Oberliga HH Meisterrunde
12. Spieltag


TuS Dassendorf

1

:

1


SC Victoria Hamburg

Anpfiff

Sa - 23.04. 13:00 Uhr

Spielstätte

Wendelweg

Zuschauer

127

Schiedsrichter

Kevin Rosin (SV Lieth)

Oberliga-Meisterrunde

Vicky verpasst den „Lucky Punch“ gegen träge Dassendorfer!

Magnus Hartwig (li.) hatte in der Schlussphase den "Lucky Punch" für Vicky auf dem Fuß, scheiterte aber an Christian Gruhne. Foto: Christian Küch

Das äußerst unglückliche Ausscheiden im „LOTTO-Pokal“ nach Elfmeterschießen gegen Altona 93 hing der TuS Dassendorf noch in den Knochen und Köpfen. Keine zweieinhalb Tage nach dem bitteren Knockout stand für die Mannen von Chefcoach Jean-Pierre Richter schon wieder der Liga-Alltag an (alle Highlights im LIVE-Ticker). Gegner war allerdings ein weiteres Schwergewicht im Hamburger Amateurfußball: Der SC Victoria Hamburg reiste an den Wendelweg und wollte die „Lehrstunde“ aus dem ersten Duell vor einigen Wochen, als man trotz einer starken ersten halben Stunde letztendlich mit 0:5 unter die Räder kam, vergessen machen.

Eyke Kleine (li.) im Duell mit Lesley Karschau. Foto: Christian Küch

Dabei hofft der unter der Woche am Ellbogen operierte, frisch aus dem Krankenhaus entlassene und mit drei IBU-600 gestärkte Sören Titze auch auf die Pokal-Nachwehen beim Gegner. Man wollte Dassendorf „ins Laufen bringen“, verriet er anschließend den Matchplan, und hoffte, dass dem Primus „hintenraus ein paar Körner fehlen und wir vielleicht mit einem Lucky Punch“ die drei Punkte mit nach Hause nehmen können. „Vieles davon hat gut geklappt, außer, dass wir in der Schlussphase den Lucky Punch nicht gesetzt haben.“

Aber der Reihe nach. Vicky wirkte wacher und vor allem spritziger. Insbesondere Dassendorfs Ex-Profi Zhi-Gin Lam stand neben sich und produzierte bereits nach einer guten Viertelstunde einen beinahe folgenschweren Ballverlust gegen Luca Palzer. Zwar kam Nick Scharkowski im Duell mit Ronny Buchholz noch ins Straucheln und konnte kein Kapital daraus schlagen (16.). Wenig später war der „Shark“ jedoch zur Stelle, als erneut Lam einen eigentlich harmlosen Steilpass von Timo Stegmann unglücklich passieren ließ – 0:1 (23.)!

Möller egalisiert - Joker setzen keine Impulse

Die Gäste von der Hoheluft bejubeln den Führungstreffer von Nick Scharkowski. Foto: Christian Küch

Die „Wendelwegler“ agierten überaus träge, kämpften sich aber ins Spiel zurück. Mit etwas Glück behauptete sich Lennard Sowah in der eigenen Hälfte gegen zwei Gegenspieler. Über einige Stationen kam das Leder auf der rechten Seite zu Eyke Kleine, dessen flache Hereingabe von Sven Möller direkt und ohne Umschweife ins lange Eck befördert wurde. Der Ausgleich (41.)!

Nach dem Wechsel plätscherte das Spiel lange vor sich hin. TuS-Trainer Jean-Pierre Richter versuchte, der Partie nach 65 Minuten noch einmal entscheidende Impulse zu geben und brachte mit Maximilian Ahlschwede und Top-Torjäger Martin Harnik zwei frische Kräfte. Doch das gelang nur bedingt. Letztgenanntem fehlte bei einem Heber nach Ahlschwede-Pass die Präzision im Abschluss (80.). Und „Ahli“? Der war hinten ein ums andere Mal nicht auf der Höhe. Ganz im Gegenteil.

Vicky verpasst den Sieg dreifach

Sven Möller feiert seinen Ausgleichstreffer kurz vor der Pause. Foto: Christian Küch

Zunächst ließ sich der langjährige Rostocker von Scharkowski abkochen, ehe TuS-Torsteher Christian Gruhne Kopf und Kragen riskierte (81.). Schiedsrichter Kevin Rosin (SV Lieth) entschied in jener Szene auf Abstoß, was bedeuten würde, dass Gruhne nicht am Ball war. Dann aber hätte es Strafstoß für Vicky geben müssen. Kurz darauf kam Ahlschwede bei einem Konter gegen Magnus Hartwig und Andre Monteiro Branco nicht hinterher. Erneut verhinderte Gruhne gegen „Maggi“ im kurzen Eck den Einschlag. Und schließlich hatte Luca Ernst den „Lucky Punch“ auf dem Fuß, zielte aber völlig freistehend aus 15 Metern viel zu ungenau und mitten in die Fänge von Gruhne (87.).

"Das Einzige, was gut war, waren die Rahmenbedingungen"

Luca Ernst (Mi.) kam kurz vor Ultimo völlig frei und unbedrängt zum Schuss, zielte aber viel zu unpräzise. Foto: Christian Küch

Dassendorf wankte bedrohlich, rettete den einen Zähler– trotz über weite Strecken spielerischer Überlegenheit im zweiten Abschnitt, ohne zwingend zu werden – aber über die Runden. Ein Punkt mehr auf dem Weg zur Meisterschaft. Souverän war der Auftritt aber keineswegs. „Das war nicht gut. Das Einzige, was gut war, waren die Rahmenbedingungen“, fand auch Richter deutliche Worte – und fügte an: „Mit der Qualität, die wir haben, und mit den Leistungen, die wir in dieser Saison schon gezeigt haben, war das absolut nicht zufriedenstellend.“ Während Titze treffend bilanzierte: „Für den neutralen Zuschauer war das sicherlich kein Leckerbissen!“

Die komplette PK mit beiden Trainern im Video:

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