Bezirksliga 06
16. Spieltag


HFC Falke

1

:

5


Grün-Weiss Eimsbüttel

Anpfiff

Sa - 26.02. 14:30 Uhr

Spielstätte

--

Zuschauer

--

Schiedsrichter

Schams Golzari

Bezirksliga 06

Nach 2:8 nun 1:5: Falke-Sturzflug hält auch im Derby gegen GWE an!

Benjamin Baarz und sein HFC Falke befinden sich weiter im Sturzflug. Foto: noveski.com

Der Falke im Sturzflug – und wie! Die „Zweite“ des HFC konnte zum Spiel gegen den Eimsbütteler TV II nicht antreten und musste eine kampflose 0:3-Niederlage hinnehmen – während die Liga-Mannschaft eine erneute Schmach kassierte. „Völlig ernüchternd, weil wir uns nach der 2:8-Packung im Hinspiel viel vorgenommen hatten“, zeigte sich der zum Saisonende scheidende Dirk Hellmann weitestgehend fassungslos nach dem Derby gegen Grün-Weiß Eimsbüttel.

„Wer zur Winterpause oder spätestens vor diesem Spiel noch nicht geerdet war, der sollte es spätestens jetzt sein“, nahm Hellmann seine Mannen in die Pflicht. Der Aufstiegs-Traum ist längst ausgeträumt. Als Tabellensechster befindet sich der HFC Falke im sportlichen Niemandsland. Nur zwei der letzten zehn Spiele wurden gewonnen. Nach der 2:6-Klatsche bei der mit reichlich Regionalliga-Spielern verstärkten „Zweiten“ vom FC Teutonia 05 setzte es nun ein 1:5 im Derby gegen GWE. Statt Wiedergutmachung für die Demütigung im Hinspiel, das nächste Desaster.

"Es hat ganz, ganz wenig geklappt"

Sein Anschlusstreffer sorgte nicht für ein Aufbäumen bei den Falken: Elija Sinemus (re.). Foto: noveski.com

„All das, was wir uns vorgenommen haben, war über weite Strecken des Spiels quasi nicht existent“, gestand Hellmann ein. Man könne den Spielern „nicht absprechen, dass sie nicht wollen oder irgendetwas absichtlich machen“, aber: „Es hat ganz, ganz wenig geklappt!“ Stattdessen beglückwünschte „Helle“ die Gäste sportlich-fair „zu einer sehr reifen Leistung“. Der Plan von GWE, „Ballverluste zu provozieren und dann schnell umzuschalten“, ging gegen äußerst flügellahme und behäbige Falken voll auf. „Das haben sie sehr gut gemacht und hätten zur Halbzeit wahrscheinlich schon höher führen können.“

Doppelter Fahren, dreifacher Schütz

Die Hausherren kamen lediglich zum zwischenzeitlichen 1:2-Anschlusstreffer, der eher Slapstick-Züge hatte – und konnten selbst daraus keinen neuen Mut schöpfen. Hendrik Ebbecke verschoss einen erzwungenen Strafstoß kläglich. Falke setzte nach, blieb aber auch im zweimaligen Nachschuss hängen. Letztlich kam die Kugel zu Elija Sinemus, der das Spielgerät am Sechzehner stehend nicht voll traf. Da Ebbecke aber noch im Sichtfeld stand, schlug das Leder im langen Toreck ein (30.). Zu diesem Zeitpunkt hatten Jannik Fahren (5.) und Sebastian Schütz (19.) die Sandhop-Schützlinge bereits in Front gebracht.

Das Duo war es auch, das Falke in der Folge schwindelig spielte. Fahren (41.) und Schütz (59., 71.) machten mit ihren weiteren Toren den 5:1-Auswärtssieg an der „VKS“ perfekt. „Wir hatten in der ersten Halbzeit mal ‚stärkere‘ 15 Minuten, in denen wir viel Ballbesitz hatten und teilweise auch vernünftig kombiniert haben, aber selten gefährlich geworden sind. Ansonsten haben aber extrem viele Umschaltmomente von GWE zu extrem vielen Chancen geführt“, konstatierte Hellmann, aus dessen Sicht einige dieser Aktionen „mit Fehlern im eigenen Spielaufbau und schlechten Entscheidungen verbunden“ waren, wodurch man teilweise hinten „komplett entblößt“ war.

Hellmann hofft auf "besseren Umgang untereinander"

HFC-Coach Dirk Hellmann fand deutliche Worte nach dem desolaten Auftritt und fordert ein besseres Miteinander. Foto: noveski.com

Nach der Pause legte Eimsbüttel eine ungeheure Effizienz an den Tag und feierte einen hochverdienten Derbysieg in der Fremde. „Für uns geht es jetzt im restlichen Saisonverlauf darum, uns als Mannschaft mal halbwegs zu finden, Gemeinsamkeiten auf dem Platz zu finden und untereinander einen besseren Umgang zu finden. Das sind die Hauptpunkte, die viel wichtiger sind, um Spaß am Amateurfußball zu haben, als irgendwelche fußballerischen Themen“, hofft Hellmann darauf, dass seine Junge endlich den Turnaround schaffen.

Letztes Spiel: Böhm verlässt Falke

Nicht mehr dabei mithelfen wird Maximilian Böhm, der sein letztes Spiel im HFC-Dress bestritt. Ihn zieht es beruflich nach Spanien. „Da hätten wir uns für ihn natürlich auch einen schöneren Abgang gewünscht. Trotzdem freuen wir uns für ihn, dass er diese Chance bekommen hat, auch wenn wir ihn sportlich vermissen werden“, so Hellmann abschließend.

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