Oberliga

Vier Neue da: Düneberg wappnet sich für das Oberhaus

Mark Brudler will künftig für den Düneberger SV jubeln. Foto: noveski.com

Sonntag, 04. Juni 2023, 16:55 Uhr: Als der Abpfiff am Lokstedter Steindamm ertönt, hat nicht nur der heimische Eimsbütteler TV allen Grund zur Freude. Auch einige anwesende Spieler des Düneberger SV können durch den Aufstieg und Durchmarsch des ETV in die Regionalliga einen geschichtsträchtigen Moment feiern: Erstmals in der Historie des Vereins wird am Silberberg Oberliga-Fußball gespielt! „Erfolgsmacher“ Dennis Tornieporth hat seinen Heimatverein – trotz der zunächst verpassten Aufstiegschance in den Relegationsspielen gegen HR – aus der Kreisliga bis in Hamburgs höchste Spielklasse geführt! „Der große Traum des kleinen DSV basiert vor allem auf ein sehr engagiertes Trainerteam und eine tolle Mannschaft, die in jedem Pflichtspiel an ihre Grenzen gegangen ist“, so die Verantwortlichen.

Abwehrchef Joe Warmbier gibt weiter am Silberberg die Richtung vor. Foto: noveski.com

Neu-Coach André Wengorra, der das Amt des scheidenden Dennis Tornieporth (heuert beim Lüneburger SK Hansa an), übernommen hat, sprüht bereits vor Vorfreude: „Natürlich freut es mich für die Mannschaft, dass wir gleich die Möglichkeit haben, so hochklassig zu spielen. Ziel kann im Endeffekt nur der Klassenerhalt sein. Dafür werden wir hart genug arbeiten.“

In den vergangenen Tagen und Wochen hat man am Silberberg hart am Kader und Gesicht der Mannschaft für die erste Oberliga-Spielzeit in der Geschichte gearbeitet. Ergebnis: Aus dem Vize-Meisterschafts-Kader der Vorsaison werden Keeper Arne Hantusch, Abwehrchef Joe Warmbier und der sich von einem Kreuzbandriss erholende Pascal Nägele dem DSV die Treue halten. Doch damit nicht genug. Auch Mert Akkus, Tarik Cosgun, Marvin Möller, Paul Jürß, Arwid Dykier, Michel Siepelt, Dennis Boakye, Fabian Heidmann, Keanu Germer, Julien Wolter, Timo Lübbers, Yoshinori Nomura, Timur Demirhan und Shawn Rudat werden in der Beletage weiter für Düneberg auflaufen.

Brudler kommt von DSV-Konkurrent ETSV Hamburg

Neucoach André Wengorra (re.) treibt die Planungen beim Oberliga-Aufsteiger voran. Aber: Reicht das? Archivfoto: Maurice Herzog

Während Top-Torschütze Corvin Behrens und Abwehrrecke Shabane Sanni ihrem Trainer zum LSK folgen werden, haben auch Joscha Behrens (SC Schwarzenbek), Justin Rönnau (SC Wentorf), Julian Mertsch (pausiert) und Nic Fischer (USA) dem Oberliga-Neuling den Rücken gekehrt. Kapitän David Özcerkes beendet seine Laufbahn, bleibt dem Verein aber in anderen Funktionen erhalten.

Der erste Neuzugang beim letzten Nachrücker: Mark Brudler (ETSV Hamburg)! „Mit Mark Brudler verpflichtet der Düneberger SV einen enorm starken Innenverteidiger, der in den letzten beiden Spielzeiten bei der Ausnahme-Mannschaft ETSV Hamburg unter Vertrag stand. Die Verantwortlichen des DSV nahmen schon frühzeitig Kontakt zu Mark auf, der letzte Saison 26 Spiele in der Landesliga absolvierte und dabei sechs Tore für den ETSV erzielte. Beruflich ist Mark in Geesthacht tätig und aus der Vergangenheit kennt er bereits viele Spieler des DSV.“

