Landesliga

„Triple B“ im Anmarsch: Kosova hat ein neues Trainerteam!

Das neue sportliche Führung-Quartett bei Kosova: Chefcoach Bilal Akdag (2. v. li.), die Co-Trainer Bilal Barlak (li.) und Blerim Murtezani (2. v. re.) sowie Sportchef Arben Saliuku. Foto: Verein

Lange Zeit befand sich der Klub Kosova in überaus aussichtsreicher Position im Kampf um den Oberliga-Aufstieg. Zwischenzeitlich führte der albanische Klub das Tableau in der Landesliga-Staffel 2 sogar an. Doch dann gab Erfolgscoach Daniel Sager seinen Abschied zum Saisonende bekannt, ehe einige Zeit später die offizielle Verlautbarung folgte, dass Sager ausgerechnet bei Haupt-Konkurrent FC Türkiye anheuern wird. Daraufhin zog Kosova die sofortige Reißleine – und sportlich lief unter Interimstrainer Visar Galica kaum noch etwas zusammen.

Den FC Bingöl führte Bilal Akdag zum Aufstieg in die Landesliga. Die Klasse konnte man aufgrund schwieriger Trainingsbedingungen aber nicht halten. Foto: noveski.com

Dennoch entgegnet Arben Saliuku, Sportlicher Leiter des „KK“, nun auf Nachfrage: „Es war die absolut richtige und eine alternativlose Entscheidung! Es war ja nicht der Verein, der zu diesem Zeitpunkt für Unruhe gesorgt hat...“ Viel mehr Worte will Saliuku zum damaligen Dilemma aber auch nicht mehr verlieren, sondern richtet den Blick deutlich lieber in die Zukunft. Denn: Der Klub Kosova hat die Weichen für die kommende Saison gestellt! Wie uns Saliuku noch vor der offiziellen Bestätigung des Vereins mitteilt, wird Bilal Akdag neuer Cheftrainer an der Slomanstraße! „Der 31-jährige gebürtige Wilhelmsburger übernimmt den Landesligisten, nachdem er zuletzt vier Jahre lang beim FC Bingöl 12 als Trainer tätig war“, lässt der Klub verlauten.

Bilal, Blerim und Bilal wieder vereint

Doch nicht nur das. Akdag, der als Sportlehrer an der Nelson-Mandela-Schule arbeitet, nimmt sein Trainerteam aus Bingöl-Zeiten gleich mit zum Klub Kosova. Heißt: Bilal, Blerim und Bilal sind wieder vereint. Genauer gesagt: „An der Seite von Bilal Akdag werden Blerim Murtezani und Bilal Barlak stehen. Beide bringen ihre Qualitäten mit und werden so Bilal an der Seitenlinie ergänzen und unterstützen.“ Hinzu kommt, dass sowohl Murtezani als auch Barlak einst bei Kosova als Spieler aktiv waren und den Verein bereits kennen.

"Sie haben bei Bingöl gute Arbeit geleistet"

Bereits beim FC Bingöl waren Akdag (li.) und Murtezani ein eingespieltes Team. Foto: noveski.com

„Die Vereinsverantwortlichen freuen sich auf die Zusammenarbeit mit dem Trainerteam und wünschen diesem zugleich eine erfolgreiche Saison mit vielen spannenden und emotionalen Momenten“, heißt es. Neben der Tatsache, dass Akdags Co-Trainer einst selbst die Stiefel für den Klub von der Veddel schnürten, hebt Saliuku im Gespräch weitere Vorzüge heraus, die für eine Verpflichtung des neuen Gespanns sprachen: „Sie haben den FC Bingöl zum erstmaligen Landesliga-Aufstieg geführt, trotz schwieriger Bedingungen eine gute Mannschaft auf die Beine gestellt und in der vergangenen Saison oft knapp verloren. Da sie auf dem gleichen Platz trainiert haben, ist man sich oft über den Weg gelaufen, hat sich unterhalten, ausgetauscht und gegenseitig respektiert.“ Hinzu kommt, dass das Trio „aus der Wilhelmsburger Ecke kommt. Von daher passt das ganz gut“, so Saliuku.

Balla, Veseli Bektesi und Bambur gehen

Zudem verrät uns der Sportliche Leiter, dass auch Visar Galica dem Verein in anderer Funktion erhalten bleiben wird. Dafür wird es innerhalb des Kaders einen großen Umbruch geben. Vier Spieler, die dem Klub auf jeden Fall den Rücken kehren werden, sind: Dorian Balla, Atnan Veseli (Saliuku: „Er verlässt uns trotz voriger Zusage“), Albin Bektesi und auch Benjamin Bambur. „Benni hätten wir gerne gehalten – sowohl fußballerisch als auch menschlich. Er hat sich immer in den Dienst der Mannschaft gestellt und korrekt verhalten“, bedauert Saliuku den Abschied des langjährigen Oberliga-Torjägers. „Bei Spielern, die hohe Erwartungen hatten bezüglich der Forderungen, gehen wir dem nicht nach. Wir haben ein klares Konzept, das wir mit dem Trainerteam zusammen verfolgen. Und dann müssen auch Spieler gehen – egal, wie gut sie sind.“ Denn: „Jeder Spieler ist ersetzbar. Und die Jungs sind alt genug, um für sich zu entscheiden, welchen Weg sie gehen möchten.“

"Keiner soll denken: Hier ist eine Kuh, die man melken kann"

Benjamin Bambur wird den Klub Kosova - sehr zum Bedauern von Saliuku - verlassen. Foto: noveski.com

Das neue Ziel bei Kosova: „Wir wollen vor allem mit jungen Spielern etwas Neues aufbauen. Keiner soll hierherkommen, weil er denkt: Hier ist eine Kuh, die man melken kann. Das wird es nicht geben!“ Allerdings betont Saliuku auch, dass es ja nicht so sei, „dass uns alle Spieler verlassen haben oder werden.“ Mehr als ein Dutzend aus dem aktuellen Kader wird dem Klub erhalten bleiben. „Natürlich ist es bei dem einen oder anderen Spieler schade – vor allem bei denen, die schon zugesagt haben. Aber jeder entscheidet für sich selbst, welches Angebot er annimmt. Wir sehen uns dennoch gut aufgestellt und das neue Trainerteam hat freie Hand bei der Arbeit.“

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