Landesliga Hansa

Viel Konstanz, aber auch viel neu: Bramfeld will „ins vordere Drittel der Tabelle“

Louis Mandel (re.) will künftig für den Bramfelder SV jubeln. Foto: noveski.com

Mit dem klar definierten Ziel, nach der Winterpause im Kampf um den dritten Platz die Oberhand zu behalten, ist der Bramfelder SV am Ende des Tages gescheitert. „Wir sind super in die ersten sechs Spiele gestartet und haben 16 von 18 möglichen Punkten geholt. Danach hatten wir bis zum Schluss der Saison extremes Verletzungspech“, blickte Chefcoach Carsten Henning zurück – und meint: „Das hat sich in den Ergebnissen widergespiegelt – und ist natürlich von der Platzierung enttäuschend“, macht er gar keinen Hehl daraus, dass der achte Rang in der Landesliga Hansa nicht der Anspruch des BSV sein kann.

Robin Polzin (li.) geht auch in der kommenden Saison für den Bramfelder SV auf Torejagd. 19 Treffer gelangen ihm in der abgelaufenen Saison für den BSV. Foto: KBS-Picture.de

Und dennoch: Nahezu sämtliche Leistungsträger der Bramfelder haben für eine weitere Saison an der Ellernreihe ihr Ja-Wort gegeben! Eymen Usta, Marten Köhler, Lewis Agyemang, Justin Sadownik, Robert Gidion, Lorenz Lahmann-Lammert, Eduard Gidion, Nick Mohr, Dennis Facklam, Chris Pfeifer, Miles Tafese, Maurice Freudenthal, Luis Hoefert, Robin Polzin, Cedric Stoppel, Christian Westphal, Yannik Andersson und Matthias Kirchner werden auch in der Spielzeit 2023/24 das schwarz-weiße Dress tragen. Bei Simon Marklin ist aktuell noch unklar, „ob er überhaupt weiter Fußball spielt, weil er schon wieder verletzt ist“, berichtet Henning.

Verlassen werden den BSV hingegen Hamed Bruhn (Rahlstedter SC), Jeremy Debuc (ASV Hamburg), Ranjodh Chahal und Hemal Razaqi (beide wohl Concordia Hamburg II) sowie Jerome Rapp, der sein sportliches Glück beim FC Süderelbe in der Oberliga suchen und finden will. „Dass wir die aktuelle Mannschaft mit 18 Spielern für die neue Saison begeistern konnten, zeigt, dass wir einiges richtig gemacht haben“, befindet Henning – und fügt an: „Wir brauchen uns jetzt nur punktuell verstärken“, betont er allerdings, dass „die Innenverteidigung unsere Achillesferse war. Da haben wir Nachholbedarf.“

Vom Torwart zum Stürmer: Reimers kehrt zurück

Vom Torwart zum Torjäger? Marcel Reimers kehrt nach seinem eigentlichen Karriereende nach Bramfeld zurück - allerdings als Offensivkraft. Foto: noveski.com

Dementsprechend hat man auf die Suche im zentralen Abwehrbereich ein besonderes Augenmerk gelegt. „Raus aus Lüneburg geht es für den 23-jährigen Christoph Plikat, der mit seinen 1,98 Meter eine echte Erscheinung in der Innenverteidigung ist und seinen Heimatverein, den Ochtmisser SV, zum ersten Mal verlässt, um in die Großstadt zu unserem BSV zu wechseln“, wie es von Seiten des Vereins heißt. Ebenfalls für die Defensive vorgesehen: Boamah Rüster (zuletzt vereinslos, davor SV Rugenbergen, SV Halstenbek-Rellingen und SC V/W Billstedt) sowie Benedict von Bülow, der als Kapitän des Lemsahler SV nun höherklassig sein Können unter Beweis stellen will.

Apropos Lemsahl: Vom Eichelhäherkamp kehrt ein Mann zurück, der im vergangenen Sommer noch sein Karriereende verkündet hat. „In der Zwischenzeit war er in unserem Funktionsteam als Scout und Fitnesstrainer engagiert und hielt sich zugleich beim Lemsahler SV so fit, dass es für einen Rücktritt vom Rücktritt gereicht hat. Wir begrüßen recht herzlich ‚Rückkehrer‘ Marcel Reimers zurück in unseren Reihen.“ Der ganz besondere Clou an der Sache: Reimers kehrt nicht als Torhüter, sondern als Feldspieler in der Offensive nach Bramfeld zurück! „Mit seinen 28 Jahren verfügt ‚Reimo‘ über ausgiebige Erfahrung im Hamburger Fußball und wird auf dem Feld mit seinen Jungs alles in die Waagschale werfen, um das Maximum zu erreichen.“

Louis Mandel zieht's an die Ellernreihe

Benedict von Bülow wechselt als Kapitän des Lemsahler SV zum Hansa-Landesligisten und will sein Können höherklassig unter Beweis stellen. Foto: Kruber


„Seine Vita weist jede erdenkliche Liga auf, die man sich mit 27 Jahren nur vorstellen kann. U17- und U19-Bundesliga, Landesliga Hansa sowie Hammonia, Oberliga Schleswig-Holstein und Hamburg. Selbst in der Dritten Liga durfte er in drei Partien auf der Ersatzbank (leider ohne Einsatz) Platz nehmen. Ausgebildet in der Jugend von Eintracht Norderstedt zog es ihn vor ziemlich genau zehn Jahren nach Kiel zum KSV Holstein in die U19, von wo er sich bis in den Profikader des damaligen Drittligisten hochspielen konnte. 2016 kehrte er nach Hamburg zurück und wechselte für zwei Spielzeiten zum Rahlstedter SC. Es folgte der Schritt in die Oberliga Hamburg zum HSV Barmbek-Uhlenhorst, wo er nach 49 Oberliga-Einsätzen mit 16 Vorlagen und neun Toren in die Landesliga Hammonia zum SC Poppenbüttel weiterzog.“

Henning wird neuer Geschäftsführer beim TSV Glinde

Carsten Henning bleibt Cheftrainer beim Bramfelder SV, wird ab August aber neuer Geschäftsführer beim TSV Glinde. Foto: noveski.com

Nun schließt sich Mandel dem Bramfelder SV an – und ist einer von bis dato acht Neuen an der Ellernreihe. „Wir können sagen: Wenn alle gesund bleiben, haben wir eine richtig gute Mannschaft zusammen. Und mit den Neuzugängen sind wir sehr zufrieden, da sie uns verbessern. In der neuen Saison wollen wir ins vordere Drittel der Tabelle“, gibt Henning, der als Spieler (achteinhalb Jahre) und Trainer (schon fast sechs Jahre) eine wahre Ära beim BSV prägt, die Marschroute vor. Eine Neuerung gibt es jedoch auch beim 40-Jährigen: Nach zwölf Jahren als Assistent der Geschäftsführung in Bramfeld wird Henning ab August neuer Geschäftsführer beim TSV Glinde! Sein Traineramt an der Ellernreihe übt er aber weiter aus.