„Sollten wir bis Ende des Jahres da oben stehen, dann bleiben wir da auch“

„Wenn die Chance bis zum Saisonende besteht, werden wir diese nicht verstreichen lassen“, erklärt NTSV II-Trainer Matthias Jobmann. Foto: Mathias Merk

Der Niendorfer TSV ll steht an der Spitze der Landesliga Hammonia. Am vergangenen Wochenende schlug man den Eidelstedter SV (3:2) und verbuchte somit den neunten Sieg in der laufenden Spielzeit. Zahlen, die für sich sprechen. Und ein Erfolg, mit dem so selbst Matthias Jobmann nicht gerechnet hat. „Vor der Saison gab es einen Umbruch im Team. Einige Spieler haben uns verlassen, einige haben wir neu dazu gewonnen. Diese Spieler mussten gesucht und dann eingebaut werden. Daher bin ich überrascht, aber erfreut, das es so schnell ging und dass die extrem jungen Spieler direkt Fuß gefasst haben und Erfolge liefern konnten.“

Erfolge, bei denen aus der Sicht von NTSV-Ligamanager Marcus Scholz unbedingt das Stichwort „Team Niendorf“ fallen muss. „Wir bilden die Spieler von unten nach oben aus und das funktioniert wunderbar. Wenn ein paar Akteure mal ausfallen, dann können wir auf andere aus der Reserve oder der A-Jugend zurückgreifen.“ Denn: Die Spieler der A-Junioren-Bundesliga-Equipe werden über die Reserve-Mannschaft des NTSV auf die Spielzeiten in der Oberliga vorbereitet. 

„Nicht alle jungen Spieler schaffen auf Anhieb den Sprung in die Männermannschaft, da es doch einen Unterschied gibt zwischen dem Junioren- und dem Männerbereich. Einige Jungs starten direkt durch, andere nicht. Diese Spieler bekommen dann in der Reserve die Möglichkeit, Spielpraxis zu sammeln.“, erläuterte NTSV II-Coach Jobmann. „Rüdiger Steiger und Lars Neca machen da einen Klasse Job, ich habe einen sehr engen Draht zu beiden da der Austausch über diese beiden statt findet.“, adelt derweil Manager Scholz zum einem den Teammanager der U23 und zum anderen den U19-Koordinator.

Scholz: „Wir wussten vorher, dass die U23 gut aufgestellt ist“

„Die Mannschaft hat viel Potenzial“, urteilt NTSV-Ligamanager Marcus Scholz. Foto: KBS-Picture

Platz eins in der Landesliga – machen sich da nicht automatisch Gedanken an den Aufstieg bemerkbar? Ein Umstand, den Jobmann nicht verneint. „Wenn die Chance bis zum Saisonende besteht, werden wir diese nicht verstreichen lassen“, sagt Jobmann. Ein Problem könnte es geben, wenn die Erste Mannschaft den Aufstieg in die Regionalliga nicht schafft. „Der Aufstieg unserer Zweitvertretung in die Oberliga wäre nur möglich, wenn die Oberligamannschaft aufsteigt. Dort gibt es mehrere Konkurrenten für die Plätze. Unteranderem ist Vicky ein Kandidat dafür“, konstatiert Jobmann. Für die Oberliga-Mannschaft ist der Aufstieg allerdings noch kein Thema. „Da sind wir noch weit von entfernt, die Saison hat gerade erst begonnen. Wir machen solange oben mit, wie es möglich ist. Wir werden die sportliche Entwicklung aber nicht aufhalten“, gibt Scholz zu Protokoll.

Klar, dass Trainer Jobmann angesichts der bisherigen Erfolge hofft, dass „die Saison weiterhin so gut läuft wie bisher. Wir haben bis zum Winter allerdings noch einige schwierige Gegner, dazu zähle ich den HEBC, die SV Halstenbek-Rellingen und den USC Paloma. Sollten wir bis Ende des Jahres da oben stehen, dann bleiben wir da auch“, blickt der Übungsleiter auf den weiteren Verlauf der Spielzeit. Manager Scholz freut es derweil, dass die Reserve soweit oben mitmischt. Er will realistisch bleiben, unterstützt aber den Coach in seinen Vorhaben: „Wir wussten vorher, dass die U23 gut aufgestellt ist. Die Mannschaft hat viel Potenzial und natürlich würden wir uns freuen, wenn sie bis zum Saisonende oben stehen bleibt.“