel verpflichtet Deran Toksöz (FC Teutonia 05). Der SV Curslack-Neuengamme sorgte mehrfach für Aufsehen auf dem Spielermarkt – gleiches gilt für den designierten Aufsteiger VfL Lohbrügge. BU verliert hingegen seinen Top-Scorer Abdel Hathat, Niendorf seinen vermeintlichen Abwehrchef Marin Mandic. Dafür aber zieht es Keeper Tobias Grubba von Altona 93 an den Sachsenweg.

"Ich habe mich mit Osdorf über allem Maße identifiziert"

Apropos Altona 93: Dem Team von Neucoach Andreas Bergmann und Sportchef Richard Golz ist nun ein ganz dicker Fisch ins Netz gegangen. Denn nach unseren Informationen „bombt“ Jeremy Wachter künftig an der Adolf-Jäger-Kampfbahn! Auf Nachfrage bestätigt uns der 27-Jährige seinen Transfer zum AFC: „Ja, es stimmt“, entgegnet er auf Nachfrage, verweist aber auch darauf, dass noch nichts unterschrieben sei. Dennoch stehe einem Wechsel nichts mehr im Wege: „Jeder weiß, dass ich Osdorf nur sehr ungern verlasse, weil ich mich mit dem Verein über allem Maße identifiziert habe. Ich bin dem Verein und den handelnden Personen für alles dankbar – und es ist keine Entscheidung gegen Osdorf, sondern im Endeffekt für die Chance bei Altona“, betont er – und führt aus: „Ich wollte es einfach nochmal versuchen, die Chance eine Liga höher wahrzunehmen und dort meine Erfahrungen zu sammeln“, so Wachter, der in den kommenden Tagen den vorliegenden Kontrakt beim Nord-Regionalligisten unterzeichnen wird.

"Ich bin guter Dinge"

Zuletzt wurde Wachter von einer Schambeinentzündung außer Gefecht gesetzt - nun hofft er darauf, beim AFC wieder angreifen zu können. Foto: KBS-Picture.de

Wann Wachter jedoch wieder ins Geschehen eingreifen kann und wird, muss sich noch zeigen. Zuletzt laborierte der Angreifer an einer langwierigen Schambeinentzündung, die ihn außer Gefecht gesetzt hat. „Ich habe jetzt drei Monate komplett pausiert und bin zu Hause schmerzfrei. Ich weiß aber natürlich nicht, wie mein Körper auf die Belastung reagiert. Trotzdem bin ich guter Dinge“, lässt uns Wachter wissen. Ein schmerzhafter Abschied für den TuS Osdorf – aber ein nicht minder schwerer Verlust für den „Goalgetter“ selbst. Nun aber will er noch einmal die Chance für sich nutzen, eine Etage höher auf sich aufmerksam zu machen – nachdem er in den letzten Jahren jeglichen Interessenten eine Absage erteilte. Beim AFC-Angebot konnte „Jerry“ aber schwer „Nein“ sagen…

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