"Er wird viel dazu beitragen, dass wir die Klasse halten"

Mit seiner Oberliga-Erfahrung soll Mark Brudler eine wichtige Rolle in der Hintermannschaft des DSV einnehmen. Foto: noveski.com

Vor seiner Zeit bei den Eisenbahnern sammelte Brudler beim SV Curslack-Neuengamme und bei der TuS Dassendorf reichlich Erfahrung, „sodass er für die Oberliga-Saison bestens gerüstet ist“, ist man vollauf überzeugt vom neuen Abwehrmann. „Er freut sich auf sein neues Team und ist jetzt schon heiß auf die Saison in der Oberliga mit dem Düneberger SV. Mark denkt aber auch gerne an eine tolle Zeit beim ETSV zurück und ist dem Verein und hier besonders Jassi Huremovic und Thomas Kropmanns sehr dankbar“, heißt es von Seiten des DSV.

Coach Wengorra, der den Transfer eintütete, über seinen Neuankömmling: „Die positiven Verhandlungen mit Mark haben in mehreren Gesprächen stattgefunden und wir sind so für die Oberliga bestens gewappnet. Ich bin froh, dass wir mit Mark einen so defensiv starken Innenverteidiger verpflichten konnten, der variabel einsetzbar ist und der in der kommenden Saison viel dazu beitragen wird, dass wir die Klasse halten. Die Gespräche mit Mark sind sehr positiv verlaufen“, was ein Zwei-Jahres-Vertrag unterstreicht. „Wir freuen uns auf die Aufgabe mit ihm, zusammen am Ziel Oberliga-Klassenerhalt zu feilen und auch über die Saison hinaus planen zu können.“

Vom ASV Hamburg: Mark Yeboah-Boateng im Anmarsch

Nico Koukoulis kehrt nach einem Jahr beim FSV Geesthacht zum Düneberger SV zurück. Foto: noveski.com

Erfreulicherweise, so Wengorra weiter, „laufen die weiteren Planungen weiterhin auf Hochtouren. Wir sind mit lukrativen Spielern in Gesprächen und auf dem Transfermarkt tätig.“ Ein weiterer Neuer: Mark Yeboah-Boateng (ASV Hamburg). „Er ist ein schneller, spritziger und zielstrebiger Spieler, mit einer super Ausbildung. Ich bin froh, dass er den Weg zu uns gefunden hat. Nach vielen Gesprächen wird er in der neuen Saison das Trikot des DSV tragen. Er wird für uns ein sehr wertvoller Spieler auf den Außenbahnen sein. Ich freue mich, mit ihm arbeiten zu dürfen“, erklärt Wengorra, der zugleich mit Mittelfeldspieler Jarome Wojatzek einen Akteur aus der eigenen „Zweiten“ hochgezogen hat.

Wengorra zieht Wojatzek hoch, Koukoulis kehrt heim

„Jarome fühlt sich im Zentrum – sowohl auf der Sechs als auch auf der Acht oder auf der Zehn – komplett zu Hause. Er ist ein sehr starker und feiner Techniker. Er hat es verdient, sich im Kader der Ersten Herren zu etablieren und zu beweisen. Bereits bei einem Gastspiel in der letzten Saison in der Liga-Mannschaft hat er gezeigt, dass er das entsprechende Niveau hat, um höher spielen zu können. Ich freue mich, dass er nach seinem Abi jetzt die Zeit hat, in der Liga-Mannschaft anzugreifen.“ Letzteres will auch Nico Koukoulis, der nach einem einjährigen Gastspiel beim FSV Geesthacht zurückkehrt, wieder machen. „Er ist ein zweikampfstarker, robuster Spieler. Eine enorme Sprungkraft sowie seine Beidfüßigkeit und seine Schnelligkeit zeichnen ihn aus. Er fühlt sich in der Defensive auf den Außenbahnen zu Hause. Es ist schön, dass er ein Teil des neuen Teams ist.“