Landesliga Hammonia

TuRa setzt auf Konstanz: Schwarzer bleibt, neuer „Co“ – Vereins-Legende tritt ab!

Während Jörg Schwarzer (li.) weiter TuRa-Trainer bleibt und Obmann Philipp Penkwitt (re.) an den Weichen geschraubt hat, hört Elbasan Latifaj (Mi.) auf und rückt ins Funktionsteam auf. Foto: Küch

Die augenblickliche Situation macht auch den Hamburger Amateurvereinen schwer zu schaffen. „Man muss planen, kann aber gar nicht so richtig planen“, bringt es Philipp Penkwitt, Liga-Obmann von Hammonia-Landesligist TuRa Harksheide, treffend auf den Punkt. Die Auswirkungen des Coronavirus‘ färben eben auch auf den (Amateur-)Fußball ab. „Du planst deinen Kader so ein bisschen im Blindflugmodus“, so Penkwitt. „Aber wenn man es nicht tut, ist man auch aufgeschmissen. Man muss es machen, weil man auch dem Verein gegenüber eine Verantwortung hat.“ Eine Verantwortung, der Penkwitt bereits gerecht geworden ist.

Yavuz Kement kehrt aus der "Fußballrente" zurück und wird künftig an der Seite von Jörg Schwarzer als Co-Trainer fungieren. Foto: Verein

Er habe den Wunsch, „dass alle Landesverbände eine einheitliche Regelung finden“, so Penkwitt, „aber das geht wohl nicht in Erfüllung“, spricht er auf die unzähligen unterschiedlichen Meinungen und Ansätze in ganz Deutschland an. Wichtig sei, dass man nur endlich zu einer Lösung komme und Entscheidungen, so unbequem sie auch sind, trifft. Eine dieser knallharten Entscheidungen, die Saison abzubrechen oder gar zu annullieren, würde auch TuRa Harksheide betreffen – und das nicht zu knapp. Denn als Tabellenzweiter haben die Mannen vom Exerzierplatz noch beste Chancen auf den Aufstieg ins Hamburger Oberhaus. „Wir wären Diejenigen, die laut schreien dürften, aber nicht schreien würden“, ist Penkwitt nur auf eine Entscheidung aus – und würde sich, wie alle im Verein, damit anfreunden. Ganz egal, wie unbequem sie im Endeffekt auch wäre.

Schwarzer bleibt Cheftrainer, Latifaj hört auf, Hillmer geht

Elbasan Latifaj wird seine aktive Karriere beenden und ins Funktionsteam aufrücken. Foto: Küch

Trotz aller Mutmaßungen und einer noch immer ungewissen Zukunft muss er seinem Job als Liga-Obmann gerecht werden. Und so kann Penkwitt nun schon diverse (anderweitige) Entscheidungen vermelden. So zum Beispiel den Verbleib von Cheftrainer Jörg Schwarzer über die noch laufende Saison hinaus! „Wir haben etwas angefangen und hatten einen klaren Plan und ein Konzept, wie man gewisse Dinge umsetzen will.“ Ein Teil dieses Konzeptes: Die Arbeit mit jungen Leuten. „Da wurde von allen Seiten gute Arbeit geleistet“, betont Penkwitt – und hebt auch das „bis dato sehr erfolgreiche Jahr“ hervor, „und das mit einer sehr jungen Mannschaft“. Zwei der erfahrenen Spieler aus dem Kader werden dem Verein in der kommenden Spielzeit nicht mehr zu Verfügung stehen. Heißt: TuRa wird noch jünger! Denn: Torhüter Christian Hillmer wird sich dem SC Poppenbüttel anschließen – während Elbasan Latifaj seine ereignisreiche Laufbahn beenden wird.

„Sehr froh, dass uns ‚Elba‘ erhalten bleibt“ – Kement kommt

Jörg Schwarzer soll den eingeschlagenen Weg mit vielen jungen Spielern mindestens ein weiteres Jahr als Chefcoach fortführen. Foto: Küch

Da Latifaj TuRaner durch und durch ist, nach seiner Jugendzeit bei Eintracht Norderstedt seit 2003 durchgehend am Exerzierplatz zu Hause war und zuletzt als spielender Co-Trainer fungierte, ist Penkwitt „sehr froh und stolz, dass er uns erhalten bleiben und ins Funktionsteam aufrücken wird“, verkündet er. Zwar würde es für Latifajs neue Position noch keine genaue Stellenbeschreibung geben, Fakt sei aber, dass er „künftig ein Bindeglied zwischen Mannschaft und dem Team im Drumherum bilden“ und dann auch Penkwitt bei dessen Arbeit unterstützen wird. An die Seite von Chefcoach Jörg Schwarzer wird dann Yavuz Kement rücken. „Mit Yavuz bekommen wir einen vollwertigen Co-Trainer, der zuletzt in Fußballrente war und jetzt seine B-Lizenz macht. Ich freue mich wirklich sehr auf die Zusammenarbeit, denn Yavuz ist ein ganz feiner Kerl mit einer TuRa-Vergangenheit und sehr ehrgeizigen Zielen vor Augen.“ Zudem kennen sich Schwarzer und Kement noch aus gemeinsamen Spieler-Zeiten bei TuRa und Eintracht Norderstedt.

18 Zusagen, einige Neue – Penkwitt „unfassbar stolz“

Keeper Abou Fofana (un.) bleibt dem Verein trotz einiger Anfragen erhalten. Foto: Küch

Im ganzen Funktionsteam, das mit Torwart-Trainer Hendrik Manke, Betreuer und „gute Seele“ Andreas ‚Ede‘ Irmisch sowie Physiotherapeutin Alessa Sander ebenfalls geschlossen beisammen bleibt, sei man „komplett begeistert“ über die neue Konstellation. Penkwitt selbst freut sich zudem darüber, „dass das Team breiter aufgestellt wird“. Bei TuRa wird also auf Konstanz gesetzt – und das nicht nur in der Liga: Denn im Verein wird der eingeschlagene Weg bis runter zur Vierten Herren mit dem jeweiligen Trainerteam fortgesetzt. Und auch aus der Mannschaft gab es fast ausschließlich positive Signale: „Wir haben bisher 18 Zusagen aus dem aktuellen Kader und auch schon einige Neuzugänge“, verrät Penkwitt. 


Ihren Verbleib zugesichert haben: Die Torhüter Aboubacar Fofana und Jonah Basner, Hannes Hatje, Falk Schmidt, Nassim Saleh, Jan-Philip Hartmann, Jonah Petersen, Leon Cammann, Morten Schildt, Leonard Mai, Yannick Fischer, Pascal Ehrenberg, Felix Feuerlein, Lars Hartmann, Dominik Mahnke, Daniel Meier, Christopher Micheel und Leon Schulz. „Es macht uns unfassbar stolz, dass die Jungs dem Verein die Treue halten – und zeigt, was für eine Identifikation sie mit TuRa Harksheide und welch einen tollen Charakter sie haben“, unterstreicht Penkwitt – für den es lieber heute als morgen wieder losgehen könnte. Aber: „Vielleicht spielen wir auch erst 2024 wieder Fußball und unsere sehr junge Truppe ist dann schon sehr alt“, scherzt er abschließend.

Kommentieren